Samstag, 14. März 2026

Stadtwerke ErfurtSWE Geothermie gegründet

[04.06.2024] Die Stadtwerke Erfurt haben jetzt eine Gesellschaft für Geothermie gegründet und Kay Eberhardt als deren Geschäftsführer ernannt.
Kay Eberhardt ist neuer Geschäftsführer der Projektgesellschaft SWE Geothermie.

Kay Eberhardt ist neuer Geschäftsführer der Projektgesellschaft SWE Geothermie.

(Bildquelle: SWE Stadtwerke Erfurt GmbH)

In Erfurt hat der Stadtrat jetzt die Gründung der SWE Geothermie genehmigt. Wie die Stadt Erfurt mitteilt, hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke als Geschäftsführer für das Unternehmen Kay Eberhardt, Bereichsleiter Technik der SWE Energie, bestimmt. Dieser äußert sich wie folgt: „Unsere Aufgabe ist es, das Thema Tiefengeothermie in Erfurt voranzutreiben und umzusetzen. Und zwar von den ersten Überlegungen bis zur Realisierung.“ Der erste große Schritt zur Umsetzung sei eine Erkundungsbohrung, bestenfalls im Erfurter Nordosten: „Die soll uns Erkenntnisse darüber liefern, wie die Schichten und geologischen Bedingungen unter uns genau aussehen und ob und wie wir sie für Tiefengeothermie nutzen können“, erläutert Eberhardt.
Den Stadtwerken zufolge geht es darum, die Energie in tausenden Metern Tiefe zu nutzen, um damit bis zu 40.000 Wohnungen mit erneuerbarer Wärme zu versorgen. Rund um die Uhr, jeden Tag, bis zu 50 Jahre lang, zu sozialverträglichen Kosten und unabhängig von den Energiemärkten. Die Idee: Kaltes Wasser wird in ein Bohrloch eingeleitet, verteilt sich im heißen Granit-Gestein in weiteren Bohrungen und steigt dann erwärmt wieder hoch.
Die Machbarkeitsstudie ist abgeschlossen, die Voruntersuchungen laufen. Im Vorfeld muss eine 3D-Seismik erstellt werden, die ein Bild des Untergrunds abliefert. Bis zu sieben Kilometer tief kann die Technik – spezielle Trucks und Sensoren – untersuchen. Dann wird der Bohrplatz ausgesucht, die Probebohrung ausgeschrieben.
„Wir werden, wenn alles klappt, ab dem Jahr 2027 bis zu 4.000 Meter die Probebohrung durchführen, zwei Ablenkungen schaffen“, sagt Eberhardt. Dann geht es weiter bis auf 5.500 Meter, immer wieder sollen Gesteinsproben entnommen werden. Rund 40 Millionen Euro soll die Bohrung kosten.





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