Donnerstag, 19. März 2026

MünsterTreibhausgas-Emissionen sinken

[15.03.2022] Aus dem aktuellen Bericht zur Energie- und Treibhausgasbilanz 1990-2020 geht hervor, dass die Stadt Münster ihre CO2-Emissionen seit dem Jahr 1990 um 31 Prozent senken konnte.
Energiebilanz Münster seit 1990.

Energiebilanz Münster seit 1990.

(Bildquelle: Stadt Münster)

Trotz des starken Wachstums der Stadt sind in Münster die CO2-Emissionen seit dem Jahr 1990 um 31 Prozent gesunken. Wie die Stadt mitteilt, geht das aus dem aktuellen Bericht zur Energie- und Treibhausgasbilanz 1990-2020 hervor. Ob Privatpersonen, Initiativen, Vereine, Verbände, Unternehmen, Energieversorger oder Stadtverwaltung: Münsteranerinnen und Münsteraner setzten zunehmend Maßnahmen zum Schutz des Klimas um. Pro Kopf liege der Rückgang der Treibhausgas-Emissionen rechnerisch sogar bei 43 Prozent.
Die aktuelle Bilanz zeige: Im Vergleich zum Vorjahr haben 2020 rund 80.000 Tonnen CO2 auf dem Stadtgebiet vermieden werden können. Diese Menge entspreche dem, was etwa 25.000 Privathaushalte in Münster im Jahr für Heizung, Strom und Warmwasser emittieren. Der Ausstoß habe in allen Sektoren reduziert werden können: in Privathaushalten, im Gewerbe, in der Industrie und im Verkehr.
Seit 1990 seien in Münster vor allem zwei Effekte zu beobachten: Der Klimaschutz habe deutliche Fortschritte machen können, zugleich sei die Zahl der Einwohner und Einwohnerinnen gewachsen, die auch immer mehr Wohnraum brauchen. Innerhalb von 30 Jahren sei die Bevölkerungszahl um rund 14 Prozent auf knapp 314.000 Münsteraner und Münsteranerinnen gestiegen. Im gleichen Zeitraum habe die Wohnfläche um gut 46 Prozent zugenommen und die Anzahl der Personen pro Haushalt sei von 2,25 auf 1,85 gesunken. Jede und jeder Einzelne stoße zwar deutlich weniger CO2 aus, das städtische Wachstum schmälere allerdings das absolute Gesamtergebnis.
„Münster bringt alles mit, was wir für eine klimaneutrale Stadt brauchen: Mut, Zusammenhalt und Selbstbewusstsein“, betont Klimadezernent Matthias Peck. „Jetzt gilt es, alle gemeinsam für den Klimaschutz zu mobilisieren.“ Laut Stadt geht sie mit dem Beschluss zur Umsetzung der entwickelten Maßnahmen und Projekte für eine klimaneutrale Stadtverwaltung vom vergangenen Dezember mit gutem Beispiel auf dem Weg zur Klimaneutralität 2030 voran.
Klimaschutz bündelt, so habe Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) vor wenigen Tagen die Stadtverwaltung und ihre Gesellschaften zu einer Klimakonferenz für Anfang Mai eingeladen. Ziel dieser Konferenz sei es, in sechs Themenforen die nächsten anstehenden Schritte und die erforderliche Vernetzung und Umsetzung von Maßnahmen gemeinsam zu erarbeiten und mit neuen Methoden und Wegen der verwaltungsinternen Zusammenarbeit Klimaschutz in der Stadt schneller voranzubringen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Sachsen: Studie zeigt Dekarbonisierungsoptionen

[19.03.2026] Eine neue Studie zeigt konkrete Dekarbonisierungsoptionen für zentrale Branchen der sächsischen Wirtschaft auf. Sie richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen und soll ihnen Orientierung bei technologischen und wirtschaftlichen Entscheidungen auf dem Weg zur Klimaneutralität geben. mehr...

Düsseldorf: Energie-Kommune dank Wärme- und Verkehrswende

[11.03.2026] Die Stadt Düsseldorf möchte ihre Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren. Dabei spielen Fachkräfte, die Wärmewende und neue Mobilitätsangebote eine zentrale Rolle. Für ihr Engagement wurde die Stadt nun von der AEE zur Energiekommune des Monats Februar gekürt. mehr...

Rheinland-Pfalz: Ein Drittel ist mit Wärmeplanung fertig

[10.03.2026] Rund ein Drittel der Kommunen in Rheinland-Pfalz hat die gesetzlich vorgeschriebene kommunale Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Die Pläne sollen den Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung weisen und entscheiden mit darüber, wo künftig Wärmenetze entstehen oder dezentrale Lösungen dominieren. mehr...

