Freitag, 21. August 2026

denaStartschuss für Energy Efficiency Award

[06.04.2022] Projekte und Konzepte zur Steigerung der Energieeffizienz und Senkung der Treibhausgasemissionen zeichnet die Deutsche Energie-Agentur (dena) in diesem Jahr bereits zum 16. Mal mit dem Energy Efficiency Award aus.

Die deutsche Energie-Agentur (dena) sucht ab sofort Projekte und Konzepte zur Steigerung der Energieeffizienz und Senkung der Treibhausgasemissionen. Sie teilt mit, dass sie die besten Wettbewerbsbeiträge mit dem Energy Efficiency Award 2022 prämiert, der mit Preisgeldern von insgesamt 30.000 Euro dotiert ist. Zusätzlich erhielten die Gewinner und Nominierten ein Siegel für ihre Öffentlichkeitsarbeit. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) würden in einer Kategorie für ihr Engagement und ihre Leistungen bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen gesondert gewürdigt. Der Award werde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert sowie von der KfW als Premium-Partner unterstützt.
„Die dena vergibt den Energy Efficiency Award nun schon zum 16. Mal. Energieeffizienz und CO2-Einsparung sind insbesondere auch für Unternehmen vor dem Hintergrund der Gas- und Energiepreiskrise aktueller denn je. Denn Energieeffizienzmaßnahmen leisten nicht nur einen elementaren Beitrag zum Klimaschutz und reduzieren die Kosten für Unternehmen sowie die Volkswirtschaft. In der jetzigen Situation zeigt sich auch, dass Energieeffizienz eine sicherheitspolitische Relevanz hat. Mit unserem Wettbewerb würdigen wir innovative Unternehmer, die erfolgreich den Weg in Richtung Klimaneutralität einschlagen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, zum Bewerbungsstart.

Vier Wettbewerbskategorien

Angaben der dena zufolge können interessierte Unternehmen jeglicher Größe und Branche aus dem In- und Ausland sich bis zum 27. Mai 2022 mit einem oder mehreren Wettbewerbsbeiträgen bewerben.
Zur Auswahl stehen vier Kategorien. In der Kategorie „Think Big! – Komplexe Energiewendeprojekte“ seien systemisches Denken und integrierte Lösungen für die Energiewende gefragt. Bewerber könnten realisierte Projekte einreichen, in denen eine Vielzahl von Maßnahmen aufeinander abgestimmt wurden. In dieser Kategorie vergebe die dena zwei Preise: einen für kleinere und mittlere Unternehmen, den anderen für größere Betriebe.
Die Kategorie „Von clever bis digital! – Die Bandbreite der Energieeffizienz“ richte sich an Unternehmen, deren Projekt die Möglichkeiten der Energieeffizienz in der Umsetzung zeigen. Hierzu gehörten geringinvestive Maßnahmen, ausgereifte Technologien oder die datengestützte Optimierung via Software-Lösungen, digitalen Sensoren und Steuerungen.
Die Kategorie „Gemeinsam mehr erreichen! – Energiedienstleistungen als Enabler der Energiewende“ zeichne umgesetzte Projekte von Unternehmen aus, in die Energiedienstleister eingebunden sind. Ihr Beitrag könne zum Beispiel in der Konzeption und Planung einer Anlage, deren Realisierung, Finanzierung, Betriebsführung oder Instandhaltung liegen.
In der vierten Kategorie „Konzepte für eine klimaneutrale Zukunft! – Ambitionierte Klimaschutzziele, ganzheitliche Transformationsansätze und klimaschonende Produkte“ können Unternehmen, die eigene Klimaschutzstrategien oder klimaschonende Produkte entwickelt haben, ihre Konzepte für den Publikumspreis einreichen.

Preisverleihung auf dena Energiewende-Kongress 2022

Eine Jury mit Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien werde die eingereichten Beiträge bewerten. Ihre Kriterien dabei seien: Energieeinsparung, Klimaschutzrelevanz, Wirtschaftlichkeit sowie Innovationsgrad und Übertragbarkeit. Im Oktober 2022 gebe die dena die nominierten Projekte bekannt. Die fünf Preisträger werden im Rahmen eines feierlichen Bühnenprogramms auf dem dena Energiewende-Kongress am 14. November 2022 in Berlin ausgezeichnet. Die drei nominierten Unternehmen für den Publikumspreis werden ihre Konzepte vor Ort auf dem Kongress präsentieren. Das Publikum werde dann in einer Abstimmung den Gewinner auswählen.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz
Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stuttgarter Rathauses mit Blick über die Innenstadt. Am Horizont ist der Stuttgarter Fernsehturm erkennbar.
bericht

Stuttgart: Klimaziele nicht erreichbar

[17.08.2026] Stuttgart hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 deutlich reduziert. Für das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden, reicht das bisherige Tempo jedoch nicht aus. Das geht aus dem neuen Bericht zur Gesamtstädtischen Klimastrategie hervor. Besonders kritisch bewertet die Stadt die Entwicklung im Wärmesektor. mehr...

