Freitag, 3. Juli 2026

Blockchain-Initiative EnergieProjekte vorgestellt

[23.03.2018] Erste konkrete Vorhaben hat jetzt die Blockchain-Initiative Energie vorgestellt. So soll etwa im Projekt MaKo-Chain untersucht werden, ob sich der Prozess Lieferantenwechsel mithilfe der Blockchain einfacher, sicherer und schneller abbilden lässt.

Die Blockchain-Initiative Energie im EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation ist mit 36 Mitgliedsunternehmen der derzeit größte Interessensverband zu diesem Thema in Deutschland. Auf dem dritten Treffen der Mitglieder am 20. März 2018 in Karlsruhe wurden nun erste konkrete Projekte in den Themenbereichen Markt, Technologie sowie Recht & Regulierung vorgestellt.
So ist das Team Markt nach Angaben der Blockchain-Initiative derzeit dabei, eine komplette Übersicht aller Blockchain-Projekte in der deutschen Energiewirtschaft zusammenzustellen. Zudem sei ein Entscheidungsbaum verabschiedet worden, mit dessen Hilfe mögliche Use-Cases, aber auch laufende Projekte, auf ihre Blockchain-Tauglichkeit hin geprüft werden können. Damit will die Blockchain-Initiative Energie ihren Mitgliedern ein Werkzeug an die Hand geben, mit dem diese einfach und schnell einschätzen können, wo der Einsatz dieser neuen Technologie sinnvoll ist.
Ob sich mithilfe der Blockchain auch die Marktkommunikation künftig einfacher und besser abbilden lässt, untersucht das Team Technologie im Projekt MaKo-Chain am Beispiel des Lieferantenwechsels. Dieser Prozess sei deshalb ausgewählt worden, da er alle Marktrollen betreffe, streng reguliert und das Prozesswissen bei allen Marktteilnehmern vorhanden sei. Motivation für das Projekt ist nach Angaben der Blockchain-Initiative unter anderem das EU-Winterpaket. Dieses fordert einen EU-weit einheitlichen Wechselprozess und Wechselfristen von nur noch einem Tag.
Das Team Recht & Regulierung schließlich hat im Rahmen des Treffens in Karlsruhe den Entwurf eines Positionspapiers zum Thema Blockchain vorgestellt. Es soll in den kommenden Wochen und Monaten mit Inhalten gefüllt und im Sommer 2018 im Rahmen eines parlamentarischen Abends mit Entscheidungsträgern aus der Politik und anderen Verbänden diskutiert werden.





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