Berliner StadtwerkeSolarpakt mit Technik-Hochschule
990 Solarmodule auf knapp 2.000 Quadratmetern Dachfläche wollen die Berliner Stadtwerke bis zum Spätsommer 2020 auf dem Campus Wilhelminenhof der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) in Oberschöneweide installieren. Die Module verteilen sich auf zwei große Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 280 Kilowatt peak und werden jährlich 240.000 Kilowattstunden (kWh) erbringen. Der Ertrag dient laut den Stadtwerken und der Hochschule ausschließlich dem Eigenverbrauch. Dadurch spare die Hochschule rund 55 Tonnen CO2 pro Jahr ein. „Für uns ist dieser neue Vertrag gleich aus mehreren Gründen großartig“, sagt Stadtwerke-Chefin Kerstin Busch. Zudem sei der Hochschulcampus vielen Beschäftigen bei den Stadtwerken und deren Mutterunternehmen, den Wasserbetrieben, aus ihrer Studienzeit vertraut.
Die HTW Berlin, die auch den Studiengang Regenerative Energien anbietet, hat sich mit dem Abschluss einer Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin und der Zertifizierung mit dem Öko-Label EMAS dem Umweltschutz verpflichtet, berichten die Stadtwerke und die Hochschule weiter. Seit Jahren senke die Hochschule ihren Energiebedarf durch organisatorische und technische Maßnahmen, nun soll zusätzlich zu einer Solarthermie- und einer kleinen PV-Anlage der Anteil an regenerativ erzeugter Energie durch die Installation weiterer Solarmodule signifikant steigen. „Wir haben als HTW Berlin ein klares Ziel: klimaneutral ab 2021 – als erste Hochschule Berlins“, erklärt Carsten Busch, Präsident der HTW Berlin.
Die Anlagen entstehen wie bei den Solarpakten für die Berliner Bezirke (wir berichteten) auch im Pachtmodell. Die Berliner Stadtwerke installieren, warten und unterhalten die Anlagen, die so bemessen werden, dass die maximale Menge des erzeugten Stroms auch im jeweiligen Gebäude verbraucht wird. Die HTW Berlin verpachte die Dächer für einen symbolischen Betrag und pachte im Gegenzug die Solaranlagen. Durch den eingesparten Netzstrom sei die Inbetriebnahme und Wartung der Anlagen für die Hochschule mit keinen zusätzlichen Kosten verbunden.
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