North Sea SummitKooperationsverträge unterzeichnet

Nordsee-Anrainerstaaten haben Kooperation bei Offshore-Windenergie bekräftigt.
im Bild: Der Offshore-Windpark Kaskasi von RWE
(Bildquelle: RWE)
Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) hat jetzt zum zweiten Mal an einem hochrangigen Treffen zur Stärkung der energiepolitischen Zusammenarbeit im Nordseeraum teilgenommen. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mitteilt, waren auf dem North Sea Summit im belgischen Ostende die Staats- und Regierungschefs sowie die Energieminister von neun Ländern vertreten: Deutschland, Dänemark, die Niederlande, Belgien, Norwegen, Irland, Großbritannien, Frankreich und Luxemburg. Auch Kommissionspräsidentin von der Leyen und die EU-Energiekommissarin Simson waren eingeladen, ebenso wie Unternehmensvertreter aus allen beteiligten Ländern.
Minister Habeck habe auf dem Gipfel eine gemeinsame Erklärung mit den Energieministern sowie der EU-Energiekommissarin zur Stärkung der Kooperation zu Offshore-Windenergie in der Nordsee-Region unterzeichnet. In der Erklärung werde vereinbart, künftig hybride Offshore-Kooperationsprojekte zu entwickeln, um Verbindungen zwischen Offshore-Windparks in verschiedenen Ländern zu schaffen und sie für den internationalen Stromtransport zu nutzen. Durch die Ausweitung des Unterzeichnerkreises solle sich der Nordseeraum als Green Power Plant of Europe weiterentwickeln und Europa mit grünem Strom versorgen.
Robert Habeck erläuterte: „Seit dem Gipfel in Esbjerg im vergangenen Jahr steht die Zusammenarbeit in der Nordsee ganz oben auf der politischen Agenda. So ist es gelungen, weitere fünf Länder in den Gipfelkreis aufzunehmen und die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Hierzu haben wir eine konkrete Vereinbarung zwischen Dänemark, den Niederlanden und Deutschland getroffen, um Offshore-Windparks mit einer Leistung von zehn Gigawatt (GW) gemeinsam voranzubringen. Das alles sind wichtige und zentrale Ansätze, um das große Potenzial grüner Energie gemeinsam zu nutzen.“
Ausbauziele für 2030 und 2050
Angaben des BMWK zufolge haben sich die neun Nordseeanrainer insgesamt Ausbauziele für Offshore-Windenergie von rund 120 GW bis zum Jahr 2030 und 300 GW bis 2050 gesetzt. Gleichzeitig solle die Kooperation bei der künftigen Erzeugung grünen Wasserstoffs aus Offshore-Windenergie und beim Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur in der Region verstärkt werden.
Die Energieminister setzten sich gemeinsam für Strommarktregeln auf EU-Ebene ein, die eine effektive Integration des Windstroms ins Netz ermöglichen, und sprechen sich zudem für eine faire Kosten-Nutzen-Teilung in Kooperationsprojekten zwischen den beteiligten Ländern aus. Auch die Bedeutung von Finanzierungsinstrumenten und die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren auf EU-Ebene werde hervorgehoben.
Um das gemeinsame Projekt zwischen Dänemark, Deutschland und den Niederlanden für einen gemeinsamen Offshore Windpark mit einer Leistung von zehn GW voranzubringen, seien ebenfalls verschiedene Erklärungen unterzeichnet worden. So habe Habeck vor Ort in Ostende eine bilaterale Erklärung mit Dänemark und eine multilaterale Erklärung mit Belgien, Dänemark und den Niederlanden über die künftige Zusammenarbeit in der Nordsee unterzeichnet.
Auch die Übertragungsnetzbetreiber aus Belgien, Dänemark und Deutschland hätten ein Expertenpapier vorgestellt, in dem Vorschläge zum Aufbau eines vermaschten Offshore-Netzes vorgestellt werden.
Ebenfalls unterzeichnet worden sei eine bilaterale Erklärung mit Dänemark zu Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS) zur Zusammenarbeit beider Länder in diesem Bereich. Diese formalisiere die bereits enge Zusammenarbeit beider Länder im Bereich CCUS.
Hier finden Sie die bilaterale Erklärung zwischen Dänermark und Deutschland.
Hier finden Sie die multilaterale Erklärung zwischen Belgien, Dänemark, Deutschland und den Niederlanden.
https://www.bmwk.de
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