LösungenAufzeichnen, auswerten, abwehren

LogApp fungiert als Safety Man Kritischer Infrastrukturen.
(Bildquelle: iQSol GmbH)
Städtische Krankenhäuser, Energieversorger, Wasserwerke oder Notruf-Leitstände erfüllen wichtige gesellschaftliche Funktionen. Gerade deshalb geraten sie zunehmend ins Visier von Angreifern. Deren Augenmerk liegt auf der Betriebstechnologie (Operational Technology, OT), also auf Soft- und Hardware, mit der sich physische Prozesse, Geräte und Infrastrukturen abhören, steuern und überwachen lassen. Ist die OT-Sicherheit ausgehebelt, ist es möglich, Gas- und Stromnetze zu kapern, die Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung zu sabotieren oder Ampelanlagen zu manipulieren.
Durch das konsequente Sammeln, Korrelieren und Analysieren von Daten soll OT Security Information and Event Management (OT-SIEM) solche Angriffe verhindern. iQSol, Hersteller verschiedener Security-Appliances sowie Anbieter für Business-Continuity-Lösungen aus Österreich, hat dafür bereits 2015 die LogApp entwickelt. Die Lösung wird an die zu überwachenden IT- und OT-Systeme angeschlossen und zeichnet – auch On-Premise – Logs auf. Sie dokumentiert also alle Vorkommnisse (Events). Liegen Abweichungen vor, wird alarmiert. Bei Brute-Force-Attacken, unberechtigten Zugriffen auf Geräte und Sensoren in Wasser- oder Kraftwerken reagiert die LogApp sofort. Ihre Informationen übergibt sie an ein Alarmierungssystem wie den iQSol AMS, das Administratoren und andere im System hinterlegte Personen via E-Mail, Sprachnachricht oder SMS benachrichtigt. Da für eine forensische Analyse Log-Sammlungen unabkömmlich sind, werden diese von Standards wie etwa NIS2 vorgeschrieben.
Verbindendes Element
Auch für den Betrieb eines Security Operations Centers (SOC), der auf XDR oder SOAR setzt, ist diese Datendrehscheibe das verbindende Element. Klassischerweise werden bewährte Playbooks eingeplant, bespielt und abgebildet. Use Cases helfen, gängige Gefahren wie Ransomware einzuschätzen, Angriffsparameter zu überwachen und zu alarmieren, um möglichst schnell die Attacke erkennen zu können. Eine Windows-File-Monitoring-Funktion ist ebenso hilfreich wie die Interaktion mit spezifischen Industrieprotokollen, eine Härtung des Active Directory oder die Integration von IT-Security-Lösungen, die ihren Fokus auf Maschinen, Energieanlagen und so genannte Fabrics legen. Die Stärke eines OT-SIEM besteht darin, dass hier viele Datenquellen angebunden werden können und so Weitergaben in übergeordnete SOC-Systeme möglich werden.
Isolierte Infrastrukturen
In der OT-Welt begegnet man oft stark isolierten Infrastrukturen, die nicht nur hoch abgesichert sein müssen, sondern auch den Kontakt zur Internet-Außenwelt scheuen. Deshalb kommen nur Sicherheitslösungen in Betracht, die vor Ort eingesetzt werden können und die möglichst wenige Updates benötigen – nur einer von vielen Aspekten, der gegen teure und aufwendige Cloudlösungen von US-Anbietern spricht. Angesichts der geopolitischen Lage ist es darüber hinaus ratsam, eine datenschutzkonforme Software aus dem EU-Raum vorzuziehen.
Im Vordergrund stehen außerdem Einbindungsmöglichkeiten in die OT-Systempartnerlandschaft wie zum Beispiel mit Siemens oder namhaften Anbietern aus der Automatisierungs- und Leitstellentechnik. Da zudem Compliance eine große Rolle spielt, ist eine kostengünstige OT-SIEM-Lösung mittlerweile das naheliegendste Tool. Im Sinne einer gesamtheitlichen Security ist es sinnvoll, den ganzen Prozess von Beginn an zu betrachten, eine Entscheidung für ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) zu treffen, Reifegradanalysen einzuplanen und Notfallhandbücher anzulegen.