Energie-Kommune: Tangerhütte setzt auf Erneuerbaren-Mix

[11.08.2026] In Tangerhütte sind bereits Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Leistung von rund 261 Megawatt installiert. Es sind weitere Wind- und Solarprojekte geplant. Zugleich arbeitet die Stadt an einer nachhaltigen Wärmeversorgung und setzt auf einen großen neuen Batteriespeicher. mehr...

Nürnberg: Maßnahmen zur Klimaneutralität bis 2035 vorgestellt

[05.08.2026] Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg baut ihre Eigenenergieerzeugung und Energieeffizienz aus, um bis 2035 klimaneutral zu werden. Ein Sachstandsbericht zeigt, welche technischen Maßnahmen bereits wirken und welche Projekte als Nächstes folgen. mehr...

Westmittelfranken: Vier Kreise legen Energienutzungspläne vor

[03.08.2026] Vier Landkreise in Westmittelfranken haben digitale Energienutzungspläne bis 2040 vorgestellt. Die Analysen zeigen, warum für die Energiewende künftig nicht mehr Jahresbilanzen, sondern das zeitliche Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Netzen und Speichern entscheidend ist. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Klima-Impulse aus dem Süden

[23.07.2026] Vier Kommunen in Baden-Württemberg haben sich auf den Weg gemacht, Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen – fünf Jahre früher als vorgeschrieben. Sie verfolgen bewusst unterschiedliche Schwerpunkte. Viele Ansätze lassen sich auf andere Kommunen übertragen. mehr...

Tübingen: Stadt will Klimaschutzprogramm fortsetzen

[23.07.2026] Tübingen hat sein Klimaschutzprogramm bis 2030 fortgeschrieben und den Ausbau der Wärme- und Energie-Infrastruktur bekräftigt. Der Gemeinderat hält trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Ziel der Klimaneutralität fest und setzt dabei auf umfangreiche Investitionen von Stadt und Stadtwerken. mehr...

Görlitz: 2030 grenzüberschreitend klimaneutral

[13.07.2026] Görlitz will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Daraus ist ein langfristiger Umbau der Energieversorgung, der Stadtentwicklung und der Zusammenarbeit entstanden. Die Stadt arbeitet mit Partnern aus Deutschland und Polen zusammen. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als „Energie-Kommune des Monats Juli 2026” ausgezeichnet. mehr...

Hamburg: CO2-Bilanz vorgelegt

[08.07.2026] Hamburg hat erstmals eine CO2-Schätzbilanz bereits sechs Monate nach Ende des Bilanzjahres vorgelegt. Die vorläufigen Daten zeigen für 2025 einen Anstieg der Emissionen und sollen die Steuerung der Klimapolitik deutlich beschleunigen. mehr...

Bremen: Schornstein macht Platz für Neues

[08.07.2026] Auf dem Kraftwerksgelände der swb im Bremer Hafen beginnt der Rückbau der Schornsteine der ehemaligen Steinkohleblöcke 5 und 6. Mit dem Abriss verschwindet nicht nur das höchste Bauwerk Bremens, sondern es entstehen auch Flächen für den weiteren Umbau des Energiestandorts. mehr...

Konstanz: Neuer Klimaschutzbericht erschienen

[29.06.2026] Der 14. Klimaschutzbericht der Stadt Konstanz verweist auf eine wachsende Lücke zwischen Klimazielen und tatsächlicher Umsetzung. Zugleich nennt der Bericht konkrete Ansätze für schnellere Emissionsminderungen und eine wirksamere Finanzierung des kommunalen Klimaschutzes. mehr...

Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038

[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...

BEEKOMM: Thüringen erhält 1,6 Millionen Euro Förderung

[05.06.2026] Mit dem Projekt BEEKOMM unterstützt Thüringen Kommunen beim schnelleren Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik. Bund und Land stellen dafür Fördermittel bereit und finanzieren neue Beratungsangebote, die Planungsprozesse vor Ort beschleunigen sollen. mehr...

Netzwerk Altmühlfranken: Auszeichnung für Energie- und Wärmewendeprojekte erhalten

[03.06.2026] Das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken ist für seine interkommunale Zusammenarbeit bei Energie- und Wärmewendeprojekten ausgezeichnet worden. In drei Jahren entstanden 38 gemeinsame Konzepte und Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich vorangebracht haben. mehr...

eueco: Neue Leitfadenreihe zur Bürgerbeteiligung veröffentlicht

[28.05.2026] eueco hat eine neue Leitfadenreihe für Bürgerbeteiligung an Projekten mit erneuerbaren Energien veröffentlicht. Hintergrund sind strengere Vorgaben, wachsender Finanzierungsdruck und der steigende Bedarf an standardisierten Beteiligungsmodellen für Kommunen, Stadtwerke und Projektierer. mehr...

Oberpfalz: Kommunales Klimaschutz-Netzwerk gegründet

[26.05.2026] In der Oberpfalz hat ein kommunales Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau erneuerbarer Energien seine Arbeit aufgenommen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Städte und Gemeinden bei Speichertechnik, Netzausbau und Finanzierungsmodellen enger zusammenbringen. mehr...