50HertzNeue Leitung auf alter Trasse

Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz hat die neue Freileitung zwischen Bärwalde und Schmölln in Betrieb genommen.
(Bildquelle: www.50hertz.com)
Der Bau der 380-kV-Höchstspannungsleitung von der sächsischen Gemeinde Bärwalde nach Schmölln in Thüringen ist fertiggestellt. Am vergangenen Montag (24. November 2014) nahmen Boris Schucht, Vorsitzender der Geschäftsführung von Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, und Thomas Schmidt (CDU), sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, die Leitung offiziell in Betrieb. Der Bau der 46 Kilometer langen Leitung stellte laut 50Hertz eine technische Herausforderung dar: Erstmals hat das Unternehmen eine gesamte Leitung zwischen zwei Umspannwerken erneuert und verstärkt, ohne die bestehende Verbindung während der Bauarbeiten dauerhaft zu unterbrechen. „Wir sind stolz, eine derart anspruchsvolle bauliche Ausführung gemeistert zu haben, mit der 50Hertz einen technischen Meilenstein setzt“, sagte Schucht. „Nur zehn Meter neben der alten Leitung steht jetzt die neue, das ist einzigartig und liefert uns wichtige Erkenntnisse für künftige Projekte.“ Der Erweiterungsneubau bietet laut 50Hertz zahlreiche Vorteile gegenüber der bisherigen Leitung: Mit einer 40 Prozent höheren Stromübertragung sorge er dafür, dass die Systemsicherheit in der Region gewahrt bleibe. Zudem leiste der Erweiterungsneubau einen Beitrag zum Naturschutz, weil keine neue Trasse benötigt wurde und 50Hertz den gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nachkam. Unter anderem wurden insgesamt 45 Nisthilfen für Dohlen, Baum- und Turmfalken und knapp 2.500 Vogelschutzarmaturen angebracht. Zudem wurden im Bereich der Leitung Laub- und Obstbäume gepflanzt.
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