EnBWUmbau auf Kurs

Der EnBW-Konzern schreibt für das Geschäftsjahr 2014 rote Zahlen.
(Bildquelle: EnBW / Uli Deck)
Im Geschäftsjahr 2014 hat sich das energiewirtschaftliche Umfeld für EnBW Energie Baden-Württemberg spürbar verschlechtert. Zwar erzielte der Energiekonzern im Vergleich zum Vorjahr einen leicht höheren Umsatz von rund 21 Milliarden Euro (plus von 2,2 Prozent), dennoch musste er Verluste in Höhe von rund 451 Millionen Euro in Kauf nehmen. Als Grund nannte EnBW außerordentliche Wertberichtigungen im Kraftwerksgeschäft sowie erhöhte Drohverlustrückstellungen für nicht mehr kostendeckende Strombezugsverträge. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) lag mit rund 2,2 Millionen Euro um 2,6 Prozent unter dem Vorjahr. „Angesichts des schwierigen Umfelds ist dieser relativ geringe Rückgang ein Erfolg. Dazu hat unser Effizienzprogramm Fokus mit einer Kostenentlastung von mehr als 750 Millionen Euro entscheidend beigetragen“, sagt Finanzvorstand Thomas Kusterer.
Für das laufende Geschäftsjahr 2015 rechnet EnBW mit einem unverändert schwierigen Umfeld. Dennoch wird ein relativ stabiles operatives Ergebnis (Adjusted EBITDA) zwischen und fünf Prozent unter dem Vorjahr erwartet. Im Kraftwerkspark sollen die erneuerbaren Energien deutlich zulegen. Durch die Inbetriebnahme des Offshore-Windparks Baltic 2 und weiterer Projekte wird sich laut EnBW die installierte Windkraft um 455 Megawatt auf 790 Megawatt mehr als verdoppeln. Beim Vertrieb wird ein Plus zwischen 10 Prozent und 20 Prozent erwartet. Dazu sollen neue Produkte und Geschäftsmodelle beitragen. EnBW will zudem kräftig in die Netzinfrastruktur investieren. „Markt und Politik können wir nicht beeinflussen, umso mehr werden wir uns auch 2015 auf das konzentrieren, was wir selber in der Hand haben“, sagt EnBW-Vorstandsvorsitzender Frank Mastiaux. „Unsere Zuversicht, dass wir trotz aller Umfeldwidrigkeiten unsere Ziele erreichen können, ist im vergangenen Jahr gewachsen. Unser Mitte 2013 begonnener Umbau ist auf Kurs und bleibt auch 2015 auf Kurs“, so Mastiaux.
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