Samstag, 10. Januar 2026

Sachsen-AnhaltH2-Leitungsnetz kann gebaut werden

[20.12.2022] Der großflächige Ausbau des Wasserstoffnetzes in Sachsen-Anhalt und Ostdeutschland kann starten. Der Bund hat dazu grünes Licht gegeben. Sachsen-Anhalt investiert 55 Millionen Euro.

Der großflächige Ausbau des Wasserstoffnetzes in Sachsen-Anhalt und Ostdeutschland kann starten. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz genehmigte der Leipziger ONTRAS Gastransport den vorzeitigen Maßnahmenbeginn für die länderübergreifenden Infrastrukturprojekte „doing hydrogen“ und „Green Octopus Mitteldeutschland“. Von besonderer Bedeutung für Sachsen-Anhalt ist dabei die Errichtung eines Wasserstoffspeichers in Bad Lauchstädt (Saalekreis) sowie einer Pipeline zwischen Bad Lauchstädt, Leuna und dem niedersächsischen Salzgitter; allein hierfür wollen Bund und Land insgesamt knapp 150 Millionen Euro investieren. Energie- und Klimaschutzminister Armin Willingmann (SPD) sagt: „Grüner Wasserstoff ist ein Energieträger der Zukunft und der Schlüssel für die Klimaneutralität unserer energieintensiven Industrien wie etwa der Chemie. Voraussetzung dafür sind kräftige Investitionen in die Infrastruktur, die Erzeuger, Speicher und Verbraucher verbinden.“ Der Ausbau des Pipeline-Netzes in Sachsen-Anhalt ist auch ein zentraler Bestandteil der Wasserstoffstrategie des Landes. Sie sieht daneben vor, dass bis 2030 eine Elektrolyseleistung von einem Gigawatt zur Herstellung von grünem Wasserstoff aufgebaut werden soll; dies entspricht einem Viertel der derzeitigen konventionellen Wasserstoffproduktion im Land. Darüber hinaus sollen für die nachhaltige Wasserstoffproduktion Wind- und Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von fünf Gigawatt entstehen, Forschungskapazitäten für grüne Wasserstofftechnologien ausgebaut und regionale Netzwerke gestärkt werden. Für die Realisierung von Leitungs- und Speicherprojekten in Sachsen-Anhalt hat der Bund insgesamt rund 130 Millionen Euro eingeplant; das sachsen-anhaltische Energie- und Klimaschutzministerium steuert 55 Millionen Euro bei.





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