enercityGroßwärmepumpe am Klärwerk

Spatenstich: Die geplante Wärmepumpe ist Teil eines größeren Umbaus der Wärmeversorgung in Hannover.
v.l.: Martin Kramer, kommissarischer Betriebsleiter der Stadtentwässerung Hannover; Prof. Dr. Marc Hansmann, Vorstand für Finanzen und Infrastruktur bei enercity; Anja Ritschel, Dezernentin für Umwelt und Wirtschaft sowie enercity-Aufsichtsratsvorsitzende; Michael Hartung, Geschäftsführer der enercity Contracting GmbH
(Bildquelle: enercity/Tim Schaarschmidt)
Spatenstich: Die geplante Wärmepumpe ist Teil eines größeren Umbaus der Wärmeversorgung in Hannover.
v.l.: Martin Kramer, kommissarischer Betriebsleiter der Stadtentwässerung Hannover; Prof. Dr. Marc Hansmann, Vorstand für Finanzen und Infrastruktur bei enercity; Anja Ritschel, Dezernentin für Umwelt und Wirtschaft sowie enercity-Aufsichtsratsvorsitzende; Michael Hartung, Geschäftsführer der enercity Contracting GmbH
(Bildquelle: enercity/Tim Schaarschmidt)
Mit einem symbolischen Spatenstich hat der Energieversorger enercity den Bau einer Großwärmepumpe am Klärwerk Herrenhausen in Hannover begonnen. Die Anlage soll ab 2027 in Betrieb gehen und einen wichtigen Beitrag zur klimaneutralen Wärmeversorgung der Stadt leisten. Wie das Unternehmen mitteilt, wird die Wärmepumpe eine thermische Leistung von 30 Megawatt haben und jährlich rund 130.000 Megawattstunden Wärme erzeugen. Damit könnten sieben bis acht Prozent des Wärmebedarfs Hannovers in den Wintermonaten gedeckt werden.
Verlässliche Förderung
„Die Energiewende ist ein Kraftakt, der gemeinsam am besten gelingt. Kommunale Energieunternehmen brauchen eine verlässliche Förderung und stabile Rahmenbedingungen, um die großen Investitionen zu stemmen“, sagte Marc Hansmann, Vorstand bei enercity. Das Projekt sichere eine effiziente Wärmeversorgung für bis zu 13.000 Haushalte, weil das gereinigte Abwasser auch im Winter relativ warm sei.
enercity investiert nach eigenen Angaben rund 56 Millionen Euro in das Projekt, wovon 22,5 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Bundesförderung für effiziente Wärmenetze“ kommen. Auch die Landeshauptstadt Hannover unterstützt das Vorhaben. „Wärme aus der kommunalen Abwasseraufbereitung leistet einen effektiven Beitrag zur klimaneutralen Wärmeversorgung“, sagte Anja Ritschel, Wirtschafts- und Umweltdezernentin. Gerade in Ballungsgebieten sei der Bedarf hoch. „Mit der Großwärmepumpe am Klärwerk Herrenhausen schließen wir Kreisläufe und setzen Energie dort ein, wo sie gebraucht wird – das ist gelebte Kreislaufwirtschaft.“
Wichtige Rolle der Fernwärme
Die Wärmepumpe ist Teil eines größeren Umbaus der Wärmeversorgung in Hannover. enercity will das Kohlekraftwerk in Hannover-Stöcken bis Ende 2027 durch 14 neue, klimafreundliche Anlagen ersetzen, darunter Geothermie, Biomasse-Heizkraftwerke und Klärschlammverwertung. Der erste Block des Kohlekraftwerks soll bereits in Kürze abgeschaltet werden. Nach Angaben von enercity spielt Fernwärme für Hannovers Klimapläne eine zentrale Rolle. Das Netz soll von derzeit 360 auf 550 Kilometer wachsen. Bis 2040 sollen rund 18.000 Gebäude in Hannover mit klimaneutraler Fernwärme versorgt werden – fünfmal so viele wie heute.
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