Dienstag, 20. Januar 2026

StudieKommunen geht ein Licht auf

[25.02.2015] Eine neue Umfrage hat ergeben: LED-Beleuchtung erobert den öffentlichen Raum. Während die Skepsis anfangs groß war, sind die Kommunen heute von den deutlichen Kosteneinsparungen der alternativen Straßenbeleuchtung überzeugt.

Bei der kommunalen Straßenbeleuchtung hat sich der Anteil von LED-Leuchten innerhalb von vier Jahren verzehnfacht. Im Jahr 2014 lag er bei elf Prozent. Das zeigt die Studie „Straßenbeleuchtung im Energiesparmodus?“ der Wirtschaftsprüfung- und Beratungsgesellschaft PwC. Die Gesellschaft hat bundesweit 156 Städte und Gemeinden befragt. „Die LED-Technologie birgt für den öffentlichen Haushalt ein enormes Einsparpotenzial“, sagt Christian Liebaug, Partner bei PwC im Bereich öffentlicher Sektor. Der wachsende LED-Anteil macht sich laut PwC schon jetzt positiv bemerkbar: Verbrauchte ein Lichtpunkt im Jahr 2010 im Schnitt 340 Kilowattstunden, waren es 2014 nur noch 300 Kilowattstunden. Das entspricht Einsparungen von 90 Millionen Euro jährlich. Bei einem vermehrten Einsatz von LED-Leuchten und einem durchschnittlichen Verbrauch von nur noch 240 Kilowattstunden pro Lichtpunkt bundesweit ließen sich jährlich weitere 135 Millionen Euro sparen. Nahezu alle befragten Städte und Gemeinden sehen Einsparungen bei der Beleuchtung ihrer Straßen als wichtig an. Drei Viertel erachten die Kostensenkung als oberstes Ziel, vor der Steigerung der Effizienz und der Erneuerung und Modernisierung. Beim Austausch alter Lampen setzen etwa drei Viertel der Städte und Gemeinden zunehmend auf Leuchtdioden. Die anfängliche Skepsis, ob diese Technik genügend ausgereift ist, hat sich gelegt. Waren Leuchtdioden zunächst nur in Anliegerstraßen und Wohngebieten zu finden, werden sie heute zunehmend entlang von Hauptverkehrsstraßen eingesetzt. Nach wie vor hindern hohe Investitionskosten Kommunen an einem stärkeren LED-Einsatz. Eine weitere Hürde bleibt die Ungewissheit über die langfristige Wirtschaftlichkeit. „Nach unseren Erfahrungen kann sich die Anschaffung von Leuchtdioden bereits in fünf bis acht Jahren amortisieren“, erläutert Gerrit Birkemeyer, PwC-Experte für kommunale Energieversorgung und Straßenbeleuchtung. „Es kommt natürlich jeweils darauf an, in welchem Zustand sich die Anlagen insgesamt befinden, welche zusätzlichen Kosten beispielsweise durch das Erneuern ganzer Lichtpunkte inklusive Mast und Kabel entstehen oder welche Folgekosten im Betrieb anfallen. Deshalb ist es ratsam, im Vorfeld alle Kostenkomponenten zu analysieren und darauf aufbauend eine maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln.“ Unter dem Strich ist die öffentliche Beleuchtung in Deutschland veraltet, meldet PwC. Die Leuchten seien im Durchschnitt seit 20 Jahren in Betrieb und entsprechend wartungsintensiv. Neben dem zu hohen Energieverbrauch verursachen auch die Wartung und die Instandhaltung hohe Kosten. Gut ein Viertel der Gesamtkosten für die öffentliche Beleuchtung entfallen auf die Betriebsführung.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Energieeffizienz

Bonn: Projektstart zu Echtzeit-Energiecontrolling

[20.01.2026] Bonn testet erstmals ein Echtzeit-Energiecontrolling für ausgewählte kommunale Gebäude. Das Pilotprojekt soll Verbrauchsdaten kontinuierlich erfassen, Einsparpotenziale sichtbar machen und die Grundlage für weitere Investitionen liefern. mehr...

BMWSB: Neustart von Förderprogramm

[01.12.2025] Nach einem Jahr Förderpause startet das Programm Energetische Stadtsanierung erneut und unterstützt Kommunen beim klimafreundlichen Umbau ihrer Quartiere. Laut Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen stehen 2025 wieder umfangreiche Mittel für Konzepte und Sanierungsmanagement bereit. mehr...

LENA: Bauherrenmappe feiert Jubiläum

[01.12.2025] Seit zehn Jahren dient die Bauherrenmappe Sachsen-Anhalt als kostenloser Leitfaden für private Bau- und Sanierungsprojekte. Die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt blickt zum Jubiläum auf ein Jahrzehnt kontinuierlicher Aktualisierung und Beratung zurück. mehr...

