Donnerstag, 24. September 2026

KEAStatus kommunaler Klimaschutz

[28.09.2018] Seit dem Jahr 2008 sind über 1.600 Vorhaben in Baden-Württemberg über die Kommunalrichtlinie des Bundes gefördert worden. Die genauen Zahlen zu den Klimaschutzprojekten im Land wurden nun im Statusbericht kommunaler Klimaschutz veröffentlicht.
Die Fördersummen der Jahre 2008 bis 2017 im investiven Teil der Kommunalrichtlinie

Die Fördersummen der Jahre 2008 bis 2017 im investiven Teil der Kommunalrichtlinie, kumuliert nach Kreisen (Fördersumme gesamt und Fördersumme pro Einwohner).

(Bildquelle: KEA)

Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg stellt den Statusbericht kommunaler Klimaschutz in Baden-Württemberg vor. Darin sind die Klimaschutzaktivitäten der Kommunen abgebildet. Wie die KEA mitteilt, wurde der Statusbericht im Auftrag des Umweltministeriums erstellt; die Auswertung bezieht sich auf die Jahre 2008 bis einschließlich 2017.
In den vergangenen zehn Jahren haben baden-württembergische Städte, Gemeinden und Kreise für Klimaschutzaktivitäten 58 Millionen Euro Fördermittel über die „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative“ des Bundes erhalten. Laut Statusbericht wurden mit dem Geld insgesamt über 1.600 Vorhaben gefördert. Bei einer mittleren Förderquote von etwa 27 Prozent ergaben sich ausgelöste Investitionen von über 210 Millionen Euro. Spitzenreiter bei der Förderung ist der Kreis Tübingen mit 3,5 Millionen Euro. Auf Platz zwei der erhaltenen Fördermittel liegt der Kreis Freudenstadt mit 3,2 Millionen Euro, auf Platz drei der Kreis Karlsruhe mit 2,7 Millionen Euro.

Daten landkreisscharf abgebildet

Der Kreis Freudenstadt sei bezogen auf die Einwohnerzahl Spitzenreiter: Die einwohnerbezogene Fördersumme liegt bei 38,20 Euro pro Einwohner, viermal so viel wie im landesweiten Durchschnitt. Das Mittel beträgt 9,60 Euro pro Kopf. Nach dem Kreis im Schwarzwald kommt der Hohenlohekreis mit 30,70 Euro pro Bürger. Auf dem dritten Rang liegt der Kreis Waldshut mit 29 Euro. „Überraschend ist die enorm hohe Spreizung bei der Inanspruchnahme dieser Förderung“, sagt Harald Bieber vom KEA-Kompetenzzentrum. „Der niedrigste und der höchste Wert unterscheiden sich etwa um den Faktor 50. Bemerkenswert ist zudem, dass die Spitzengruppe überwiegend ländlich geprägte Landkreise bilden.“ Die meisten Großstädte würden im unteren Drittel rangieren.
Der Statusbericht beleuchtet sowohl den Ausstoß von Treibhausgasen und den Ausbau erneuerbarer Energien in Kommunen als auch die vielfältigen Aktivitäten und Konzepte im Land zur Stärkung des Klimaschutzes vor Ort. Ziel sei es, Kommunen und regionalen Energieagenturen eine fundierte Grundlage für künftige Aktivitäten zu liefern, berichtet die KEA. Die Daten sind landkreisscharf abgebildet. Auf Anfrage stellt die KEA auch weitere Auswertungen zur Verfügung, etwa die Klimaschutz-Steckbriefe für Kommunen oder Landkreis-Profile.





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