BNetzAMindestfaktoren für Redispatch 2.0
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 2. Dezember 2020 weitere Regelungen für die Umsetzung des Redispatch 2.0 festgelegt. „Die Mindestfaktoren stellen sicher, dass der Einspeisevorrang von Strom aus erneuerbaren Energien und aus Kraft-Wärme-Kopplung praxistauglich umgesetzt werden kann“, erläutert BNetzA-Präsident Jochen Homann. Die Bundesnetzagentur liefere mit der Festlegung einen weiteren Baustein für einen erfolgreichen Start des neuen Redispatch-Systems 2.0 im Herbst 2021. Strom aus erneuerbaren Energien und die wärmegekoppelte Stromerzeugung aus hocheffizienten KWK-Anlagen haben nach den deutschen und europäischen Vorgaben Vorfahrt, wenn es eng wird im Netz. Die EE-Anlagen sollen bei einem Netzengpass grundsätzlich ungehindert Strom erzeugen können, solange die Netzbetreiber das Problem durch die Reduzierung konventioneller Erzeugung oder von KWK-Strom beheben können. Das gleiche gilt grundsätzlich zugunsten von KWK-Strom gegenüber sonstiger konventioneller Erzeugung ohne Wärmekopplung.
Ab dem 1. Oktober 2021 wird das Einspeise-Management, das bisher die Reduzierung von EE- und KWK-Strom eigenständig regelt, in das neue System des Redispatch 2.0 integriert. Dieses umfasst dann die Anpassung konventioneller Erzeugung und bezieht zugleich die Kapazitäten der EE- und KWK-Stromerzeugung mit ein. Ziel ist eine netzübergreifend optimierte Auswahlentscheidung nach der Wirksamkeit der Anlagen zur Engpassentlastung und den Kosten, die dabei zulasten der Stromkunden anfallen. Damit EE- und KWK-Strom-Kapazitäten je nach ihrer Wirksamkeit berücksichtigt werden können und ihr Einspeisevorrang grundsätzlich gewahrt bleibt, bedarf es der Vorgabe von Mindestfaktoren. Die von der Bundesnetzagentur festgelegten Mindestfaktoren geben vor, um wie viel besser die Abregelung von vorrangberechtigtem EE- und KWK-Strom gegenüber der Abregelung von konventioneller Erzeugung in der Regel wirken muss, um in die Fahrweise dieser vorrangberechtigten Erzeugung eingreifen zu dürfen. Für die Anwendung der Mindestfaktoren sind geeignete „kalkulatorische Preise“ für die Abregelung von EE- und KWK-Strom zu bestimmen, die die Netzbetreiber im Rahmen der optimierten Auswahlentscheidung ansetzen. Mit der Festlegung verpflichtet die Bundesnetzagentur die Übertragungsnetzbetreiber zu einer jährlichen Bestimmung und Veröffentlichung dieser Preise.
Ultranet: TransnetBW schließt Leitungsbau für ab
[23.10.2026] Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW hat den Leitungsbau für die Gleichstromverbindung Ultranet zwischen Mannheim-Wallstadt und Philippsburg abgeschlossen. Der erste Stromfluss ist für Ende 2026 vorgesehen. mehr...
Kisters: Neue Softwaregeneration für Messstellenbetreiber
[23.10.2026] Auf den metering days 2026 stellt Kisters neue webbasierte Anwendungen für das Messdatenmanagement und die Zählerfernauslesung vor. Weitere Schwerpunkte sind die Steuerung nach § 14a EnWG und die Integration intelligenter RLM-Messsysteme. mehr...
Baden-Württemberg: Task Force soll Netzausbau beschleunigen
[22.10.2026] Baden-Württemberg will den Ausbau der Stromverteilnetze deutlich beschleunigen. Eine neue Task Force soll Netzengpässe beseitigen, Anschlussverfahren verkürzen und die Infrastruktur für die Energiewende stärken. mehr...
Bundesnetzagentur: Netzengpässe verursachen höhere Kosten
[15.10.2026] Das Volumen der Maßnahmen gegen Netzengpässe ist im zweiten Quartal 2026 um rund zehn Prozent gesunken. Dennoch stiegen die Kosten auf 673 Millionen Euro, vor allem wegen höherer Vorhaltekosten für Reservekraftwerke. mehr...
