Mittwoch, 25. März 2026

PV, Wind & SpeicherWeiter sinkende Investitionskosten

[09.01.2017] Vor allem die Photovoltaik und die Windenergie an Land werden durch Lernkurveneffekte und Skaleneffekte immer günstiger. Ähnliche Kostensenkungen werden auch für die Offshore-Windenergie und für Speicher erwartet.

Die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat jetzt eine neue Metaanalyse zu den Investitionskosten elf verschiedener Energietechnologien veröffentlicht. Insgesamt werden 15 Studien betrachtet. Neben On- und Offshore-Windenergie, Photovoltaik und Solarthermie werden Aussagen zu den Investitionskosten von Speichertechnologien und Wärmepumpen getroffen. AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer kommentiert die zentralen Ergebnisse: „Die Metaanalyse zeigt, dass für Windenergie und Photovoltaik trotz der bereits erzielten Kostenreduktionen mit weiter sinkenden spezifischen Kosten gerechnet wird. Eine weitere gute Nachricht für die Energiewende ist, dass auch bei Speichertechnologien von teilweise drastisch sinkenden Investitionskosten ausgegangen werden kann.“ Die Investitionskosten spielen für eine möglichst kostenoptimale Transformation des deutschen Energiesystems eine wichtige Rolle. Die aktuelle Debatte um die Investitionskosten der Energiewende dreht sich dabei vor allem um den Aufwand zur Systemintegration von fluktuierendem Wind- und Sonnenstrom, aber auch um die Frage, wie die Versorgung mit Wärme und Kraftstoffen auf erneuerbare Energien umgestellt werden kann. In diesem Zusammenhang hatte die AEE auch das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) mit der neuen Metaanalyse beauftragt. Die Studie zeigt einerseits die Entwicklung der Investitionskosten auf, macht aber andererseits auch die sehr unterschiedlichen Aussagen der Studien transparent. Wie die Agentur für Erneuerbare Energien mitteilt, werden die Investitionen in erneuerbare Energien durch Lernkurven und Skaleneffekte immer günstiger bis sich die Kostenschere zwischen konventionellen und erneuerbaren Stromerzeugungstechnologien schließt. Deshalb spielten auch die Windenergie an Land und die Photovoltaik in allen Zukunftszenarien der untersuchten Studien eine tragende Rolle für die deutsche Energieversorgung. Bei der Photovoltaik falle ganz besonders auf, dass die in den vergangenen Jahren erzielte Kostendegression von vielen Wissenschaftlern in der Vergangenheit unterschätzt worden ist. So rechneten selbst Studien aus dem Jahr 2012 noch mit deutlich höheren Kosten für die Folgejahre als dann tatsächlich eintrafen. Erst aktuellere Studien spiegelten den signifikanten Kostenrückgang wider. Bis 2050 nehmen die Wissenschaftler nun einen weiteren Kostenrückgang um mindestens die Hälfte an. In mehreren Studien sinken die Ausgaben sogar um zwei Drittel. Während die heutigen Investitionskosten von Windrädern an Land bei zirka 1.100 bis 1.500 Euro je Kilowatt liegen, bewegen sich die Erwartungen künftig zwischen 1.000 und 1.200 Euro je Kilowatt. Neue Materialien für Rotorblätter und Tragstrukturen sowie neue Fertigungsverfahren für Großanlagen in Kleinserie mit Teilautomatisierung könnten die Kosten auch künftig senken. Die Offshore-Windenergie ist eine verhältnismäßig neue Form der Stromerzeugung. Außerdem sind Errichtung, Netzanbindung und Betrieb der Anlagen im Meer aufwändiger als an Land. Daher liegen die Investitionskosten deutlich höher als bei der Windenergie an Land. Für den Zeitraum 2010 bis 2015 haben Wissenschaftler eine Bandbreite von rund 3.000 bis 4.400 Euro pro Kilowatt angegeben, für das Jahr 2050 rechnen sie mit Investitionskosten im Bereich von 1.500 bis 2.800 Euro pro Kilowatt.



Stichwörter: Finanzierung, AEE, FÖS


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Finanzierung
Hauptsitz des Stadtwerks am See in einem modernen, dreigeschossigen Bürogebäude mit grauer Fassade, umgeben von Bäumen und Grünflächen, mit Parkplatz und Firmenschild im Vordergrund.

Stadtwerk am See: Finanziell attraktive Geldanlage

[03.03.2026] Die Kunden des Stadtwerks am See in Konstanz haben die Möglichkeit, sich am Erfolg des gesamten Unternehmens zu beteiligen. Der kommunale Versorger gibt zehn Millionen Euro in Form von Genussrechten aus. mehr...

Visualisierung des Agri-Solarparks in Münster-Amelsbüren mit aufgeständerten Solarmodulen über landwirtschaftlicher Fläche; darunter wächst Getreide, ein Traktor fährt zwischen den Modulreihen bei tief stehender Sonne.

Stadtwerke Münster: Bürgerbeteiligung an Solarpark

[25.02.2026] Die Stadtwerke Münster bieten eine Bürgerbeteiligung an einem neuen Agri-Solarpark an. Das Projekt verbindet Stromerzeugung mit Landwirtschaft. Anlegerinnen und Anleger erhalten vier Prozent Zinsen pro Jahr bei einer Laufzeit von zehn Jahren. mehr...

VKU/BDEW: Stellungnahme zum Diskussionspapier der Bundesnetzagentur

[19.02.2026] Die Branchenverbände VKU und BDEW haben sich jetzt jeweils zum Diskussionspapier der Bundesnetzagentur zu möglichen Einspeisenetzentgelten positioniert. Beide Verbände begrüßen Reformschritte bei den Stromnetzentgelten, lehnen dynamische Einspeiseentgelte jedoch ab. mehr...

