Montag, 13. April 2026

BraunschweigVier PV-Projekte in Planung

[10.11.2025] In Braunschweig sind vier neue Photovoltaikprojekte geplant, die Strom für rund 30.000 Haushalte liefern sollen.

In Braunschweig sind vier neue Photovoltaikprojekte geplant.

(Bildquelle: Stadt Braunschweig)

In Braunschweig sollen großflächige Photovoltaikanlagen entstehen, die den jährlichen Strombedarf von mehr als 30.000 Haushalten decken können. Wie die Stadtverwaltung in einer Mitteilung berichtet, plant ein privates Unternehmen entsprechende Projekte in Völkenrode, Wenden und Thune. Insgesamt ist eine installierte Leistung von etwa 115 Megawatt peak (MWp) vorgesehen, gut ein Fünftel des Stromverbrauchs aller Braunschweiger Privathaushalte.

Die Vorhaben decken laut Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer mehr als die Hälfte des im Freiflächen-Photovoltaik-Konzept (FF-PV-Konzept) festgeschriebenen Flächen- und Leistungsziels von 200 Hektar und 200 MWp ab. Sie gelten als wichtiger Beitrag zur Energiewende und zur angestrebten Treibhausgasneutralität der Stadt. „Das Vorhaben hat großes Potenzial. Es setzt ein starkes Zeichen für Klimaschutz und Energiewende im Stadtgebiet“, sagt Leuer.

In Völkenrode, nördlich und südlich des Mittellandkanals, ist eine Agri-PV-Anlage geplant. Auf 73,6 Hektar sollen bis zu 45 MWp erzeugt werden. Der Ansatz erlaubt, so die Verwaltung, eine fortgesetzte landwirtschaftliche Nutzung, da die Module in größeren Abständen stehen und die Bewirtschaftung der Felder weiterhin möglich bleibt. Das Projekt grenzt an das Bauleitplanverfahren „Solarflächen Völkenrode-Nord“; für kleinere Flächen außerhalb der ausgewiesenen Potenzialkulisse wird eine Einbindung geprüft.

Die Projekte in Wenden und Thune umfassen zusammen 46,8 Hektar Ackerflächen, davon 25,7 Hektar in Wenden und 21,1 Hektar in Thune. Hier sollen rund 70 MWp entstehen. Für alle vier Teilprojekte werden noch in diesem Jahr Anträge zur Aufstellung zweier vorhabenbezogener Bebauungspläne erwartet. Zudem sind Änderungen des Flächennutzungsplans erforderlich.

Nach dem üblichen öffentlichen Gremienlauf muss der Verwaltungsausschuss die Einleitung der Bauleitplanverfahren beschließen. Dabei werden laut Mitteilung natur- und artenschutzfachliche Aspekte geprüft; auch die gesetzlich vorgeschriebene Beteiligung der Öffentlichkeit findet statt. Erst mit Rechtskraft der Bebauungspläne können Bauanträge genehmigt werden. Die Umsetzung könne frühestens 2027 beginnen.

Für 2026 kündigt die Verwaltung eine Evaluierung des FF-PV-Konzepts an. Dabei soll die Potenzialkulisse angepasst werden, weil im nordöstlichen Stadtgebiet das Flächenpotenzial weitgehend ausgeschöpft ist und Restflächen in Völkenrode möglicherweise entfallen könnten.





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