BundesnetzagenturLetzter Abschnitt von SuedOstLink genehmigt
Mit dem Planfeststellungsbeschluss vergangene Woche ist die Gleichstromtrasse SuedOstLink jetzt vollständig genehmigt. Wie die Bundesnetzagentur mitteilt, hat sie damit grünes Licht für den letzten noch ausstehenden Abschnitt zwischen Pfreimd und Nittenau in Bayern gegeben. Der rund 55 Kilometer lange Abschnitt verläuft als Erdkabeltrasse unter anderem westlich an Stulln, Schwarzenfeld und Nittenau vorbei. Das genehmigte Teilstück beginnt westlich von Pfreimd im Landkreis Schwandorf und endet westlich von Goppeltshof. Der Bau kann hier nun auch offiziell beginnen, nachdem bereits seit Anfang 2024 mehrere Anträge auf vorzeitigen Baubeginn positiv beschieden wurden. In deren Folge hatten erste unterirdische Verlegungen von Schutzrohren und Querungen unter Straßen bereits stattgefunden.
Der SuedOstLink gilt als eines der zentralen Netzausbauprojekte der Energiewende in Deutschland. Er soll Hochspannungs-Gleichstrom von Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt bis zum Umspannwerk Isar in Bayern transportieren. Die Leitung hat eine Spannung von 525 Kilovolt und eine Übertragungsleistung von zwei Gigawatt – genug für etwa zwei Millionen Haushalte. Für Planung, Bau und Betrieb sind die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und 50Hertz verantwortlich.
Der Abschnitt D1 ist Teil des Vorhabens 5, das sich ab dem Landkreis Börde mit dem parallelen Vorhaben 5a vereint und in südlicher Richtung bis Isar weitergeführt wird. Während Vorhaben 5 nach aktuellen Planungen 2027 in Betrieb gehen soll, ist die Inbetriebnahme des nördlicher startenden Vorhabens 5a für 2030 vorgesehen. Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Bundesnetzagentur über 50 Anträge auf vorzeitigen Baubeginn für verschiedene Abschnitte genehmigt, sodass vielerorts bereits mit Unterbohrungen, Rodungsmaßnahmen und archäologischen Vorarbeiten begonnen wurde.
Die Veröffentlichung des aktuellen Planfeststellungsbeschlusses erfolgt am 18. August 2025 auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur.
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