Donnerstag, 26. Februar 2026

E.ONStudie zum Laden

[19.08.2025] Eine aktuelle E.ON-Studie zeigt: Viele E-Autofahrerinnen und -fahrer interessieren sich für innovative Stromtarife und das bidirektionale Laden. Vor allem Tarife mit Nachtladebonus und die Möglichkeit, das Auto als Energiespeicher zu nutzen, stoßen auf Zuspruch.

37 Prozent der Teilnehmenden mit eigener Wallbox zu Hause bevorzugen ein Modell mit festem Kilowattstundenpreis und einem Bonus für nächtliches Laden.

(Bildquelle: E.ON)

Innovative Stromtarife gewinnen bei Besitzerinnen und Besitzern von Elektroautos zunehmend an Bedeutung. Wie das Unternehmen E.ON mitteilt, zeigt das die von ihm durchgeführte Befragung unter mehr als 1.000 E-Mobilisten. So bevorzugen 37 Prozent der Teilnehmenden mit eigener Wallbox zu Hause ein Modell mit festem Kilowattstundenpreis und einem Bonus für nächtliches Laden. 19 Prozent sprachen sich für dynamische Tarife aus, die sich am Strommarkt orientieren. 18 Prozent bleiben beim klassischen Tarif, während der Rest keine klare Präferenz angab. Knapp drei Viertel der Befragten kennen inzwischen flexible Ladeangebote, die je nach Tageszeit günstigere Konditionen ermöglichen.

Ein zentrales Thema der Umfrage ist das bidirektionale Laden. Dabei dient das Elektroauto nicht nur als Verbraucher, sondern auch als Speicher, aus dem Energie zurück ins Hausnetz (Vehicle-to-Home) oder ins öffentliche Netz (Vehicle-to-Grid) gespeist werden kann. „Die Königsklasse der innovativen Lademodi ist natürlich das bidirektionale Laden“, betonte Jens Michael Peters, Geschäftsführer Energielösungen und Elektromobilität bei E.ON Deutschland. Rund ein Drittel der befragten Hausbesitzenden mit E-Auto kann sich vorstellen, den eigenen Haushalt über den Fahrzeugakku zu versorgen. Weitere 26 Prozent halten auch eine Rückspeisung ins öffentliche Netz für attraktiv.

Besondere Vorteile hat Vehicle-to-Home für Haushalte mit Photovoltaikanlage. Tagsüber erzeugter Solarstrom kann im Akku des Autos gespeichert und später genutzt werden, etwa am Abend für Waschmaschine oder Herd. In Pilotprojekten erwies sich der Fahrzeugakku als wirksame Ergänzung zu stationären Heimspeichern. Vehicle-to-Grid wiederum soll vor allem für E-Autobesitzerinnen und -besitzer mit Wallbox interessant werden, auch ohne Solaranlage. Durch die flexible Bereitstellung von Speicherkapazität im Netz können Nutzerinnen und Nutzer zusätzliche Einnahmen erzielen, ohne die Einsatzbereitschaft ihres Fahrzeugs einzuschränken.

Auch das Interesse an intelligenten Energiemanagementsystemen für Zuhause (HEMS) ist hoch. Diese Systeme steuern automatisiert Energieflüsse im Haus und helfen, den Eigenverbrauch von Solarstrom zu erhöhen. 56 Prozent der Befragten mit Solaranlage und Elektroauto möchten ein solches System nutzen, um überschüssige Energie direkt ins Fahrzeug zu leiten. Unter E-Mobilisten ohne Solaranlage sehen 36 Prozent vor allem in der Anbindung an dynamische Stromtarife einen Mehrwert.





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