BSW-SolarSolarstrom spart Milliarden

Solaranlagen senken die Abhängigkeit von Energieimporten.
(Bildquelle: BSW Solar)
Rund sechs Millionen Solarstromanlagen in Deutschland haben in den vergangenen sechs Jahren einen volkswirtschaftlichen Nutzen in dreistelliger Milliardenhöhe erbracht. Das teilt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) im Vorfeld der Messe Intersolar (23. bis 25. Juni 2026 in München) mit. Demnach wurden zwischen 2020 und 2025 fossile Energieimporte im Wert von rund 20 Milliarden Euro ersetzt und Klimaschadenskosten von bis zu 250 Milliarden Euro vermieden.
Bedarf an fossilen Brennstoffimporten gesunken
Nach Angaben des Verbandes erzeugten die Solaranlagen in diesem Zeitraum knapp 390 Milliarden Kilowattstunden Strom. Diese Strommenge habe vor allem Erdgas- und Steinkohlekraftwerke verdrängt. Dadurch seien sowohl der Bedarf an fossilen Brennstoffimporten als auch die damit verbundenen Treibhausgasemissionen gesunken.
Das Umweltbundesamt beziffert die durch Solarstrom vermiedenen Treibhausgasemissionen in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren auf rund 500 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente netto. Mehr als die Hälfte davon entfiel nach diesen Angaben auf die Jahre 2020 bis 2025. In diesem Zeitraum seien rund 270 Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden worden. Auf Grundlage von Schätzungen des Umweltbundesamtes entspreche dies vermiedenen Klimaschadenskosten von bis zu 250 Milliarden Euro, wenn heutige und künftige Generationen gleichwertig berücksichtigt werden. Zusätzlich seien Energieimporte vermieden worden. Deren Wert summiere sich nach Schätzungen des BSW-Solar allein in den vergangenen sechs Jahren auf mehr als 20 Milliarden Euro.
Solarstrom nützt dem Wirtschaftsstandort Deutschland
„Solarstrom schützt nicht nur das Klima, sondern auch den Wirtschaftsstandort Deutschland. Jede neue Solaranlage senkt unsere Abhängigkeit von Energieimporten und macht Strompreise widerstandsfähiger gegen geopolitische Krisen“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Auch nach Einschätzung von Leonhard Gandhi, Leiter der Energy-Charts beim Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), wirkt sich der Ausbau der Photovoltaik auf die Energieversorgung aus. „Der starke Zubau insbesondere der Photovoltaik seit 2022 trägt entscheidend dazu bei, dass die Auswirkungen der Erdgaspreise auf den Börsenstrompreis dieses Mal deutlich geringer ausfallen. Noch ist der Ausbau der erneuerbaren Energien aber insgesamt nicht ausreichend, um deutlich unabhängiger von geopolitischen Schocks sein zu können“, erklärt Gandhi.
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