metergridNeuer Tarif für Mieterstromprojekte

Der neue Mieterstromtarif von metergrid ist ein strategischer Schritt für die Energiewende in Städten.
(Bildquelle: 123rf.com)
Die Unternehmen metergrid und Rabot Energy bringen ein neues Stromangebot auf den Markt. Ab Juli sollen Mieterinnen und Mieter in Mehrfamilienhäusern damit einfacher mit nachhaltigem Strom versorgt werden. Das Angebot richtet sich an Projekte, bei denen Solarstrom auf dem Dach erzeugt wird – kombiniert mit zertifiziertem Ökostrom aus dem Netz.
Wie metergrid mitteilte, sei die Umstellung auf einen passenden Stromtarif bisher mit hohem Aufwand verbunden gewesen. Vertragsabschlüsse, Netzbetreiber-Absprachen und die Kündigung alter Verträge hätten viele Projekte ausgebremst. Diese Hürden sollen künftig entfallen. Der neue Tarif lasse sich laut Unternehmen automatisiert abschließen – auch schon vor dem Bau der technischen Infrastruktur. „Mit unserem neuen Stromangebot gehen wir genau auf drei Hebel ein: ein günstiger Ökostromtarif, der wirtschaftlich überzeugt; vollständig automatisierte Wechselprozesse, die Zeit und Nerven sparen; und flexible Tarifoptionen, mit denen sich jedes Risiko steuern lässt“, sagte Johannes Mewes, Mitgründer von metergrid.
Aktuell betreut metergrid nach eigenen Angaben über 1.500 Projekte mit rund 37.500 Bewohnerinnen und Bewohnern. Diese sollen künftig schrittweise über die Plattform mit dem neuen Tarif versorgt werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich durch das Modell jährlich rund 13.500 Tonnen Kohlendioxid einsparen lassen – etwa 5.500 Tonnen durch den lokal erzeugten Solarstrom, weitere 8.000 Tonnen durch den Ökostrom von Rabot Energy.
Auch wirtschaftlich soll sich das neue Angebot lohnen. Mieterinnen und Mieter zahlten im Schnitt 15 Prozent weniger für Strom, Vermieter hätten eine durchschnittliche Rendite von 10 Prozent, so metergrid. Laut Jan Rabe, Geschäftsführer von Rabot Energy, bringe die gemeinsame Lösung „die Vorteile des dynamischen Strommarkts direkt zu den Menschen in den Städten“.
Der neue Tarif soll ein strategischer Schritt für die Energiewende in Städten sein. Mit rund 3,2 Millionen Mehrparteienhäusern in Deutschland sei der Markt groß, teilte metergrid mit. Das Unternehmen will sein Projektvolumen nach eigenen Angaben in diesem Jahr um mehr als 300 Prozent steigern.
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