Freitag, 20. März 2026

REWAG / WINDPOWERBürgerwindkraft auch ohne EEG

[10.12.2020] Die REWAG vermarktet ab 2021 den Strom des Regensburger WINDPOWER-Bürgerkraftwerks und stellt damit den Weiterbetrieb trotz Auslaufen der EEG-Förderung sicher.
Der Strom des Regensburger Bürgerwindkraftwerks wird in Zukunft durch die REWAG vermarktet.

Der Strom des Regensburger Bürgerwindkraftwerks wird in Zukunft durch die REWAG vermarktet.

(Bildquelle: Robert Hiltl)

Bereits im Jahr 1998 nahm eine der ältesten bayerischen Bürgerwindgesellschaften – WINDPOWER Windkraftwerk Regensburg – eine Windenergieanlage am Sallerner Mühlberg im Norden der Stadt in Betrieb. Wie Energieversorger REWAG mitteilt, ermöglichten damals 85 aus Regensburg und der Region stammende Bürger Finanzierung, Planung und Bau der ersten Windkraftanlage auf dem Gebiet einer bayerischen Großstadt – noch ein Jahr vor der Inbetriebnahme des Münchner Windkraftwerks bei Fröttmaning. Die Windenergieanlage mit einer Leistung von 500 Kilowatt habe seit ihrer Inbetriebnahme bis heute rund 9,5 Millionen Kilowattstunden Ökostrom produziert. So konnten rechnerisch rund 150 Privathaushalte durchgehend über die gesamte Betriebszeit hinweg mit Strom versorgt werden.
Ende 2020 fallen die ersten älteren Windenergieanlagen aus der Vergütungsförderung des im April 2000 in Kraft getretenen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), berichtet REWAG weiter. Der Bundesverband WindEnergie (BWE) benennt eine Gesamtzahl von deutschlandweit insgesamt rund 16.000 Megawatt installierter Windleistung, die ab Ende 2020 bis 2025 aus der Förderung ausscheiden werden. Das entspräche zum Vergleich 32.000 Anlagen vom Typ des Regensburger Windrads. Für die Regensburger Anlage sei der Zahlungsanspruch der EEG-Förderung auf den 31. Dezember 2020 limitiert. Nach diesem Zeitpunkt erhalte das Bürgerwindkraftwerk keine feste gesetzliche Vergütung mehr für die Stromeinspeisung. Ein umfangreiches Weiterbetriebsgutachten aus dem Jahr 2018 kam laut REWAG jedoch zu dem Ergebnis, dass der Betrieb der Anlage aus rein technischer Sicht für weitere rund 30 Jahre möglich wäre: „Die theoretische Weiterbetriebsdauer ist bis 2050 möglich“, sagt Clemens Reichl, technischer Leiter bei WINDPOWER. Der Weiterbetrieb wird nun durch die REWAG gesichert, die den erzeugten Strom vermarktet, vorerst von Januar 2021 bis Dezember 2022.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Windenergie
Windenergieanlage auf einer Waldlichtung im Schwarzwald, umgeben von dichtem Wald und Mittelgebirgslandschaft unter wolkigem Himmel.

Süddeutschland: Milliardenpotenzial durch mehr Windkraft

[12.03.2026] Eine aktuelle Studie plädiert für einen stärkeren Ausbau der Windenergie in Süddeutschland. Mehr Windkraftanlagen in Bayern und Baden-Württemberg könnten die Kosten im Stromsystem deutlich senken. Branchenverbände fordern deshalb eine Änderung der Förderregeln. mehr...

Baden-Württemberg: 22 Windpark-Projektierer warnen vor Aus von Windenergie

[02.03.2026] 22 Windpark-Projektierer aus dem Südwesten warnen vor einem faktischen Aus für neue Anlagen in Baden-Württemberg. Sie sehen den Ausschreibungsmechanismus des EEG als Ursache und drängen die Bundesregierung zu raschen Korrekturen. mehr...

Stadtwerke Tübingen: Geplanter Windpark wird verkleinert

[02.03.2026] Die Stadtwerke Tübingen reduzieren den geplanten Windpark Rammert von 13 auf zehn Anlagen. Grundlage sind neue Windmessungen und Gutachten, die Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsfähigkeit einzelner Standorte neu bewerten. mehr...

Baden-Württemberg: KI soll Genehmigung von Windkraftanlagen beschleunigen

[26.02.2026] Baden-Württemberg beschleunigt die Genehmigung von Windkraftanlagen mit KI-gestützten Prüf- und Assistenzsystemen. Angesichts von mehr als 1.000 neuen Anträgen im Jahr 2025 und fast 1.800 Projekten in Planung soll die Digitalisierung Verfahren weiter verkürzen und Investitionen absichern. mehr...

