Donnerstag, 5. November 2026

50HertzMehr Investitionen für die Energiewende

[03.03.2022] 50Hertz will seine Investitionen in die Stromnetzinfrastruktur steigern, um die Energiewende zu beschleunigen. Dazu gehören zusätzliche 6.000 MW Anschlussleistung für neue Offshore-Windparks. Insgesamt 5,6 Milliarden Euro sollen von 2022 bis 2026 investiert werden.
50Hertz (hier die Konzernzentrale in Berlin) will massiv in den nächsten fünf Jahren investieren

50Hertz (hier die Konzernzentrale in Berlin) will massiv in den nächsten fünf Jahren investieren, um die Energiewende zu beschleunigen.

(Bildquelle: Frank Urbansky)

Der Stromübertragungsnetzbetreiber 50Hertz steigert seine Investitionen in die für den Erneuerbaren-Energien-Transport notwendige Infrastruktur. Das teilt das Unternehmen mit. Einen Schwerpunkt legt 50Hertz dabei auf die Netzanbindungen großer Offshore-Windparks in Ost- und Nordsee. Hier soll die Anschlussleistung für Windparks auf dem Meer von heute rund einem Gigawatt auf bis zu sieben Gigawatt im Jahr 2030 erhöht werden. Damit können das Unternehmen und seine Mitarbeitenden einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele, zum Erhalt der Versorgungssicherheit und zur Stärkung der Energiesouveränität leisten. „Die von der Bundesregierung jetzt auf den Weg gebrachten Gesetze zum beschleunigten Ausbau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen sind wichtig. Auch um die Abhängigkeit von importierten Energieträgern mittel- und langfristig zu reduzieren“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz. „Die Politik darf aber nicht vergessen, dass die Energie aus Wind- und Photovoltaikanlagen auch zu den Verbrauchszentren transportiert werden muss. In den gesetzgeberischen Aktivitäten müssen sich deshalb auch Maßnahmen finden, die den dringend notwendigen Netzausbau beschleunigen.“
50Hertz selbst will in den kommenden fünf Jahren (2022 bis 2026) bis zu 5,6 Milliarden Euro in Strom-Freileitungen, Land- und Seekabel sowie Umspannwerke investieren. Das ist fast doppelt so viel wie in den vergangenen fünf Jahren (2017 bis 2021). Treiber der Entwicklung ist neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien auch ein prognostizierter, stark steigender Strombedarf im eigenen Netzgebiet. Dieser entsteht, weil immer mehr bestehende Industrien ihre Prozesse dekarbonisieren und sich neue, energieintensive Unternehmen – aufgrund des im 50Hertz-Gebiets bestehenden hohen Erneuerbaren-Anteils am Stromverbrauch – ansiedeln werden. Auch die zunehmende Elektrifizierung des Verkehrs- und Wärmesektors wird zu einem höheren Stromverbrauch führen. Rückblickend war das Jahr 2021 für 50Hertz erfolgreich: Das Unternehmen kann ein Jahresergebnis von 165 Millionen Euro vorweisen. Auch die für den zusätzlichen Netzum- und -ausbau erforderlichen Investitionen plant das Unternehmen weiterhin überwiegend über die Kapitalmärkte zu finanzieren – so ist noch in 2022 die Ausgabe eines weiteren Green Bonds geplant. Dennoch sind auch in der jetzigen Situation angemessenere regulatorische Bedingungen erforderlich.





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