Mittwoch, 4. November 2026

ThügaRegionale Daseinsvorsorge sichern

[17.06.2026] Die Stadtwerke-Kooperation Thüga hat ihr Beteiligungsergebnis im Geschäftsjahr 2025 deutlich gesteigert. Nach Angaben des Unternehmens sollen gemeinsame Plattformen und regionale Kooperationen die Investitions- und Wettbewerbsfähigkeit der kommunalen Energieversorger stärken.

Thüga-Vorstand: Unternehmen der Gruppe investierten fast vier Milliarden Euro in die kommunale Energieversorgung.

v.l.: Constantin H. Alsheimer, Anne Rethmann, Matthias Cord

(Bildquelle: Thüga Aktiengesellschaft/@astridobert.com)

Thüga hat im Geschäftsjahr 2025 ein Beteiligungsergebnis von 422,2 Millionen Euro erzielt. Das teilte das Unternehmen bei der Vorstellung seiner Jahreszahlen mit. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 53,2 Millionen Euro. Als Gründe nennt die Thüga höhere Ausschüttungen und Ergebnisabführungen einzelner Beteiligungsgesellschaften. Nach Angaben des Unternehmens gehören mehr als 100 kommunale Energie- und Wasserversorger zum Netzwerk der Thüga-Gruppe. Im Rahmen des Zukunftsprogramms „Horizonte+2030“ habe die Gruppe ihre strategische Weiterentwicklung fortgesetzt.

Hohe Investitionen

„Die Energiewende geschieht vor Ort – und unsere Partnerunternehmen setzen sie Tag für Tag um“, sagte Vorstandsvorsitzender Constantin H. Alsheimer. Die Unternehmen bauten Netze aus, investierten in erneuerbare Energien, trieben die Wärmewende voran und sicherten die Versorgung mit Energie und Wasser. Im Jahr 2025 investierten die Unternehmen der Thüga-Gruppe nach Unternehmensangaben insgesamt 3,9 Milliarden Euro in die kommunale Energieversorgung. Um regionale Kooperationsprojekte voranzubringen, habe Thüga zudem vier Regionalleiter eingesetzt. Diese sollen den Austausch zwischen den Beteiligungsunternehmen stärken und gemeinsame Vorhaben unterstützen.

Gemeinsame Plattformen

Auch gemeinsame Plattformen gewinnen laut Thüga an Bedeutung. Die Thüga-Abrechnungsplattform (TAP) soll künftig 33 Unternehmen eine automatisierte und standardisierte Abrechnung ermöglichen. Zudem arbeite das Unternehmen an einer weiteren Kooperationsplattform für den Vertrieb. Ein weiteres Beispiel für die Zusammenarbeit sei Regioladen+. Die Gesellschaft wurde vor gut einem Jahr gegründet. Nach Angaben von Thüga bündeln inzwischen 18 kommunale Energieversorger dort rund 1.000 Ladepunkte. Bei einer Ausschreibung für Schwerlast-Lade-Infrastruktur in Baden-Württemberg habe sich Regioladen+ für 14 Standorte durchgesetzt.

Neue Finanzierungsangebote

Mit Blick auf die Finanzierung der Energiewende und die Dekarbonisierung von Strom, Wärme und Verkehr entwickelt Thüga nach eigenen Angaben neue Finanzierungsangebote für ihre Partnerunternehmen. Dazu zählen Working-Capital-Lösungen, Bürgerbeteiligungsmodelle sowie sogenannte Off-Balance-Finanzierungen, bei denen private Investorinnen und Investoren eingebunden werden können. Zudem arbeite das Unternehmen an einer Plattform zur Bündelung geeigneter Projekte.

Thüga-Vorstandschef Alsheimer erklärte, die Partnerunternehmen versorgten rund neun Millionen Menschen in Deutschland mit Energie und Wasser. Zugleich würden sie die Transformation der Energieversorgung mitgestalten. „Unser Anspruch bleibt klar: Wir wollen regionale Daseinsvorsorge langfristig sichern, kommunale Unternehmen stark machen und mit der gebündelten Kraft der Gruppe den Wandel gestalten.“





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