50Hertz: Unterlagen für Seetrasse eingereicht

[17.02.2026] 50Hertz hat die Genehmigungsunterlagen für die Seetrasse des Offshore-Projekts Ostwind 4 vollständig eingereicht, darunter erstmals eine 525-Kilovolt-Hochspannungsgleichstromübertragung in der deutschen Ostsee. Damit startet das formelle Verfahren für den Netzanschluss eines Ein-Gigawatt-Windparks nordöstlich von Rügen und rückt die Realisierung des Vorhabens näher. mehr...

RWE: Hochzeitsvorbereitungen für Offshore-Umspannwerke

[12.02.2026] Zwei Offshore-Umspannwerke für das 1,6-Gigawatt-Nordseecluster sind in Saint-Nazaire fertiggestellt und bereit für den Einsatz vor der deutschen Küste. Mit der Installation der bis zu 2.500 Tonnen schweren Plattformen rückt die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts 2027 näher. mehr...

RWE: Stromabnahmevertrag mit Amazon geschlossen

[04.02.2026] RWE und Amazon haben einen Stromabnahmevertrag über 110 MW Offshore-Windenergie aus dem Projekt Nordseecluster B geschlossen. Der Vertrag stärkt den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland und unterstützt Amazons Ziel der CO2-Neutralität bis 2040. mehr...

Amprion: Hybrider Offshore-Interkonnektor geplant

[28.01.2026] Deutschland und Dänemark wollen ihre Stromnetze in der Nordsee enger verknüpfen und planen einen hybriden Offshore-Interkonnektor zwischen beiden Ländern. Amprion und Energinet sollen das Projekt mit innovativer Gleichstromtechnik auf See umsetzen. mehr...

VKU: Kurskorrektur beim Offshore-Ausbau gefordert

[28.01.2026] Der Verband kommunaler Unternehmen fordert anlässlich des Nordsee-Gipfels eine Kurskorrektur beim Ausbau der Offshore-Windenergie. Ziel sei ein Ausbaupfad, der Systemkosten begrenzt, Netze besser auslastet und Investitionen wirtschaftlich tragfähig macht. mehr...

Stadtwerke Stuttgart: Bei Windparkprojekt ist die Luft raus

[23.01.2026] Stadtwerke Stuttgart und Uhl Windkraft stoppen ihre Windkraftpläne im Vorranggebiet Zollernalb. Messdaten zeigen deutlich geringere Windgeschwindigkeiten als prognostiziert und machen einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich. mehr...

Thüringen: Ausbau der Beteiligung an Windenergie

[21.01.2026] Thüringen plant, die finanzielle Beteiligung von Kommunen an Windenergieprojekten auszuweiten und künftig auch Photovoltaik-Freiflächen einzubeziehen. Gleichzeitig sollen Ausnahmen für energieintensive Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern. mehr...

Niedersachsen: Gewerbesteueraufkommen für Offshore-Windparks gesichert

[07.01.2026] Niedersachsen ordnet die Gewerbesteuer für Offshore-Windparks neu und sichert damit dauerhaft hohe Einnahmen für seine Kommunen. Kern der Regelung ist die Zuweisung der Hebeberechtigung an Wilhelmshaven ab 2026, mit umfangreichen Umverteilungseffekten über den Kommunalen Finanzausgleich. mehr...

Gruppenfoto von acht Personen bei der Vorstellung des geplanten Windparks Schäferköppel. Von links: Tina Zapf Rodriguez (Frankfurter Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen), Thomas Schrage (Erster Stadtrat Karben), Dr. Michael Maxelon (Vorstandsvorsitzender Mainova AG), Dr. Oliver Jedynak (Bürgermeister Bad Homburg vor der Höhe), Mike Josef (Oberbürgermeister Frankfurt am Main), Martin Giehl (Vorstand Technik & Erzeugung Mainova AG), Christian Stenglein (Vorstandsmitglied FraBeG) und Yannick Schwander (Ortsvorsteher Nieder-Erlenbach). Die Gruppe hält eine große Standortkarte des Windparks; im Hintergrund stehen Roll-ups der beteiligten Organisationen und ein Modell eines Windrads.

Mainova: Windpark vor den Toren Frankfurts

[03.12.2025] Im Norden Frankfurts entsteht ein neuer Windpark. Die Anlagen soll ab Ende 2027 Strom liefern und einen Beitrag zum Klimaschutz in der Region leisten. Von dem Projekt des Energieversorgers Mainova sollen auch die Standortkommunen und die Bürger profitieren. mehr...

Münster: Energiepark in Planung

[02.12.2025] Am Autobahnkreuz Münster-Süd soll ein Energiepark aus Windrad und großer Solaranlage entstehen, der tausende Haushalte mit regional erzeugtem Strom versorgt. mehr...

RWE: Weniger ist mehr

[26.11.2025] RWE erneuert den Windpark Calle in Niedersachsen und ersetzt fünf ältere Turbinen durch drei leistungsstärkere Anlagen. Das Repowering soll die mögliche Stromproduktion erheblich steigern und zusätzliche Einnahmen für die umliegenden Gemeinden bringen. mehr...