Freitag, 9. Januar 2026

HEAGStabil durch die Krise

[27.07.2023] Der jetzt veröffentlichte Geschäftsbericht der HEAG und des HEAG-Konzerns zeigt, dass die Holding der Stadt Darmstadt im vergangenen Jahr stabil durch die Krise gekommen ist.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage ist es der Holding der Stadt Darmstadt – der HEAG und dem HEAG-Konzern – im vergangenen Jahr gelungen, sich wirtschaftlich positiv zu entwickeln und das Geschäftsjahr mit einem Plus gegenüber dem Vorjahr abzuschließen. Wie die Stadt Darmstadt mitteilt, betrug der Jahresüberschuss der HEAG zum Bilanzstichtag 6,4 Millionen Euro (Vorjahr: 0,2 Millionen Euro), der des HEAG-Konzerns 20,5 Millionen Euro (Vorjahr: 18,8 Millionen Euro). Darüber hinaus habe sich die regionale Wertschöpfung für Stadt und Region mit 920 Millionen Euro (Vorjahr: 836 Millionen Euro) erneut erhöht. Detaillierte Einblicke in das abgelaufene Geschäftsjahr gebe der aktuelle Geschäftsbericht, den die Stadt-Holding in der vergangenen Woche in der Aufsichtsratssitzung vorgestellt hat.

Das Geschäftsjahr 2022 in Zahlen

Ein Blick in die Gewinn- und Verlustrechnung zeige: Auf der Ertragsseite schlagen vor allem die Beteiligungserträge (phasengleich) in Höhe von insgesamt 28 Millionen Euro zu Buche. Davon entfielen 22,4 Millionen Euro (Vorjahr: 18,4 Millionen Euro) auf die ENTEGA und 5,6 Millionen Euro (Vorjahr: ebenfalls 5,6 Millionen Euro) auf den bauverein, beides Tochtergesellschaften der HEAG. Auf der Aufwandsseite dominiere weiterhin die traditionelle Verlustübernahme in Höhe von 12,8 Millionen Euro für die Tochtergesellschaft HEAG mobilo. Weitere Belastungen ergäben sich durch Zinsaufwendungen aus dem Erwerb der ENTEGA-Anteile in Höhe von 4,8 Millionen Euro (Vorjahr 4,9 Millionen Euro). Der Bilanzgewinn habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Millionen Euro auf 16,1 Millionen Euro erhöht. Auch die Bilanzsummen hätten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt: Die der Stadt-Holding sei leicht gestiegen, von 704,5 Millionen Euro im Jahr 2021 auf 704,9 Millionen Euro im Jahr 2022. Einen deutlicheren Sprung nach oben habe die des HEAG-Konzerns gemacht. Er habe zum Bilanzstichtag 3.487 Millionen Euro betragen (Vorjahr: 3.221 Millionen Euro). Der starke Anstieg resultiere vor allem aus einer hohen Investitionstätigkeit und höheren Forderungen.

Gesamtleistung um 43 Prozent erhöht

Der HEAG-Konzern habe im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 3.212 Millionen Euro (Vorjahr: 2.235 Millionen Euro) erzielt. Zudem sei es dem Konzern gelungen, die Gesamtleistung um 43 Prozent von 2.260 Millionen Euro auf 3.240 Millionen Euro zu steigern. „Dieses Plus ist vor allem auf die Geschäftsfelder Energievertrieb und Energiehandel zurückzuführen, in denen höhere Preise zu einem deutlichen Umsatzanstieg geführt haben“, so die HEAG-Vorstände Professor Klaus-Michael Ahrend und Markus Hoschek. Während der Stromabsatz bei den an Endkunden gelieferten Mengen leicht zulegen konnte, sei bei Gas und Wärme ein deutlicher Mengenrückgang zu verzeichnen, so die Vorstände. Sie führen diese Entwicklung sowohl auf die milde Witterung im vierten Quartal als auch auf die Einsparmaßnahmen infolge der Importbeschränkungen für Erdgas zurück.

