Samstag, 26. September 2026

Klimaschutz-IndexPositive Signale für Energiewende

[09.12.2015] Der Klimaschutz-Index der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch liegt vor. Die Autoren konnten erstmals einen weltweit beginnenden Umbau der Energiesysteme, eine sinkende Energieintensität in der Weltwirtschaft und einen globalen Rückgang der Kohlenutzung beobachten. Deutschland schnitt auf Rang 22 nur mäßig ab.

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat jetzt den aktuellen Klimaschutz-Index vorgestellt. Wie Germanwatch mitteilt, zeigt dieser erstmals Signale für eine bevorstehende Wende beim weltweiten Klimaschutz. Jan Burck, Hauptautor des Index bei Germanwatch, sagte: „Weltweit sehen wir in wichtigen Sektoren starke Anzeichen für einen beginnenden Umbau der Energiesysteme.“ Auch die Energieintensität der Weltwirtschaft sinke, die Kohlenutzung sei in diesem Jahr wahrscheinlich um zwei bis vier Prozent zurückgegangen. In den Jahren 2013 und 2014 sollen weltweit mehr Kapazitäten im Erneuerbare-Energien-Bereich installiert worden sein, als in den fossilen und nuklearen Energiesektoren zusammen. Und auch die energiebedingten Emissionen hätten trotz wachsender Weltwirtschaft im Jahr 2014 scheinbar stagniert. Der Index vergleicht die Klimaschutz-Leistungen von 58 Staaten, die zusammen für mehr als 90 Prozent der energiebedingten Emissionen verantwortlich sind. Dänemark, Großbritannien und Schweden führen den aktuellen Klimaschutz-Index auf den Plätzen vier bis sechs mit dem Gesamturteil gut an. Da noch kein Land weltweit genug unternehme, um einen Klimawandel zu verhindern, seien die ersten drei Plätze erneut unbesetzt geblieben. Dänemark führe den Index zum fünften Mal in Folge an. Grund seien vorbildliche Programme bei der Förderung der Energieeffizienz und der Erneuerbaren. Frankreich rückte um sechs Plätze auf Platz 8 auf und erhielt ebenfalls die Bewertung gut. Als Grund nannte die Umweltorganisation die niedrigsten Pro-Kopf-Emissionen in der G7 und einen sinkenden Emissionstrend. Deutschland habe hingegen seine schlechteste Platzierung im vergangenen Jahr nur leicht verbessern können und landete mit dem Gesamturteil mäßig auf Rang 22. Hauptfaktoren seien die boomende Braunkohle im Jahr 2013 bei einer gleichzeitig verbesserten Politikbewertung gewesen. Hier seien vor allem die Anstrengungen im Vorfeld des Klimagipfels gewürdigt worden. Schwache Noten habe es hingegen für die Umsetzung der deutschen Klimaziele im Inland gegeben. Die größten Emittenten China und Japan konnten sich aufgrund massiver Investitionen in erneuerbare Energien verbessern und belegten Rang 47 beziehungsweise Rang 34. In den USA sei außerdem die Abkehr von der Kohle gewürdigt worden. Die letzten Ränge belegten Australien, Japan, Südkorea und Kanada.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Mecklenburg-Vorpommern: Kom.EMS steht kostenfrei zur Verfügung

[25.09.2026] Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern können das Energiemanagement-System Kom.EMS ab sofort kostenfrei nutzen. Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Städte, Gemeinden und Landkreise bei der Einführung und Anwendung. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Treibhausgasemissionen sinken um vier Prozent

[18.09.2026] Die Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen sind 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent zurückgegangen. Nach vorläufigen Zahlen wurden 171,5 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente ausgestoßen. Seit 1990 haben sich die Emissionen damit mehr als halbiert. mehr...

European Energy Award: Fünf NRW-Kommunen für Klimaschutz ausgezeichnet

[16.09.2026] Dülmen, Minden, Wuppertal, Greven und Warendorf sind mit dem European Energy Award ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurden unter anderem Projekte in den Bereichen Wärmeversorgung, Photovoltaik, Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität. mehr...

Leipzig: Flächenkonzept für erneuerbare Energien vorgelegt

[08.09.2026] Leipzig hat ein Flächenkonzept für erneuerbare Energien erarbeitet. Rund zwei Prozent des Stadtgebiets kommen demnach potenziell für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen infrage. Eine wichtige Rolle sollen Photovoltaikanlagen auf Dächern spielen. mehr...

