Donnerstag, 5. November 2026

Bocholt/RhedeStadtwerke fusionieren

[16.04.2025] Bocholt und Rhede planen Stadtwerke-Fusion und folgen damit einem Beschluss der jeweiligen Aufsichtsräte. Damit soll die kommunale Versorgung gestärkt werden. Keine Änderungen soll es für Kunden geben.

2027 sollen die fusionierten Stadtwerke von Bocholt und Rhede an den Start gehen.

(Bildquelle: Stadtwerke Bocholt)

Die Aufsichtsräte der Stadtwerke Bocholt und Rhede haben sich einstimmig für eine Fusion der beiden kommunalen Energieversorger ausgesprochen. Nun sollen die Stadträte beider Städte über die Umsetzung entscheiden. Ziel ist eine gemeinsame Stadtwerke-Gesellschaft, die ihre regionalen Stärken bündelt – bei gleichbleibender Versorgungssicherheit. Die Fusion soll schrittweise erfolgen.

Sichere Zukunft, sichere Arbeitsplätze

Bereits im Juli 2024 hatten die Stadtverordnetenversammlungen Grundsatzbeschlüsse gefasst, wonach die Stadtwerke Rhede GmbH auf die Stadtwerke Bocholt GmbH verschmolzen werden sollen. Durch den Zusammenschluss versprechen sich beide Partner eine stärkere Marktposition, wirtschaftliche Synergien und Vorteile bei Investitionen in Zukunftstechnologien. Für die Kundinnen und Kunden ändert sich zunächst nichts – das fusionierte Unternehmen würde rund 43.000 Strom-, 25.000 Gas- und 30.000 Wasserkunden betreuen.

Auch die kommunale Infrastruktur bleibt getrennt: Die Bäder in beiden Städten, der Stadtbus Bocholt sowie die TOBI-Gas-Beteiligungen bleiben in städtischer Verantwortung. Die rund 340 Arbeitsplätze bleiben erhalten, davon rund 250 in Bocholt, 90 in Rhede und rund 120 in den Bädern.

Operativer Start ab 2027 geplant

Die Geschäftsführung der neuen Gesellschaft übernimmt Jürgen Elmer, bisher Geschäftsführer der Stadtwerke Bocholt. Der neue Aufsichtsrat soll 18 Mitglieder haben: 11 aus Bocholt, 6 aus Rhede sowie eine Arbeitnehmervertretung. Die Kämmerin der Stadt Bocholt und der Kämmerer der Stadt Rhede sollen dem Gremium beratend zur Seite stehen. Der Vorsitz soll zunächst in Rhede liegen.

Die gesellschaftsrechtliche Fusion ist für das Jahr 2025 vorgesehen. Die operative Fusion ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen, um die technischen und organisatorischen Umstellungen, insbesondere im IT-Bereich, sorgfältig vorzubereiten. Die Fusion erfolgt im Rahmen eines sogenannten „angepassten Transaktionspfades“.



Stichwörter: Unternehmen, Bocholt, Rhede


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