Starke ökonomische Situation

Nach Angaben der Stadt Darmstadt konnte der HEAG-Konzern aufgrund seiner guten wirtschaftlichen Lage seine Zahlungen an die Wissenschaftsstadt Darmstadt auf 20,5 Millionen Euro (Vorjahr: 19,1 Millionen Euro) erhöhen. Darin enthalten seien Konzessionsabgaben, Avalprovisionen sowie Grund-, Gewerbe- und Lohnsteuer. Die Ausschüttung der HEAG an die Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt habe mit 0,4 Millionen Euro auf Vorjahresniveau gelegen. Auch personell habe sich der HEAG-Konzern auf Wachstumskurs befunden. Waren im Vorjahr noch 3.168 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen tätig, so habe sich die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2022 auf 3.239 erhöht. Die meisten davon – 2.135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 2.104) – seien dem ENTEGA-Teilkonzern zuzurechnen.

Geplante Aktivitäten für das Jahr 2023

Die HEAG will auch im kommenden Geschäftsjahr erste Ansprechpartnerin der Wissenschaftsstadt Darmstadt in allen Fragen des Beteiligungsmanagements bleiben. Inhaltlicher Schwerpunkt werde die Umsetzung der Stadtwirtschaftsstrategie 2025 sein. Beispiele hierfür seien die Veröffentlichung des dritten Nachhaltigkeitsberichts der Wissenschaftsstadt Darmstadt, die stärkere Marktdurchdringung der HEAG FairCup-Produkte und die Aufnahme neuer Start-ups in den HEAG-Gründerfonds. Darüber hinaus plane die HEAG, ihr Portfolio generell zu erweitern. Dies betreffe sowohl Dienstleistungen für kommunale Unternehmen als auch Angebote für Bürgerinnen und Bürger. So soll das Stadtwirtschaftsportal Darmstadt im Herzen – inklusive der dazugehörigen Nachbarschafts-App – weiterentwickelt und eine Wassersparfunktion integriert werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

Hamburger Energienetze: Chatbot im Kundenservice

[09.01.2026] Die Hamburger Energienetze haben auf ihrer Website einen KI-gestützten Chatbot eingeführt, der Nutzerinnen und Nutzer bei Fragen rund um Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze unterstützt. Der digitale Netzassistent soll Informationen schneller zugänglich machen und zugleich den Kundenservice entlasten. mehr...

Stadtwerke Lemgo: Wirtschaftsplan von rund 53 Millionen Euro

[08.01.2026] Der Wirtschaftsplan 2026 der Stadtwerke Lemgo sieht Investitionen von rund 53 Millionen Euro vor. Der Schwerpunkt liegt auf klimaneutraler Energieerzeugung, Netzausbau und der Sicherung zentraler Bereiche der Daseinsvorsorge. mehr...

interview

Interview: Lösungen für die Balance im Netz

[06.01.2026] Aus dem BHKW-Pionier 2G Energy ist ein internationaler Anbieter dezentraler Energielösungen geworden. stadt+werk sprach mit dem neuen Vorstandschef Pablo Hofelich über Wachstum, Strategie und die Rolle des Unternehmens im Energiesystem der Zukunft. mehr...

Steag Iqony Group: Führungswechsel im kommenden Jahr

[18.12.2025] Bei der Steag Iqony Group steht ein Führungswechsel an: Gundolf Schweppe übernimmt im Mai 2026 den Vorstandsvorsitz. Er folgt auf Andreas Reichel, der das Unternehmen seit 2020 geführt hat und planmäßig in den Ruhestand geht. mehr...

MVV Energie: Solides Ergebnis für 2025

[16.12.2025] Trotz sinkender Großhandelspreise hat MVV Energie im Geschäftsjahr 2025 ein solides operatives Ergebnis erzielt und ihr Investitionsvolumen deutlich erhöht. Mehr als 500 Millionen Euro flossen vor allem in Projekte der Wärme- und Stromwende sowie in grüne Kundenlösungen. mehr...

