Dienstag, 17. März 2026

VKU-InnovationspreisVier Projekte ausgezeichnet

[13.03.2025] Der VKU hat auf seiner Verbandstagung in Berlin jetzt den VKU-Innovationspreis 2025 verliehen. Ausgezeichnet wurden vier Projekte aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern, die sich durch innovative Ansätze in Umweltbildung, Ressourcenmanagement, Nachwuchsförderung und der Energiewende hervortun.

Das Projekt H2Direkt wurde in der Kategorie „Kommunale Energiewirtschaft“ des VKU-Innovationspreises 2025 prämiert.

v.l.: Stefan Wenzel, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz; Marcus Böske, Energie Südbayern; Simon Batdorf, Thüga; Dr. Matthias Cord, Thüga; Dr. Elke Wanke, Energienetze Bayern; Reinhard Wendl, Energie Südbayern; Dr. Ulf Kämpfer, VKU; Ingbert Liebing, VKU

(Bildquelle: VKU/Bildschön/Trenkel)

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat auf seiner diesjährigen Verbandstagung in Berlin vier herausragende Projekte mit dem VKU-Innovationspreis 2025 ausgezeichnet. Wie der VKU mitteilt, gingen die Preise an Initiativen aus Brake (Niedersachsen), Engelskirchen (Nordrhein-Westfalen), München (Bayern) und Soltau (Niedersachsen), die neue Maßstäbe in den Bereichen Umweltbildung, Wasserwirtschaft, Nachwuchsförderung und Energiewende setzen.

VKU-Präsident und Jury-Vorsitzender Ulf Kämpfer betonte: „Die diesjährigen Preisträger zeigen eindrucksvoll, wie kreative Lösungen die Kommunalwirtschaft nachhaltig verbessern können. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur ökologischen und wirtschaftlichen Transformation und setzen Impulse für die gesamte Branche.“

Umweltbildung auf einer ehemaligen Deponie

Der Bergische Abfallwirtschaftsverband wurde für das Projekt :metabolon ausgezeichnet, das aus einer ehemaligen Deponie in Engelskirchen einen innovativen Bildungs- und Forschungsstandort gemacht hat. Seit 2011 vermittelt die Initiative praxisnah Wissen zu Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und Abfallvermeidung. Das 45 Hektar große Gelände ist für Besucher frei zugänglich und ermöglicht Wissenschaft, Bildungseinrichtungen und der breiten Öffentlichkeit, sich mit nachhaltigen Umwelttechnologien auseinanderzusetzen.

Intelligentes Regenwassermanagement

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) erhielt den Preis für sein Projekt b:rainTank, eine smarte Lösung zur Regenwassernutzung. Der digital gesteuerte Tank analysiert Wetterdaten und entleert sich vor Starkregen automatisch, um Überflutungen zu vermeiden und das Kanalsystem zu entlasten. Gleichzeitig speichert er Wasser für die Gartenbewässerung und schont so die Trinkwasserressourcen. Über eine App kann das System gesteuert und überwacht werden, was es zu einer flexiblen und dezentralen Lösung für Privathaushalte und Kommunen macht.

Freiwilliges Handwerkerjahr

Die Stadtwerke Soltau wurden für das Freiwillige Handwerkerjahr (FHWJ) ausgezeichnet. Das Programm richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die sich ohne Leistungsdruck in verschiedenen handwerklichen Berufen ausprobieren können. Ohne formale Zugangshürden wie Schulabschlüsse oder Notenvorgaben ermöglicht es praktische Erfahrungen in Betrieben, die eine Vergütung sowie die Chance auf eine anschließende Ausbildung bieten. Das Programm soll dem Fachkräftemangel im Handwerk entgegenwirken und Talente gezielt fördern.

Wasserstoff als Zukunftstechnologie

Das Gemeinschaftsprojekt H2Direkt von Energie Südbayern, Energienetze Bayern und Thüga wurde in der Kategorie „Kommunale Energiewirtschaft“ prämiert. Im bayerischen Hohenwart wurde erstmals ein bestehendes Gasnetz vollständig auf 100 Prozent Wasserstoff umgestellt. Seit Herbst 2023 werden zehn Privathaushalte und ein Gewerbebetrieb über das umgewidmete Netz mit grünem Wasserstoff versorgt. Das Projekt zeigt, wie bestehende Gasinfrastrukturen für eine klimaneutrale Energieversorgung genutzt werden können. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen in künftige Wasserstoffprojekte ein und liefern eine Blaupause für weitere Netzumstellungen.

Der VKU-Innovationspreis wird seit 2011 alle zwei Jahre vergeben und würdigt wegweisende Projekte kommunaler Unternehmen. Die Auszeichnung ist nicht mit einem Preisgeld verbunden, dient aber als bedeutende Anerkennung für innovative Ansätze in der Daseinsvorsorge.





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