Montag, 22. Juni 2026

BundesnetzagenturLetzter Abschnitt von Ultranet genehmigt

[06.11.2025] Die Bundesnetzagentur hat die Stromleitung Ultranet in ihrem letzten Abschnitt genehmigt. Damit ist der Verlauf der rund 342 Kilometer langen Gleichstromtrasse zwischen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg vollständig festgelegt und der Weg zur geplanten Inbetriebnahme Ende 2026 frei.

Die Bundesnetzagentur hat die Stromleitung Ultranet in ihrem letzten Abschnitt genehmigt.

(Bildquelle: adobestock)

Die Bundesnetzagentur hat nach eigenen Angaben das Planfeststellungsverfahren für den letzten von sieben Genehmigungsabschnitten der Stromleitung Ultranet abgeschlossen. Wie die Behörde berichtet, steht damit fest, wo die Hochspannungs-Gleichstrom-Verbindung als Freileitung zwischen Osterath in Nordrhein-Westfalen und Philippsburg in Baden-Württemberg verlaufen wird. Behördenpräsident Klaus Müller wertet den Abschluss der Genehmigungen der großen Stromautobahnen als Beleg dafür, dass der Netzausbau vorankomme und einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leiste.

Der jetzt genehmigte Abschnitt misst rund 78 Kilometer. Er beginnt am Punkt Koblenz, quert zwischen Koblenz und Urbar den Rhein und führt rechtsrheinisch über den Taunus nach Südosten in Richtung Frankfurt. Er endet auf dem Gebiet der Stadt Hofheim am Punkt Marxheim. Bestehende Freileitungen werden dabei aus- oder umgebaut, um Baumaßnahmen im Vergleich zu einem vollständigen Neubau zu reduzieren. Den Planfeststellungsbeschluss will die Bundesnetzagentur am 10. November 2025 veröffentlichen.

Ultranet soll künftig auf einer Gesamtlänge von etwa 342 Kilometern Strom mit zwei Gigawatt Leistung und 380 Kilovolt Spannung von Nordrhein-Westfalen nach Baden-Württemberg transportieren. Bereits genehmigte Abschnitte befinden sich laut Bundesnetzagentur im Bau. Verantwortlich für Planung, Bau und Betrieb sind die Übertragungsnetzbetreiber Amprion und TransnetBW.

Gemeinsam mit dem Amprion-Projekt A-Nord, das Emden mit Osterath verbindet und als Erdkabel genehmigt wurde, bildet Ultranet den sogenannten Korridor A. Über den Konverter in Osterath werden beide Leitungen gekoppelt. Nach Inbetriebnahme des Gesamtkorridors soll Strom von Emden bis Philippsburg fließen. Die Bundesnetzagentur rechnet für den Korridor A mit dem Start im Jahr 2027 und veröffentlicht regelmäßige Fortschrittsprognosen zum Netzausbau.





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