DortmundNeuer Solarpark in Bürgerhand

NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) sieht in dem Solarpark Dortmund-Grevel einen Beleg für die Wirtschaftlichkeit der Sonnenkraft.
(Bildquelle: EnergieAgentur.NRW GmbH)
Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW), hat jetzt gemeinsam mit einer Delegation der EnergieAgentur.NRW einen Solarpark in Dortmund-Grevel eröffnet. Remmel bezeichnete den Solarpark als Beleg dafür, dass ein Strukturwandel im Ruhrgebiet vom Kohle- zum Solarzeitalter gelingen kann. Er zeige außerdem, dass trotz widriger bundesrechtlicher Rahmenbedingungen Solarenergie bei optimaler Planung auch aktuell noch wirtschaftlich betrieben werden kann. Der Solarpark befindet sich auf einer ehemaligen Hausmülldeponie der Stadt Dortmund. Ludger Wilde, Planungsdezernent der Stadt Dortmund, erläutert: „Da das Gelände der Deponie als sonstige bauliche Anlage gilt, musste es vor der Umsetzung des Projekts nicht in die Freiflächenausschreibung.“ Die Anlage aus 14.592 Solar-Modulen hat eine Leistung von 2,4 Megawatt Peak (MWpeak). Die Gesamtinvestitionen beliefen sich auf 2,4 Millionen Euro. Die Energiegenossenschaft UNsere Energiegenossenschaft aus Unna wird sich zu 50 Prozent an der Betreibergesellschaft beteiligen. Weitere 25 Prozent hält eine Bürgerbeteiligungsgesellschaft, die ihren Ursprung in dem gemeinnützigen Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg hat. Der Projektierer ENTEGRO Photovoltaik-Systeme aus Fröndberg/Ruhr ist ebenfalls mit 25 Prozent beteiligt. Wie die EnergieAgentur.NRW mitteilt, betreiben derzeit rund 100 Bürgerenergiegesellschaften Erneuerbare-Energien-Anlagen in NRW, wobei gerade die Photovoltaik (PV) nach den jüngsten Novellierungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) deutlich an wirtschaftlicher Attraktivität eingebüßt habe. Laut ENTEGRO-Geschäftsführer Thomas Röttger stellte die Deponie bautechnisch eine große Herausforderung dar. So durften die Fundamente nicht tiefer als einen Meter gesetzt werden. Bei normalen Anlagen werden diese eineinhalb bis zwei Meter tief in den Boden getrieben. Röttger: „Wir haben das Problem gelöst, indem wir die Spannbreiten geringer gehalten haben.“ Insgesamt wurden 2.500 Pfosten nicht wie sonst üblich in den Untergrund geschraubt, sondern gerammt. Die gesamte Anlage sei nicht einfach zu kalkulieren gewesen. Lösungen von der Stange hätten hier nicht weitergeholfen. Die Genossenschaftsanteile der Energiegenossenschaft aus Unna können ab einem Betrag von 500 Euro über das Internet gezeichnet werden. Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, sagt: „Das Projekt hier in Dortmund ist Beispiel für die technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von PV-Anlagen einerseits, und der Anpassungsfähigkeit der Bürgerenergiegesellschaften anderseits.“
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