Thüga: Zusammenschluss zu regionalem Versorger

[15.12.2025] Thüga Energie und ThügaNETZE wollen ab 2026 unter einem Dach auftreten und so ihre Kräfte in den Regionen bündeln. Der Zusammenschluss soll Effizienz schaffen, die Energie- und Wärmewende unterstützen und zugleich einen Wechsel an den Unternehmensspitzen bringen. mehr...

Stadtwerke Lübeck: Kommunale Partnerschaft erweitert

[08.12.2025] Stadtwerke Lübeck Solutions hat drei neue kommunale Partner gewonnen, die sich als Kommanditisten an der Digitaleinheit beteiligen. Mit der Stadt Mölln, dem Kreis Segeberg und der IT-Allianz Nord soll die Entwicklung skalierbarer Lösungen für die öffentliche Verwaltung vorangetrieben werden. mehr...

Trianel: Award für Nachhaltigkeitsbericht

[03.12.2025] Trianel hat für seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht nach dem ESRS VSME Standard den Exzellenz Status der ESG Transparency Awards 2025 erreicht. mehr...

Kreis Dingolfing-Landau: Bezug von Ökostrom verlängert

[03.12.2025] Der Landkreis Dingolfing-Landau bezieht auch in den kommenden drei Jahren zertifizierten Ökostrom der Stadtwerke Dingolfing. Die Stadtwerke gingen erneut als wirtschaftlichster Anbieter einer bundesweiten Ausschreibung hervor. mehr...

Konstanz: Gründung von Wärmeverbund

[27.11.2025] Die Stadtwerke Konstanz gründen gemeinsam mit Solarcomplex eine Gesellschaft für den Aufbau eines regenerativen Wärmeverbunds im neuen Stadtteil Hafner. Der Entscheidung des Gemeinderats zufolge soll Wärmeversorgung Hafner Wärmepumpen und eine eigene Photovoltaikanlage bündeln. mehr...

Stadtwerke Fürstenfeldbruck: Digitaler Assistent im Kundenservice

[26.11.2025] Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck setzen seit Mitte November auf einen KI-basierten Telefonassistenten, um ihre Erreichbarkeit zu verbessern. Der digitale Mitarbeiter namens Oskar beantwortet Anrufe rund um die Uhr und übernimmt erste Kundenanliegen selbstständig. mehr...

JUWI: Grüner Strom für Stahlproduktion

[19.11.2025] Feralpi Stahl und der Projektentwickler JUWI wollen prüfen, ob Wind- und Solarkraft aus Sachsen künftig grünen Strom für die Stahlproduktion in Riesa liefern kann. Die Unternehmen sehen darin einen möglichen Schritt zu klimafreundlicherem Stahl und zu mehr regionaler Wertschöpfung. mehr...

sewikom/BeSte Stadtwerke: Start von kombinierten Tarifen

[18.11.2025] sewikom und BeSte Stadtwerke starten kombinierte Tarife für Glasfaserinternet, Ökostrom und Gas in mehreren Kommunen des Kreises Höxter. Die Kooperation soll Haushalten günstigere Konditionen und einen einfacheren Einstieg in die nachhaltige Energieversorgung bieten. mehr...

Stadtwerke Bocholt Gruppe: Übernahme der Stadtwerke Rhede

[07.11.2025] Die Stadtwerke Rhede schließen sich Anfang November 2025 der Stadtwerke Bocholt Gruppe an, um die Energie- und Wasserversorgung in der Region zukunftssicher zu stärken. Für Kundinnen und Kunden sollen sich dabei weder Tarife noch bestehende Angebote ändern. mehr...

dena: Energy Efficiency Awards 2025 vergeben

[06.11.2025] Auf dem dena-Energiewende-Kongress in Berlin sind fünf Unternehmen mit dem Energy Efficiency Award 2025 geehrt worden. Die Auszeichnung würdigt innovative Projekte, die zeigen, wie Energiewende und Klimaschutz in der Wirtschaft vorankommen. mehr...