BochumNährboden für die Energiewende

NRW-Umweltminister Johannes Remmel bei der Besichtigung des Bochumer Energieeffizienzzentrums
(Bildquelle: www.energieagentur.nrw.de)
In Technologiezentren wird derzeit viel Hoffnung gelegt. Kleinere und mittlere Unternehmen profitieren vom gegenseitigen Austausch und Kontakt zu Hochschulen und Verbänden. Gleichzeitig können sie kostengünstig auf Werkstätten, Labors oder Konferenzräume zugreifen. In Bochum sorgt das Energieeffizienzzentrum (EEZ) dafür, dass sich Unternehmen und Existenzgründer aus den Bereichen energieeffizientes Bauen, Wohnen und Sanieren, energieeffiziente und ressourcenschonende Produktion sowie Mobilität unter einem Dach versammeln können. „Die räumliche Nähe von Forschung und Entwicklung einerseits und Produktion anderseits ist längst ein wesentliches Kriterium für die Güte eines Standorts“, erklärt Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW. „Die Verdichtung von Know-how, die Konzentration von Kompetenzen an einem Fleck führt erfahrungsgemäß zur Optimierung des Austauschs und Informationsflusses – und damit zu einer qualitativen und quantitativen Erhöhung des Outputs.“ Davon profitiere die Stadt Bochum und letztlich die gesamte Region.
Innovatives Milieu
Das Energieeffizienzzentrum ist angesiedelt auf einer ehemaligen Gewerbefläche. In unmittelbarer Nähe befindet sich der neue Gewerbepark Gerthe Süd. Insgesamt stehen so rund 115.000 Quadratmeter an Gewerbeflächen zur Verfügung. Die Entwicklung dieser Flächen wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. „Als Land stehen wir in der Verantwortung, kreativen Kräften günstige Voraussetzungen für ihre Arbeit zu schaffen, indem wir die nötige Infrastruktur bereitstellen“, sagt Nordrhein-Westfalens Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen). „Wenn es uns dann gelingt, an einem attraktiven Standort gleich mehrere Unternehmen oder Einrichtungen aus dem Bereich der Effizienztechnologie zu versammeln, dann haben wir günstige Bedingungen für das Entstehen eines innovativen Milieus geschaffen.“ Laut der EnergieAgentur.NRW informieren bereits heute fünf Themeninseln im EEZ über Projekte oder Technologien zur effizienten, klimaschonenden Energienutzung. „Erneuerbare Energien, nachhaltige Energieversorgung und Klimaschutz sind für eine Stadt, die noch immer durch Schwerindustrie und Strukturwandel geprägt ist, keine Fremdworte“, sagt Ottilie Scholz (SPD), Bochums Oberbürgermeisterin. „Wir sind stolz darauf, dass Bochum bereits mehrfach mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet wurde.“ Auch mit dem Internationalen Geothermiezentrum finde Bochum weltweit Beachtung.
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