Freitag, 13. Februar 2026

FachkräftemangelLieber Robert,...

[15.02.2023] In einem offenen Brief an Robert Habeck plädieren die Geschäftsführer mehrerer Energiewende-Unternehmen für ein konzentriertes Vorgehen gegen den Fachkräftemangel.

Die CEOs von LichtBlick, 1KOMMA5°, Thermondo, PowerUs Installion und weiterer Energiewende-Unternehmen haben sich jetzt in einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) gewendet. Wie das Unternehmen Lichtblick mitteilt, schlagen sie darin ein konzentriertes Vorgehen bei der Überwindung des Fachkräftemangels vor. Ausreichend qualifiziertes Personal sei entscheidend, um das enorme Potenzial von Klimaschutz-Technologien zu heben.
„Der Fachkräfte-Mangel ist aktuell eine der größten Herausforderungen für den Klimaschutz. Ohne zehntausende zusätzliche Hände wird Deutschland die Energiewende nicht schaffen“, sagt Constantin Eis, CEO von LichtBlick und Initiator des Briefes. „Mit unserem offenen Brief möchten wir die Initiativen der Regierung für eine Überwindung des Fachkräftemangels unterstützen und unsere Bereitschaft signalisieren, mit allen Beteiligten zügig Lösungen umzusetzen.“
Laut Lichtblick schlagen die Unterzeichner unter anderem vor, dass Bundesregierung, Arbeitsagentur und die Branche im Schulterschluss Schnellqualifizierungen für PV-Installateure auf den Weg bringen, die sich an geringqualifizierte Arbeitnehmende beziehungsweise Arbeitssuchende wenden. Entsprechende Schulungsmaterialien der Industrie lägen vor. Mit dieser Maßnahme könnten in den kommenden zwölf bis 24 Monaten mehrere tausend neue Energiewende-Arbeitskräfte qualifiziert werden – als Ergänzung zum bewährten dualen Ausbildungsweg. Eine abgeschlossene Schnellqualifizierung könnte zudem als Eintrittskarte für die Ausbildung zur Fachkraft dienen.
Die Unterzeichner schlagen weiterhin eine Image-Kampagne für Energiewende-Jobs, attraktive Angebote für Studien- und Schulabbrecher sowie Erleichterungen bei der Zuwanderung von Fachkräften vor.
Ein zentrales Anliegen der beteiligten Unternehmen sei die Etablierung eines neuen Ausbildungsschwerpunkts Energie-Management, in dem die Kompetenzen für Wärme (SHK-Installateur) und Strom (Elektriker) gebündelt werden. Nur so könne die intelligente Kopplung von Strom und Wärme im Eigenheim bei der Installation von PV, Speicher, Wärmepumpe und Energie-Management-System praktisch umgesetzt werden. Die Bundesregierung sollte hier gemeinsam mit Bildungsträgern sowie Handwerk und Industrie ausreichend Ausbildungskapazitäten schaffen.





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