Sonntag, 31. August 2025

Stadtwerke MünchenÜbernahme der BioEnergie Taufkirchen

[16.01.2019] Im Rahmen der Ausbauoffensive Erneuerbare Energien haben die Stadtwerke München (SWM) die BioEnergie Taufkirchen (BET) übernommen. Damit gehört nun ein großes Biomasse-Heizkraftwerk zum Anlagenpark der SWM.

Einen weiteren Schritt hin zu einer CO2-neutralen Energieversorgung haben die Stadtwerke München (SWM) gemacht: Mit Unterzeichnung des Kaufvertrags für die BioEnergie Taufkirchen (BET) gehen ein großes Biomasse-Heizkraftwerk sowie ein rund 43 Kilometer langes Fernwärmenetz in ihren Besitz über. Das Bundeskartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.
Mit dem Kauf kommen die SWM nach eigenen Angaben ihrem im Rahmen der Ausbauoffensive Erneuerbare Energien festgelegten Ziel näher, künftig so viel Ökostrom in eigenen Anlagen zu produzieren, wie ganz München benötigt. Darüber hinaus soll die bayerische Landeshauptstadt bis zum Jahr 2040 die erste deutsche Großstadt werden, in der Fernwärme zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.
Das mit Holz befeuerte Biomasse-Heizkraftwerk der BET arbeitet im Kraft-Wärme-Kopplungsprozess und erzeugt laut den Stadtwerken München rund 25.000 Megawattstunden (MWh) Ökostrom pro Jahr sowie rund 150.000 MWh Ökowärme. Das dazugehörige Fernwärmenetz versorge Teile der Gemeinden Taufkirchen, Ottobrunn und Neubiberg mit Ökowärme. Der Ökostrom werde ins Stromnetz eingespeist. Um die Versorgung in der Region intelligent zu vernetzen, sei langfristig ein Zusammenschluss der Fernwärmesysteme unter anderem mit den Geothermieanlagen Kirchstockach und Dürnhaar der SWM geplant.
„Das Biomasse-Heizkraftwerk ist unsere 45. regenerative Erzeugungsanlage im Raum München“, sagt Helge-Uve Braun, technischer Geschäftsführer der SWM. „Wir freuen uns sehr, damit unser Engagement in der regenerativen Wärme- und Stromerzeugung vor allem hier in der Region weiter ausbauen zu können.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Kraft-Wärme-Kopplung

Gotha: iKWK-Anlage in Betrieb

[18.08.2025] Die Gothaer Stadtwerke Energie haben in Gotha-Siebleben eine innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Betrieb genommen. Das Zusammenspiel von Blockheizkraftwerk, Luft-Wärmepumpe und Power-to-Heat soll jährlich rund 230 Tonnen CO₂ einsparen und 400 Haushalte mit klimafreundlicher Wärme versorgen. mehr...

bericht

Quartierskonzepte: Krisensichere Energieversorgung

[04.08.2025] Die Kombination aus BHKW, Photovoltaikanlage und einem Batteriespeicher mit Notstromfunktion gewährleistet in der Gemeinde Wackersdorf die Versorgungssicherheit sowohl im Alltag als auch im Krisenfall. mehr...

interview

Interview: Mehr Mut zur Dezentralität

[24.07.2025] Nach drei Jahrzehnten an der Spitze von 2G Energy verabschiedet sich Christian Grotholt aus dem operativen Geschäft. Im Gespräch mit stadt+werk zieht der Mitgründer und langjährige CEO eine persönliche Bilanz. mehr...

Erkner: Zweite Großwärmepumpe angeliefert

[18.07.2025] Mit der Anlieferung der zweiten Großwärmepumpe ist das neue Heizsystem in Erkner Mitte vollständig. Ab Herbst liefert es erstmals grüne Fernwärme – mehr als die Hälfte davon aus erneuerbaren Quellen. mehr...

Bundesnetzagentur: Mehr Wettbewerb bei KWK

[14.07.2025] Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge für die Ausschreibungen von konventionellen und innovativen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen vergeben. Die Nachfrage war in beiden Verfahren deutlich höher als das ausgeschriebene Volumen. mehr...

Stadtwerke Duisburg: Wärme aus der Kläranlage

[07.07.2025] Die Stadtwerke Duisburg haben an der Kläranlage Huckingen die größte innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (iKWK) ihrer Art in Deutschland in Betrieb genommen. Sie entzieht gereinigtem Abwasser Wärme und speist diese in das Fernwärmenetz ein. mehr...

bericht

Serie Best Practice KWK: Konzept für resiliente Energieversorgung

[16.06.2025] Zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit bieten sich modular aufgebaute Gasmotorenkraftwerke an. Sie können bei Bedarf hochflexibel sowohl Strom für den Kapazitätsmarkt als auch Wärme für Fernwärmenetze bereitstellen. mehr...

KWK-Symposium: Schlüsseltechnologie für Energiewende

[13.06.2025] Am 11. Juni lud der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen zum 23. KWK-Symposium nach Duisburg. mehr...

2G Energy: Energie für Rechenzentren

[30.05.2025] Das Unternehmen 2G Energy will sich stärker im Markt für Rechenzentren positionieren. Ein neuer Geschäftsbereich bündelt das Angebot für die wachsende Branche. mehr...

Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim: Energiezentrale in Betrieb genommen

[22.05.2025] Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim haben ihre neue Energiezentrale Waldäcker III offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage soll die Fernwärmeversorgung in der Region deutlich klimafreundlicher machen und spart jährlich bis zu 13.000 Tonnen CO₂ ein. mehr...

Bremen: Ein Jahr nach dem Kohleausstieg

[06.05.2025] Am 30. April 2024 beendete der Energieversorger swb die Kohleverstromung im Land Bremen. Ein Jahr später zieht das Unternehmen Bilanz – mit Blick zurück und nach vorn. mehr...

N-ERGIE: Kohlefeuer vor 20 Jahren erloschen

[29.04.2025] Bereits 2005 verabschiedete sich der Nürnberger Energieversorger N-ERGIE von der Kohle. Seitdem wird das Heizkraftwerk Sandreuth klimafreundlich umgebaut. Nun soll auch ein Altholzkraftwerk entstehen. mehr...

bericht

Serie Best Practice KWK: Biomethan statt Kohle

[10.04.2025] Der Energiekonzern enercity aus Hannover plant den Kohleausstieg bis 2027. Wichtige Bausteine dafür sind Biomethan-Blockheizkraftwerke, die um eine Flusswasser-Wärmepumpe mit einer Leistung von 60 Megawatt ergänzt werden sollen. mehr...

Das Bild zeigt eine Luftaufnahme des Heizkraftwerks Köln-Merkenich

Köln: Schluss mit heimischer Braunkohle

[03.04.2025] Der Energieversorger RheinEnergie hat den Braunkohlekessel im Heizkraftwerk Köln-Merkenich endgültig stillgelegt. Damit ist die Nutzung der heimischen Braunkohle zur Energieerzeugung in Köln Geschichte. mehr...

bericht

Serie Best Practice KWK: Neue Gase als Brennstoff

[24.02.2025] Einer der Vorteile der KWK ist ihre Flexibilität beim Brennstoffeinsatz. Anlagen, die H2-ready sind, sind am Markt längst verfügbar. In Forschungsprojekten wird untersucht, wie Anlagen ohne Leistungseinbußen mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden können. mehr...