Montag, 24. August 2026

Kreis NienburgLand fördert modulare Thermolyseanlage

[13.02.2026] Niedersachsen fördert den Bau einer modularen Thermolyseanlage des Unternehmens Waste2Value im Landkreis Nienburg mit 6,05 Millionen Euro. Die Anlage soll schwer recycelbare Kunststoffe chemisch verwerten, 27 Arbeitsplätze schaffen und den Strukturwandel in der Region vorantreiben.

Waste2Value Gmb Geschäftsführer Carsten Bruns erhält von Minister Tonne einen Förderbescheid.

(Bildquelle: MW/Meinert)

Mit 6,05 Millionen Euro unterstützt das Land Niedersachsen den Aufbau einer neuen Thermolyseanlage von Waste2Value im Landkreis Nienburg. Wie das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen mitteilt, stammt die Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW); die Gesamtinvestition beträgt 20,1 Millionen Euro.

Das 2021 gegründete Unternehmen plant eine modular aufgebaute Anlage zur chemischen Verwertung nicht gefährlicher Rest- und Abfallstoffe. Kern ist ein Thermolyseverfahren, das vor allem Verbund- und Mischkunststoffe behandelt, die sich mechanisch kaum oder gar nicht recyceln lassen. Die Anlage sieht perspektivisch drei parallel betriebene Pyrolysereaktoren vor. In der ersten Ausbaustufe installiert Waste2Value einen Reaktor mit einer Durchsatzleistung von 1.000 Kilogramm pro Stunde. Die Infrastruktur ist bereits auf einen späteren Vollausbau auf 2.999 Kilogramm pro Stunde ausgelegt.

Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) überreichte den Förderbescheid an Geschäftsführer Carsten Bruns. „Waste2Value eröffnet mit dem Ansatz des chemischen Recyclings neue Perspektiven für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft – gerade bei solchen Kunststoffabfällen, die bislang kaum oder gar nicht recycelbar waren“, sagte Tonne. Solche Projekte seien entscheidend, um den Strukturwandel voranzubringen, CO₂-Emissionen zu senken und dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen.

Durch das Vorhaben entstehen 27 neue Dauerarbeitsplätze in der Region. Geschäftsführer Bruns kündigte an, nun zügig in die operative Umsetzungsphase einzutreten und die Kapazitäten schrittweise auszubauen. In der stofflichen Verwertung bislang problematischer Abfälle sieht das Unternehmen Potenzial für Klima- und Ressourcenschutz.

Die GRW-Investitionsförderung wird je zur Hälfte von Bund und Land finanziert. Sie richtet sich an Unternehmen in strukturschwächeren Regionen Niedersachsens und soll Investitionen, Beschäftigung und nachhaltige Technologien stärken.





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