Hager: Neue Lösungen für intelligente Netze
[12.10.2026] Hager erweitert sein Portfolio für die Energiewende. Im Mittelpunkt stehen netzdienlich steuerbare Lade-Infrastruktur, bidirektionales Laden und eine vereinfachte Spannungsversorgung intelligenter Messsysteme. Die neuen Lösungen reagieren unter anderem auf regulatorische Anforderungen an Elektromobilität und Smart-Meter-Infrastruktur. mehr...
Netzentgelte: Zahlen für das kommende Jahr veröffentlicht
[05.10.2026] Die vorläufigen Übertragungsnetzentgelte für 2027 liegen bei durchschnittlich 3,54 Cent je Kilowattstunde und damit über dem Wert von 2026. Ohne den vorgesehenen Bundeszuschuss von 5,525 Milliarden Euro würden sie nach Angaben der Netzbetreiber auf 6,52 Cent steigen. mehr...
SüdLink: Umplanung erforderlich
[01.10.2026] Beim Bau der Stromtrasse SüdLink sind im Raum Heilbronn in Baden-Württemberg Umplanungen erforderlich. Wegen neuer geologischer Erkenntnisse kann ein bereits gebauter Schacht bei Bad Friedrichshall-Kochendorf nicht wie vorgesehen genutzt werden. mehr...
Westnetz: Reaktion auf Kritik am Smart-Meter-Roll-out
[23.09.2026] Westnetz reagiert auf die Kritik der Smart-Meter-Initiative an Problemen beim Smart-Meter-Roll-out. Der Netzbetreiber räumt Einschränkungen bei der Marktkommunikation ein und will offene Vorgänge mit zusätzlichen Ressourcen und spezialisierten Teams schneller abbauen. mehr...
Smight: Kritische Netzsituationen erkennen
[15.09.2026] Der Anbieter Smight hat mit SMIGHT NeMS ein neues Netzmanagementsystem für die Niederspannung vorgestellt. Die Plattform soll Messdaten, Steuerung und Prognosen zusammenführen und Verteilnetzbetreiber bei der Umsetzung regulatorischer Vorgaben unterstützen. mehr...
Regensburg: Netzbetreiber modernisiert Schaltanlage
[11.09.2026] Regensburg Netz hat eine Mittelspannungsschaltanlage im Norden der Stadt umfassend modernisiert. Die neue Anlage kommt ohne das Isoliergas Schwefelhexafluorid aus und soll die Betriebssicherheit erhöhen. Zum Einsatz kommt Clean-Air-Technologie von Schneider Electric. mehr...
Konstanz: Erneuerung von Hochspannungsleitung
[08.09.2026] Die Stadtwerke Konstanz haben eine grenzüberschreitende 110-Kilovolt-Leitung aus der Schweiz erneuert. Das Projekt ist Teil eines umfassenden Netzausbaus, mit dem sich der Versorger auf einen bis zu dreimal höheren Leistungsbedarf vorbereitet. In den kommenden Jahren sollen dafür mehr als 150 Millionen Euro investiert werden. mehr...
Netzplanung: Strom, Gas und Wasserstoff rücken enger zusammen
[08.09.2026] Die Bundesnetzagentur hat die Entwürfe für die neuen Szenariorahmen Strom sowie Gas und Wasserstoff zur Konsultation gestellt. Sie zeigen mögliche Entwicklungen von Energieerzeugung und -verbrauch bis 2040 und 2045 und bilden damit die Grundlage für die weitere Netzplanung. mehr...
Mitnetz Strom: Pilotprojekt zur Auswertung historischer Netzdaten
[04.09.2026] Künstliche Intelligenz soll bei mehreren Verteilnetzbetreibern historische Netzdaten zu Niederspannungskabeln besser nutzbar machen. Das Pilotprojekt Cable Age prüft, wie sich daraus belastbare Informationen für Datenmanagement, Netzplanung und Asset Management gewinnen lassen. mehr...
Umfrage: Probleme beim Roll-out von Smart Metern
[31.08.2026] Eine Befragung des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt weiter Schwierigkeiten beim Ausbau intelligenter Messsysteme. 91 Prozent der befragten Messstellenbetreiber berichten von Problemen. mehr...
Smart Grid: Kostengünstigster Weg zum Netzzustand
[31.08.2026] Eine Studie von Smight und der Horizonte-Group zeigt: Der Einsatz von Stationsmesstechnik ist in den meisten Fällen der wirtschaftlichste Weg zur Netzzustandsermittlung. Die Kostenunterschiede zu anderen Ansätzen sind dabei teilweise erheblich. mehr...












