Dienstag, 5. Mai 2026

BielefeldAbgasfreies Heizkraftwerk in Betrieb

[27.05.2024] In Bielefeld-Grünheide werden jetzt 100 Neubauwohnungen umweltfreundlich mit Wärme und Warmwasser versorgt. Das Energiekonzept für das Neubaugebiet wurde vom Bielefelder Ingenieurbüro Reich + Hölscher TGA Planer entwickelt.
Im Bielefelder Neubaugebiet Grünheide gewinnen vier Wärmepumpen Energie aus der Umgebungsluft.

Im Bielefelder Neubaugebiet Grünheide gewinnen vier Wärmepumpen Energie aus der Umgebungsluft.

(Bildquelle: Grünheide Energie GmbH)

Im Neubaugebiet Grünheide ist Bielefelds größtes emissionsfreies Heizkraftwerk in einer Wohnanlage in Betrieb gegangen. Ab sofort sorgen Umweltwärme aus der Luft sowie Sonnen- und Windenergie für Heizung und Warmwasser in 100 neuen Wohnungen. Im Endausbau des von der Firma Amandla International projektierten Quartiers Grünheide im Stadtbezirk Mitte sollen es 400 sein.
Das vom Bielefelder Ingenieurbüro Reich + Hölscher TGA Planer entwickelte Versorgungskonzept sei technisch anspruchsvoll, aber angesichts der Klimakrise und steigender Energiekosten ebenso nachhaltig wie zukunftssicher, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Wärme wird über vier Wärmepumpen aus der Umgebungsluft gewonnen, die Stromversorgung erfolgt über eine große Photovoltaikanlage und Windkraftanlagen rund um Bielefeld. „Mit der Inbetriebnahme unserer Energiezentrale erreichen wir das Ziel der Projektentwicklung Grünheide, Qualität, Wirtschaftlichkeit und Komfort mit Nachhaltigkeit und Ökologie in Einklang zu bringen“, sagt Lars Esser-Carius, Geschäftsführer der Firma Grünheide Energie.
90 Prozent der benötigten elektrischen Energie wird durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern der angeschlossenen Gebäude erzeugt. 1.700 Photovoltaikmodule und 21 Batteriespeicher puffern bis zu 55 Megawattstunden Strom pro Jahr. Durch die innovative Energieversorgung werden jährlich rund 930 Tonnen CO2 eingespart. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 1,35 Millionen Euro gefördert. Zu den bisher 100 Wohneinheiten kommen bis August weitere 50 hinzu, mit dem Bau von 123 Wohnungen und einer Kindertagesstätte wurde bereits begonnen. Bis Anfang 2027 sollen alle Neubauten an die Energiezentrale angeschlossen sein.





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