Gebot der Stunde
Immer wichtiger werden auch Maßnahmen am Ende eines Notfallmanagements, nämlich die Alarmierung und das Business Continuity Management unter technologischen Gesichtspunkten. Denn Formulare, Papiere und Handbücher sind zwar notwendig, in der Krise helfen sie technisch aber nur wenig. Automatisierung lautet also das Gebot der Stunde.
Viele Unternehmen verfügen mittlerweile über einen Notfallplan, der die nächsten Schritte exakt definiert. Königsklasse ist, wenn auch eine so genannte Power-Management-Lösung bedacht und somit die Business Continuity, die durchgängige Geschäftsfähigkeit, unterstützt wird. Sie schaltet geplant ab, bevor es andere tun. Dafür kann sie Betriebstechnologien und gefährdete Systeme nach fest definierter Reihenfolge mittels Knopfdruck herunterfahren, bevor Eindringlinge oder mangelnde Stromversorgung Hardware-Schäden und in der Folge Datenverluste verursachen können. Ist die Gefahr gebannt, ist auch der geordnete Wiederanlauf über die zentrale Appliance hocheffizient möglich. iQSol bietet für solche Fälle die PowerApp an, die Unternehmen entweder selbst steuern oder in ein bewährtes SOC auslagern.
Bewährte und umfassende OT-Security
Nicht nur die Kritischen Infrastrukturen haben ein Interesse daran, sich gegen Angriffe zu schützen. Dies fordert auch die europäische Gesetzgebung. Verschärft wurde das durch die 2022 verabschiedete NIS2-Richtlinie, die 2024 in deutsches Recht überführt wurde – und auf viele Kommunalbetriebe Druck ausübt. Mit den Appliances und Services von iQSol kann den Anforderungen von NIS2 – etwa den Maßnahmen zum Business Continuity Management, Melde- und Unterrichtungspflichten – einfach entsprochen werden. Am erfolgreichsten sind Projekte, in denen namhafte Hersteller von Energie- und Leitstellentechnik sowie Infrastrukturlösungen technisch integriert werden. Dort gibt es keine Widrigkeiten, da die Betreiber die OT-Security direkt anbieten. Das Ziel ist es, eine bewährte und umfassende OT-Security – von der Firewall über OT-SIEM/SOC bis hin zur Shutdown-Appliance – aufzubauen, die über viele Jahre einsetzbar, auditierbar und zuverlässig läuft. Für ein städtisches Krankenhaus, den Abwasserbetrieb oder Stadtwerke ist das realistisch umsetzbar.
Cyber-Sicherheit: Risiken für Wind- und Solarparks
[13.10.2026] Eine neue Studie hat Tausende über das Internet erreichbare Systeme im Umfeld europäischer Wind- und Solarparks identifiziert. Der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland warnt vor wachsenden Risiken für die Energieversorgung durch die zunehmende Dezentralisierung. mehr...
Stadtwerke Flensburg: Instandhaltung auf neue Softwarelösung umgestellt
[06.10.2026] Die Stadtwerke Flensburg haben ihre mobile Instandhaltung auf eine neue Softwarelösung umgestellt. Das Maintenance Portal von argvis soll papierbasierte Abläufe ersetzen und die Arbeit in Netzen, Erzeugung und Service auf einer gemeinsamen Plattform bündeln. mehr...
Soluvia: Abrechnungsplattform für Stadtwerke eröffnet
[29.09.2026] Soluvia Energy Services bietet seine Abrechnungsplattform SESuite erstmals Energieversorgern außerhalb des MVV-Energie-Konzerns an. Das Full-Service-Angebot richtet sich vor allem an kleinere und mittlere Versorger, die ihre Abrechnungssysteme ablösen oder neu aufstellen wollen. mehr...
data analytics institute: Neuer Konsortialpartner von energy data-X
[28.09.2026] Das data analytics institute wird Konsortialpartner von energy data-X und bringt seinen Datenraum HEAT-X für die kommunale Wärmeplanung ein. Damit sollen Daten aus Strom- und Wärmesektor künftig über eine gemeinsame Infrastruktur verknüpft werden. mehr...