Stadtwerke Osnabrück: Nachhaltigkeitsbericht erstellt

[07.09.2026] Die Stadtwerke Osnabrück haben ihren ersten konzernweiten Nachhaltigkeitsbericht nach CSRD-Logik digital erstellt. Eine PowerApp und ein Power-BI-Dashboard bündeln dafür Nachhaltigkeits- und Emissionsdaten und sollen die Transformation steuerbar machen. mehr...

bericht

Nachhaltige Wirtschaftsflächen: Vom Standort zur passenden Strategie

[02.09.2026] Eine Typologie mit sechs Kategorien zeigt, welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu Gewerbe- und Industriegebieten passen. Die Systematik soll Kommunen helfen, Flächennutzung, Klimaanpassung, Energie und Mobilität schon früh standortgerecht zu planen. mehr...

Braunschweig: Projekt als Klima-Leuchtturm ausgezeichnet

[31.08.2026] Braunschweig erhält für das Beteiligungsprojekt COABS erneut den Preis „Klima-Leuchtturm“. Das Projekt entwickelte mit Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft konkrete Bausteine für die kommunale Klimaanpassung. mehr...

Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: Elf Kommunen erhalten Auszeichnung

[27.08.2026] Elf Kommunen sind beim Wettbewerb „Klima kommunal“ 2026 für Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung ausgezeichnet worden. Darunter finden sich auch Vorhaben mit Bezug zu Energieversorgung, Wärme und kommunalen Liegenschaften. mehr...

Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stuttgarter Rathauses mit Blick über die Innenstadt. Am Horizont ist der Stuttgarter Fernsehturm erkennbar.
bericht

Stuttgart: Klimaziele nicht erreichbar

[17.08.2026] Stuttgart hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 deutlich reduziert. Für das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden, reicht das bisherige Tempo jedoch nicht aus. Das geht aus dem neuen Bericht zur Gesamtstädtischen Klimastrategie hervor. Besonders kritisch bewertet die Stadt die Entwicklung im Wärmesektor. mehr...

Energie-Kommune: Tangerhütte setzt auf Erneuerbaren-Mix

[11.08.2026] In Tangerhütte sind bereits Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Leistung von rund 261 Megawatt installiert. Es sind weitere Wind- und Solarprojekte geplant. Zugleich arbeitet die Stadt an einer nachhaltigen Wärmeversorgung und setzt auf einen großen neuen Batteriespeicher. mehr...

Nürnberg: Maßnahmen zur Klimaneutralität bis 2035 vorgestellt

[05.08.2026] Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg baut ihre Eigenenergieerzeugung und Energieeffizienz aus, um bis 2035 klimaneutral zu werden. Ein Sachstandsbericht zeigt, welche technischen Maßnahmen bereits wirken und welche Projekte als Nächstes folgen. mehr...

Westmittelfranken: Vier Kreise legen Energienutzungspläne vor

[03.08.2026] Vier Landkreise in Westmittelfranken haben digitale Energienutzungspläne bis 2040 vorgestellt. Die Analysen zeigen, warum für die Energiewende künftig nicht mehr Jahresbilanzen, sondern das zeitliche Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Netzen und Speichern entscheidend ist. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Klima-Impulse aus dem Süden

[23.07.2026] Vier Kommunen in Baden-Württemberg haben sich auf den Weg gemacht, Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen – fünf Jahre früher als vorgeschrieben. Sie verfolgen bewusst unterschiedliche Schwerpunkte. Viele Ansätze lassen sich auf andere Kommunen übertragen. mehr...

Tübingen: Stadt will Klimaschutzprogramm fortsetzen

[23.07.2026] Tübingen hat sein Klimaschutzprogramm bis 2030 fortgeschrieben und den Ausbau der Wärme- und Energie-Infrastruktur bekräftigt. Der Gemeinderat hält trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Ziel der Klimaneutralität fest und setzt dabei auf umfangreiche Investitionen von Stadt und Stadtwerken. mehr...

Görlitz: 2030 grenzüberschreitend klimaneutral

[13.07.2026] Görlitz will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Daraus ist ein langfristiger Umbau der Energieversorgung, der Stadtentwicklung und der Zusammenarbeit entstanden. Die Stadt arbeitet mit Partnern aus Deutschland und Polen zusammen. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als „Energie-Kommune des Monats Juli 2026” ausgezeichnet. mehr...