AEE: Greifswald ist Energie-Kommune 2025

[02.03.2026] Die Stadt Greifswald hat die bundesweite Abstimmung zur „Energie-Kommune des Jahres 2025” gewonnen. Dies teilte die Agentur für erneuerbare Energien mit. 42,3 Prozent der Stimmen entfielen auf die Universitäts- und Hansestadt. mehr...

Region Mitte Niedersachsen: Förderung dreier Klimaschutz-Projekte

[02.03.2026] Die Zukunftsregion Mitte Niedersachsen fördert drei Projekte zu Mikrowärmenetzen, energetischer Sanierung und Abfallpädagogik mit rund 540.000 Euro. Die Bescheide übergab Landesbeauftragter Ottmar von Holtz in Rehburg-Loccum und setzte damit ein Signal für die interkommunale Zusammenarbeit in Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. mehr...

bericht

Würzburg: Fahrplan zur ­Klimaneutralität

[23.02.2026] Bis 2028 soll die Stadtverwaltung Würzburg treibhausgasneutral werden. Dabei stützt sie sich unter anderem auf einen kapazitätsoptimierten Sanierungsfahrplan für städtische Liegenschaften. mehr...

Anklam: Bioenergie-Cluster und H2-Kraftwerk

[17.02.2026] Die Hansestadt Anklam setzt auf Bioenergie, Wasserstoff und kommunale Wärmeplanung. Im Mittelpunkt stehen zwei Projekte: das Innovationsbündnis biogeniV und ein geplantes Verbundkraftwerk. Das Ziel ist Klimaneutralität bis 2040. mehr...

Mannheim: Phosphorrecyclinganlage in Betrieb gegangen

[16.02.2026] MVV Energie hat in Mannheim eine Phosphorrecyclinganlage in ihre bestehende Abfallverbrennung integriert. Damit gewinnt das Unternehmen aus Klärschlamm bis zu 90 Prozent des enthaltenen Phosphors zurück und stärkt die regionale Kreislaufwirtschaft in Baden-Württemberg. mehr...

Kreis Nienburg: Land fördert modulare Thermolyseanlage

[13.02.2026] Niedersachsen fördert den Bau einer modularen Thermolyseanlage des Unternehmens Waste2Value im Landkreis Nienburg mit 6,05 Millionen Euro. Die Anlage soll schwer recycelbare Kunststoffe chemisch verwerten, 27 Arbeitsplätze schaffen und den Strukturwandel in der Region vorantreiben. mehr...

bericht

Klimamanagement: Software und Beratung aus einer Hand

[11.02.2026] Der IT-Dienstleister regio iT unterstützt Kommunen mit einem modularen Lösungspaket bei Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien. Es handelt sich um eine synergetische Kombination aus IT-gestütztem Datenmanagement, strategischer Beratung und effizienter Beschaffung. mehr...

Hessischer Staatspreis Energie 2026: Bewerbungsphase gestartet

[11.02.2026] In Hessen hat die Bewerbungsphase für den Staatspreis Energie 2026 begonnen. Bis Ende April können Projekte eingereicht werden, die zu einer sicheren, klimafreundlichen und bezahlbaren Energieversorgung beitragen. mehr...

Trianel: evm entwickelt Strategie für erneuerbare Stromversorgung

[09.02.2026] Die Energieversorgung Mittelrhein entwickelt mit Trianel eine Gesamtportfoliostrategie für eine vollständig erneuerbare Stromversorgung. Ziel ist es, Planung, Betrieb und Vermarktung so zu verzahnen, dass Klimaziele, Wirtschaftlichkeit und Marktrisiken zusammenpassen. mehr...

Baden-Württemberg: Klimaschutz-Programm reaktiviert

[04.02.2026] Kommunen in Baden-Württemberg können wieder Förderanträge für Beratungs- und Begleitmaßnahmen zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude stellen. Das Land reaktiviert dafür den zweiten Teil des Programms Klimaschutz-Plus und ergänzt die bereits laufende Investitionsförderung. mehr...

Energie-Kommune des Jahres: Drei Finalisten stehen fest

[04.02.2026] Greifswald, der Landkreis Regensburg und Schwalmtal stehen im Finale um den Titel „Energie-Kommune des Jahres 2025“. Die Entscheidung fällt am 26. Februar bei einer digitalen Auszeichnungsveranstaltung nach öffentlicher Abstimmung. mehr...

Hamburg: Forschungsgebäude für Energiewende geplant

[03.02.2026] Die Freie und Hansestadt Hamburg plant am Energie-Campus der HAW Hamburg ein neues Forschungsgebäude für die Energiewende. Rund 20 Millionen Euro fließen in Labore, Büros und einen Showroom für Zukunftstechnologien, der 2028 in Betrieb gehen soll. mehr...