Bundesnetzagentur: Orientierungspunkte für Einspeiseentgelte vorgelegt

[19.02.2026] Die Bundesnetzagentur hat jetzt Orientierungspunkte für Einspeiseentgelte vorgelegt. Daraus geht hervor, dass die Behörde Stromerzeuger ab 2029 systematisch an den Netzkosten beteiligen und dafür ein Kapazitätsentgelt sowie dynamische Einspeiseentgelte einführen will. mehr...

Sachsen: Förderbank unterstützt Energiewendeprojekte

[19.02.2026] Der Sachsenkredit Energie und Speicher der Sächsischen Aufbaubank finanziert Photovoltaik-, Windkraft- und Speicherprojekte in Sachsen. Wie das Instrument 2025 Investitionen von rund 1,2 Millionen Euro ermöglichte und was das für kommunale Infrastruktur bedeutet, zeigt das Beispiel Bad Muskau. mehr...

Marktoffensive Erneuerbare Energien: Vertragsmuster für virtuelle Power Purchase Agreements vorgelegt

[18.02.2026] Die Marktoffensive Erneuerbare Energien hat jetzt ein Vertragsmuster für virtuelle Power Purchase Agreements vorgelegt. Damit soll der bislang wenig verbreitete vPPA-Markt in Deutschland standardisiert und für Unternehmen rechtssicherer zugänglich werden. mehr...

Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim: Bürgerfinanzierungsmodell erreicht Schlussphase

[04.02.2026] Die Bürgerfinanzierung SWLB KLIMA-Invest der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim steuert auf die Schlussphase zu. Bis zum 1. März können sich Interessierte noch beteiligen, nachdem bereits über vier Millionen Euro gezeichnet wurden. mehr...

Screenshot der REWAG-Crowd-Website mit Startförderung: Links Text „Startförderung“ mit Erklärung zum 500-Euro-Starterbonus für die ersten fünf Projekte und grünem Button „Projekt starten“. Rechts ein Foto im Freien mit zwei Personen, die eine Raketen-Grafik und einen grünen Kreis mit „500 € Starterbonus“ hochhalten. Unten ein grüner Balken mit dem Hinweis „50.000 € noch im Fördertopf!“. (Bildquelle: www.rewag-crowd.de)

REWAG: Crowdfunding-Plattform gestartet

[03.02.2026] Ab sofort können Vereine und Initiativen aus Regensburg und der Region ihre gemeinnützigen Projekte online vorstellen. Wie die REWAG mitteilt, steht dafür ein Fördertopf in Höhe von 50.000 Euro bereit. Die Plattform soll lokale Vorhaben sichtbarer machen und sie finanziell unterstützen. mehr...

Schleswig-Holstein: Erhöhung des Bürgerenergiefonds

[20.01.2026] Schleswig-Holstein erhöht den Bürgerenergiefonds um weitere fünf Millionen Euro und stärkt damit die Finanzierung von Energieprojekten in Bürgerhand. Das Gesamtvolumen des Fonds steigt auf 15 Millionen Euro und soll neue Wind-, Solar- und Wärmeprojekte anschieben. mehr...

Niedersachsen: Gewerbesteueraufkommen für Offshore-Windparks gesichert

[07.01.2026] Niedersachsen ordnet die Gewerbesteuer für Offshore-Windparks neu und sichert damit dauerhaft hohe Einnahmen für seine Kommunen. Kern der Regelung ist die Zuweisung der Hebeberechtigung an Wilhelmshaven ab 2026, mit umfangreichen Umverteilungseffekten über den Kommunalen Finanzausgleich. mehr...

Kreis Freising: Floor-Vertrag für Batteriespeicher abgeschlossen

[18.12.2025] Ein Floor-Vertrag zwischen MVV Trading und der Bürger Energie Genossenschaft Freisinger Land soll die Wirtschaftlichkeit eines neuen Batteriespeichers sichern. Das Konzept verbindet eine garantierte Mindestvergütung mit der flexiblen Vermarktung an Strom- und Regelenergiemärkten. mehr...

Hessen: Bürgschaftsrahmen für kommunale Energienetze

[25.11.2025] Hessen will kommunale Energienetze stärken und stellt dafür einen Bürgschaftsrahmen von bis zu einer Milliarde Euro bereit. Nach Angaben der Stadt Hanau soll das neue Programm Stadtwerken den Zugang zu Kapital erleichtern und Investitionen in Infrastruktur beschleunigen. mehr...

Mainz: Fördermittel ausgeschöpft

[24.11.2025] Das Mainzer Förderprogramm für Photovoltaik-Speicher ist beendet, die Mittel aus dem kommunalen Investitionsprogramm KIPKI sind vollständig vergeben. Rund 500.000 Euro ermöglichten den Bau hunderter Anlagen mit großer Solar- und Speicherkapazität. mehr...

SWLB: Bürgerfinanzierungsmodell trifft auf hohe Nachfrage

[20.11.2025] Das Bürgerfinanzierungsmodell SWLB KLIMA-Invest hat kurz nach dem Start die Marke von fünf Millionen Euro erreicht. Für weitere Anleger steht laut Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim noch knapp ein Millionbetrag bereit. mehr...

badenova: Förderung von acht Klima- und Wasserschutzprojekten

[13.11.2025] Der badenova Innovationsfonds fördert im Herbst 2025 acht neue Projekte für Klima- und Wasserschutz in Baden-Württemberg mit insgesamt rund 1,3 Millionen Euro. Damit setzt der Energieversorger eigene Akzente für grüne Quartiere, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Mobilität in der Region. mehr...