Frankfurt am MainThüga speist Wasserstoff ins Gasnetz ein

Seit Ende November speist die Strom-zu-Gas-Demonstrationsanlage der Thüga-Gruppe Wasserstoff in das Frankfurter Gasverteilnetz ein.
(Bildquelle: Mainova)
Am 26. November 2013 hat die Strom-zu-Gas-Demonstrationsanlage der Thüga-Gruppe im Rahmen ihrer Inbetriebnahmephase erstmals Wasserstoff in das Frankfurter Gasverteilnetz eingespeist. Laut Unternehmen ist sie damit bundesweit die erste Anlage, die in Wasserstoff umgewandelten Strom ins Gasverteilnetz einspeichert. „Die Anlage funktioniert planmäßig, sodass wir in Kürze den Probebetrieb aufnehmen werden und Anfang 2014 den offiziellen Betrieb starten können“, sagt Michael Riechel, Mitglied des Vorstands der Thüga Aktiengesellschaft. Kernstück der Anlage ist ein Protonen-Austausch-Membran (PEM)-Elektrolyseur der Firma ITM Power. Dieser wandelt elektrische Energie in chemisch gebundene um und macht somit den Strom speicherbar. Eine Gasdruckregelmess- und Mischanlage sorgt dafür, dass die Zumischung an Wasserstoff zwei Volumenprozente nicht überschreitet. Das ist der technisch zugelassene Höchstwert, wenn sich eine Erdgastankstelle im Netz befindet. Der Elektrolyseur liefert das Wasserstoff-Erdgasgemisch bereits mit einem für das Gasverteilnetz passenden Druck von 3,5 bar. „Wir konnten somit auf einen Verdichter verzichten und Kosten sparen“, so Riechel.
Bis Ende 2016 wollen die beteiligten Unternehmen Erfahrungen sammeln, wie die Anlage unter Praxisbedingungen funktioniert. Zu den Projektpartnern gehören die Unternehmen badenova, Erdgas Mittelsachsen, Energieversorgung Mittelrhein, erdgas schwaben, ESWE Versorgungs AG, Gasversorgung Westerwald, Mainova, Stadtwerke Ansbach, Stadtwerke Bad Hersfeld, Thüga Energienetz, WEMAG, e-rp sowie die Thüga Aktiengesellschaft als Projektkoordinatorin. Die Betriebsphase wird von wissenschaftlichen Projektpartnern begleitet und vom hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert.
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