Trier: Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED

[28.11.2025] Die Stadt Trier hat ihre gesamte Straßenbeleuchtung schneller als geplant auf vernetzte LED-Technik umgestellt und senkt damit deutlich den Energieverbrauch. Das neue System ermöglicht zudem eine zentral gesteuerte, bedarfsgerechte Beleuchtung im gesamten Stadtgebiet. mehr...

Energieatlas Rheinland-Pfalz: Zehnjähriges Jubiläum

[27.11.2025] Der Energieatlas Rheinland-Pfalz feiert sein zehnjähriges Bestehen und erscheint jetzt in einem neuen Design. Das Datenportal gilt als zentrales Werkzeug für die Analyse regionaler Energiewende-Fortschritte. mehr...

beegy: Mit HEMS Eigenversorgung steuern

[05.11.2025] Sinkende Einspeisevergütungen lenken den Fokus privater PV-Anlagen zunehmend auf den Eigenverbrauch. Laut beegy können intelligente Heim-Energiemanagementsysteme die Wirtschaftlichkeit für Prosumer deutlich steigern. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Förderung energieeffizienter Schulgebäude

[28.10.2025] Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union fördern den Bau energieeffizienter Schulgebäude mit rund 43 Millionen Euro aus dem EFRE/JTF-Programm. Das Land will damit moderne Lernorte schaffen und zugleich die Energiekosten der Kommunen senken. mehr...

Konstanz: Entwicklung eines Szenarieneditors

[28.10.2025] In Konstanz entsteht derzeit eine digitale Anwendung, die die Energieplanung auf Quartiersebene erleichtern soll. Im Rahmen des Smart-Green-City-Projekts entwickelt die Universität Konstanz gemeinsam mit Stadt und Stadtwerken einen sogenannten Szenarieneditor, mit dem sich verschiedene Energieversorgungskonzepte simulieren und vergleichen lassen. mehr...

Herten: Umrüstung der Straßenbeleuchtung abgeschlossen

[28.10.2025] Nach rund sechseinhalb Jahren ist die LED-Umrüstung der Hertener Straßenbeleuchtung abgeschlossen. Mehr als 7.000 Laternen im Stadtgebiet leuchten nun energieeffizient und klimafreundlich. mehr...

Neubrandenburger Stadtwerke: Kooperation mit Handwerksunternehmen

[15.10.2025] Die Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) haben eine Energiepartnerschaft mit nb-haustechnik und Buderus geschlossen. Ziel ist es, Hauseigentümern im Raum Neubrandenburg klimafreundliche Komplettlösungen für Wärme, Strom und Mobilität aus einer Hand anzubieten. mehr...

NRW.Energy4Climate: Auszeichnung von vier Bauprojekten

[29.09.2025] Vier Bauprojekte im Rheinland sind von der Landesregierung für ihre besondere Energieeffizienz und Klimafreundlichkeit ausgezeichnet worden. Geehrt wurden eine Wohnsiedlung, zwei Schulen und ein Bürogebäude, die mit innovativen Konzepten zur Wärmewende beitragen. mehr...

Bremen: Neue Zentrale versorgt Quartier CO2-frei

[24.09.2025] Im Bremer Gewerbequartier Spurwerk ist eine neue Energiezentrale offiziell in Betrieb gegangen. Der Energiedienstleister swb hat die Anlage heute vorgestellt. Sie versorgt das Quartier mit Wärme und Kälte – und das ganz ohne Gas oder Öl. mehr...

Dresden/Leipzig: CO₂-Rechner für Kultur mit neuen Funktionen

[27.08.2025] Kultureinrichtungen in Deutschland können ab sofort das E-Tool Kultur in erweiterter Form nutzen. Der CO₂-Rechner ist von der Zertifizierungsstelle GUTcert geprüft und mit neuen Funktionen ausgestattet. mehr...

Würzburg: Energetische Sanierung öffentlicher Gebäude

[21.08.2025] Die Stadt Würzburg lässt ihre öffentlichen Gebäude systematisch energetisch sanieren. Der Fahrplan soll bis 2028 eine klimaneutrale Verwaltung ermöglichen und langfristig Energie- wie auch Kostenersparnisse sichern. mehr...

Hessen: Projekt zu Energiemonitoring erhält Förderung

[05.08.2025] Mit einem neuen Förderprojekt zur intelligenten Steuerung von Straßenlaternen und dem digitalen Energiemanagement kommunaler Gebäude wollen drei osthessische Gemeinden Energie sparen und Emissionen senken. Das Land Hessen unterstützt das Vorhaben mit über 740.000 Euro aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“. mehr...