Greenflash: Dezentrale Energiesysteme in Echtzeit steuern
[25.09.2026] Greenflash hat mit Greencore AI eine Software zur Echtzeitsteuerung dezentraler Energiesysteme entwickelt. Sie soll Erzeugung, Speicherung und Verbrauch anhand von Prognosen und aktuellen Marktdaten wirtschaftlich aufeinander abstimmen. mehr...
items: ITS Group übernimmt Fernwärme-Software
[24.09.2026] items überträgt seine Fernwärme-Software Grid Insight: Heat zum 1. November 2026 an die ITS Group. Mit der Software wechselt auch das zuständige Team zum Dortmunder Unternehmen. mehr...
G&W Software: Unterstützung bei Investitionsentscheidungen
[21.09.2026] Der Umbau der Energieversorgung stellt Versorger vor langfristige Investitionsentscheidungen bei Gas-, Wärme- und Stromnetzen. Die Software CaliforniaX soll dabei helfen, unterschiedliche Szenarien zu kalkulieren und Infrastrukturprojekte auf ihre Wirtschaftlichkeit zu prüfen. mehr...
GISA: Stadtwerke Bonn modernisieren Data Warehouse
[17.09.2026] Die Stadtwerke Bonn haben ihr bisheriges SAP Business Warehouse durch eine neue Plattform auf Basis von SAP BW/4HANA ersetzt. Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister GISA wurde die Analytics-Landschaft des kommunalen Unternehmens neu aufgestellt. mehr...
Thüga SmartService: KI-Plattform für Stadtwerke gestartet
[09.09.2026] Thüga SmartService hat mit SKIP eine speziell auf die Energiewirtschaft zugeschnittene Plattform für Künstliche Intelligenz entwickelt. Stadtwerke und Energieversorger sollen damit KI-Agenten für Wissensmanagement und Geschäftsprozesse einsetzen können, ohne die Kontrolle über ihre Daten abzugeben. mehr...
cortility: KI automatisiert Standardanliegen
[03.09.2026] cortility und Pipeforce wollen Künstliche Intelligenz stärker für die automatisierte Bearbeitung von Kundenanliegen bei Energieversorgern einsetzen. Standardvorgänge wie Zählerstandsmeldungen, Umzüge oder Abschlagsfragen sollen sich damit weitgehend ohne manuelle Eingriffe verarbeiten lassen. mehr...
E-Rechnung: Versandpflicht wird ausgeweitet
[26.08.2026] Für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Umsatz verschärfen sich zum Jahreswechsel die Vorgaben für elektronische Rechnungen. Ab Januar 2027 müssen sie E-Rechnungen nach der europäischen Norm EN 16931 versenden. Ein Jahr später gilt die Vorgabe für alle Unternehmen. mehr...
KRITIS-Schutz: Resilienz ist Pflicht
[18.08.2026] Mit dem KRITIS-Dachgesetz sind Städte und Gemeinden unter Zugzwang: Bis Mai 2027 müssen Schutzkonzepte stehen. Doch zwischen gesetzlicher Pflicht und gelebter Resilienz klafft häufig noch eine gefährliche Lücke. mehr...
Maingau: Portfoliomanagement in der Cloud
[14.08.2026] Maingau hat sein Portfolio-Management auf eine Cloud-Lösung von Kisters umgestellt. Damit will der Energieversorger Handelsprozesse stärker automatisieren und weitere Funktionen in die Systemlandschaft integrieren. mehr...
Kundenservice: Vom Antrag zur Lösung
[13.08.2026] Stadtwerke können ihre Kundenservices mit durchgängigen End-to-End-Prozessen effizienter gestalten. Standardisierte Abläufe, intelligentes Routing und KI sollen Bearbeitungszeiten verkürzen und Mitarbeitende entlasten – entscheidend bleibt dabei die Verbindung von Technik, Daten und Menschen. mehr...
kraftwerk Software Gruppe: Joules erhält KI-Funktionen
[13.08.2026] Die kraftwerk Software Gruppe hat die Software Joules erweitert. Das aktuelle Release bringt KI-gestützte Funktionen für verschiedene Arbeitsabläufe sowie ein neu aufgebautes Kunden-, Lead- und Servicemanagement. mehr...













