Samstag, 31. Januar 2026

Stadtwerke MünchenInvestitionsstopp aufgehoben

[14.07.2014] Im vergangenen Jahr haben die Stadtwerke München einen Investitionsstopp für Erneuerbare-Energien-Projekte in Deutschland verhängt. Nach der Reform des EEG sieht das Unternehmen wieder verlässliche Rahmenbedingungen für den Ausbau.
Stadtwerke München heben Investitionsstopp für Erneuerbare-Energien-Projekte in Deutschland auf.

Stadtwerke München heben Investitionsstopp für Erneuerbare-Energien-Projekte in Deutschland auf.

(Bildquelle: SWM)

Die Stadtwerke München (SWM) heben ihren im Jahr 2013 für Deutschland verhängten Investitionsstopp für Erneuerbare-Energien-Projekte auf (15432+wir berichteten). Wie der Versorger mitteilt, herrsche mit Inkrafttreten des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) nun endlich wieder Planungssicherheit in Deutschland. Ein neues Großprojekt mit erheblichem Investitionsvolumen befinde sich bereits in der Vorbereitungsphase und könne schon in Kürze in die Realisierung starten. SWM-Chef Florian Bieberbach sagte: „Aufgrund der durch die alte Bundesregierung erzeugten unsicheren Rahmenbedingungen für das EEG sahen wir uns im Februar 2013 gezwungen, einen Investitionsstopp für Erneuerbare-Energien-Projekte in Deutschland zu verhängen. Um unser ehrgeiziges Ziel dennoch erreichen zu können – bis 2025 wollen wir so viel Ökostrom erzeugen, wie ganz München verbraucht – haben wir seither verstärkt in Nachbarländern nach Investitionsmöglichkeiten gesucht. Als kommunales Münchner Unternehmen haben für uns jedoch Projekte in München, der Region und Deutschland Priorität. Deshalb freut es mich sehr, dass es nun auch bei uns wieder verlässliche Rahmenbedingungen geben wird und wir uns wieder hier engagieren können.“
Laut Bieberbach begrüßen die Stadtwerke München, dass mit der sukzessive verpflichtenden Direktvermarktung und der Ermittlung der Förderhöhe durch Ausschreibungen die Erneuerbaren weiter in den Markt gebracht werden sollen. Die Neuordnung des Strom-Marktdesigns sei aus Sicht der SWM eine besonders dringliche Aufgabe. Die von der Bundesregierung angekündigten Flexibilisierungsmaßnahmen seien ein wichtiger erster Schritt. Erneuerbare Energien sollten verstärkt an den Regelenergiemärkten teilnehmen und Systemdienstleistungen bereitstellen können, so Bieberbach. Zusammen mit einer weiteren Flexibilisierung der Angebots- und Nachfrageseite könnten so zunehmend negative Strompreise verhindert, die Stromverbraucher entlastet und neue Einnahmequellen für die Erneuerbaren geschaffen werden.
#bild2Wichtigster Baustein für den Ausbau erneuerbarer Energien bleibe die Windkraft. Der Ausbau der Windenergie in Bayern soll gemeinsam mit interessierten Kommunen vorangetrieben werden. Insgesamt habe SWM in zwölf bayerischen Kommunen Projektoptionen mit einem Potenzial von bis zu 60 Windenergieanlagen in unterschiedlichen Bearbeitungsphasen. Allerdings schätzt SWM-Chef Bieberbach die Realisierung von Windprojekten in Bayern weiter als unsicher ein: „Mit der von der bayerischen Staatsregierung geplanten Abstandsregelung für die Windenergie sind eine Vielzahl von sinnvollen Projekten in Bayern nicht mehr möglich Wir plädieren für eine vernünftige Lösung, die die Windenergie in Bayern vor dem Aus bewahrt.“





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