GuD-KraftwerkeProjekt verschoben, Projekt geplant

Am Standort der Kraftstoffraffinerie MiRO in Karlsruhe soll eine KWK-Anlage mit einer Gesamtleistung von 800 bis 1.200 Megawatt entstehen.
(Bildquelle: Trianel)
Der Stadtwerkeverbund Trianel und der Chemiepark-Betreiber Currenta haben den Bau eines Gas- und Dampf-Kraftwerks am Chempark-Standort Krefeld-Uerdingen verschoben. Beide Unternehmen bestätigten zwar ihre entsprechende Kooperationsvereinbarung, kündigten aber an, dass sich die Inbetriebnahme des bereits genehmigten Kraftwerks um bis zu drei Jahre verzögert. Der Grund: Die derzeitigen energiepolitischen Rahmenbedingungen machen den Betrieb der Anlage unwirtschaftlich. Currenta-Geschäftsführer Günter Hilken und Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung von Trianel, äußerten drei konkrete Forderungen an die Politik, damit das Kraftwerk gebaut werden kann: eine verlässliche Zusage zum Zeitpunkt der Investitionsentscheidung für die Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen; eine verlässliche Zusage dafür, dass die Umlage erneuerbarer Energien nicht auch auf selbst erzeugten und genutzten Strom aus KWK-Anlagen angewandt wird und ein Strom-Marktdesign, das Anreize für die Investition in konventionelle Kraftwerke setzt. Trianel ist offenbar optimistisch, dass die Forderungen nach der Bundestagswahl umgesetzt werden. Der Stadtwerkeverbund meldete am selben Tag den Startschuss für ein weiteres GuD-Kraftwerksprojekt: Am Standort der Kraftstoffraffinerie MiRO in Karlsruhe soll eine KWK-Anlage mit einer Gesamtleistung von 800 bis 1.200 Megawatt entstehen.
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