TransnetBWForschungsprojekt zur digitalen Vernetzung gestartet

Das Forschungsprojekt DataFleX untersucht die digitale Vernetzung von Strom, Wärme und Verkehr.
(Bildquelle: TransnetBW)
Wie der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW mitteilt, ist mit DataFleX ein unter der Leitung von Tennet Germany stehendes Forschungsprojekt zur digitalen Vernetzung von Strom, Wärme und Verkehr gestartet. Das Vorhaben soll zeigen, wie sich Millionen dezentraler Verbraucher und Speicher – etwa Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen oder Heimspeicher – gezielt in das Energiesystem integrieren lassen. Durch einen sektorenübergreifenden Datenaustausch sollen diese Flexibilitäten künftig für Netzstabilität und Klimaschutz nutzbar werden.
Das Projekt wird mit mehr als sieben Millionen Euro gefördert und in einem großflächigen Praxistest mit mehreren Tausend Anlagen erprobt. Dabei soll erstmals demonstriert werden, wie dezentrale Verbraucher und Speicher mit einer Gesamtleistung von über einem Megawatt gezielt für Redispatch-Maßnahmen eingesetzt werden können. „Die Energiewelt von morgen braucht eine intelligente, digitale Verbindung – zwischen Strom, Wärme und Mobilität“, erklärte Kathrin Günther, Chief Transformation Officer bei Tennet Germany. Bereits im Testbetrieb zeige sich, welches Potenzial in dieser Flexibilität stecke.
Ein Schwerpunkt von DataFleX ist die Entwicklung neuer Marktmechanismen, die dezentrale Energieflexibilitäten wirtschaftlich aktivieren. Diese Ansätze werden in Modellregionen innerhalb der Regelzonen der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW und Tennet Germany gemeinsam mit beteiligten Verteilnetzbetreibern erprobt. Parallel dazu werden bestehende Datenökosysteme wie energy data-X und Catena-X verknüpft, um sektorenübergreifend auf Flexibilitäten zugreifen zu können.
Das Konsortium aus elf Partnern aus Energiewirtschaft, Mobilität, IT und Forschung – darunter Fraunhofer-Institute, Siemens, Avacon Netz, FGH und die Forschungsstelle für Energiewirtschaft – verfolgt das Ziel, technische und ökonomische Grundlagen für eine digital vernetzte Energiewelt zu schaffen. Ein digitaler Datenaustausch soll langfristig helfen, Netzengpässe zu managen, Redispatch-Kosten zu senken und den Netzausbau effizienter zu gestalten. Dadurch könnten sich auch die Stromkosten für Verbraucher verringern und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland stärken.
DataFleX läuft über 18 Monate und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie der Europäischen Union finanziert.
Bremerhaven: Forschungsprojekt zur Belastbarkeit von Stromkabeln
[25.08.2026] Ein Forschungsprojekt in Bremerhaven entwickelt ein Monitoring-System, das die thermische Belastung erdverlegter Hochspannungskabel bei zunehmender Bodenaustrocknung überwachen soll. Besonders für die Anbindung von Offshore-Windparks könnte die Technik helfen, klimabedingte Risiken für kritische Netzinfrastruktur frühzeitig zu erkennen. mehr...
Regulatorik: Hochspannung im System
[20.08.2026] Energieversorger müssen sich in den kommenden Jahren auf zahlreiche regulatorische Neuerungen einstellen. MaBiS-Hub, Lieferantenwechsel Gas in 24 Stunden, AgNeS, HEDWIG und MiSpeL bringen insbesondere für die IT-Infrastrukturen Herausforderungen mit sich. mehr...
Schleswig-Holstein: Suedlink-Tunnel fertiggestellt
[20.08.2026] Unter der Elbe ist der Tunnel für die Stromtrasse Suedlink fertig vorgetrieben. Das Bauwerk ElbX bringt den Netzausbau zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen einen entscheidenden Schritt voran und soll ab 2028 Windstrom in den Süden transportieren. mehr...
CLS-Management: Thüga SmartService startet Roll-out
[18.08.2026] Thüga SmartService hat bei fünf Messstellenbetreibern das CLS-Management in den produktiven Betrieb überführt. Bis Ende August sollen fünf weitere Kunden folgen. Für das Gesamtjahr sind 40 Produktivsetzungen geplant. mehr...
Bundesnetzagentur: Rückläufige Zahlen bei Netzengpassmanagement
[13.08.2026] Das Netzengpassmanagement ist im ersten Quartal 2026 deutlich zurückgegangen. Die Bundesnetzagentur verzeichnete weniger Maßnahmen und Kosten, zugleich verschieben sich die Engpässe zunehmend in die Verteilernetze. mehr...
Mitnetz Strom: Drohnen überwachen das Stromnetz
[10.08.2026] Mitnetz Strom setzt Drohnen flächendeckend für die Inspektion und Überwachung seines Stromnetzes ein. Die Technik soll den Netzbetrieb sicherer und effizienter machen und liefert zugleich Daten für KI-gestützte Zustandsanalysen. mehr...
evu+: Online-Karte bietet Überblick über Stromverteilnetze
[06.08.2026] Eine neue Online-Karte zeigt die Stromnetzbetreiber in Deutschland und ihre angeschlossenen Erzeugungsanlagen sowie Batteriespeicher. Die Übersicht soll die Rolle der Verteilnetzbetreiber für Energiewende und Versorgungssicherheit anhand öffentlicher Daten sichtbar machen. mehr...
Mitnetz Strom: Investitionen in das Stromnetz in Brandenburg
[03.08.2026] Mitnetz Strom investiert 2026 rund 119 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes in Brandenburg. Die Vorhaben sollen zusätzliche Netzkapazitäten für erneuerbare Energien schaffen und die Versorgungssicherheit in mehreren Regionen stärken. mehr...
Bundesnetzagentur: Karte zur Versorgungsqualität der Verteilernetzbetreiber veröffentlicht
[28.07.2026] Die Bundesnetzagentur hat eine Deutschlandkarte zur Versorgungsqualität der Stromverteilernetzbetreiber veröffentlicht. Sie macht Unterschiede bei Netzanschlüssen, Digitalisierung und Versorgungszuverlässigkeit sichtbar und soll den Wettbewerb um leistungsfähigere Netze fördern. mehr...
Hager: NH-Sicherungslastschaltleisten überarbeitet
[24.07.2026] Hager hat seine NH-Sicherungslastschaltleisten für 185-Millimeter-Sammelschienensysteme grundlegend überarbeitet. Die neue Baureihe soll die Sicherheit in Niederspannungsverteilungen erhöhen und zugleich Wartung, Überwachung und Montage erleichtern. mehr...
Stadtwerke Fellbach: Pilotprojekt zu dynamischen Zwillingen
[23.07.2026] Smight und retoflow entwickeln gemeinsam einen dynamischen Zwilling für Niederspannungsnetze. Das Pilotprojekt bei den Stadtwerken Fellbach zeigt, wie sich Mess- und Netzdaten innerhalb kurzer Zeit zu einem Modell für Planung und Netzbetrieb verknüpfen lassen. mehr...
Mitnetz Strom: Anschluss von Rechenzentrum
[21.07.2026] Mitnetz Strom schließt in Lübbenau das bislang größte Rechenzentrum seines Netzgebiets an das 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz an. Das Projekt steht für den stark wachsenden Strombedarf von Rechenzentren und zeigt, wie sich die Anforderungen an die Verteilnetze im Zuge der Energiewende verändern. mehr...
Berlin: Umspannwerke ohne Treibhausgas
[17.07.2026] Stromnetz Berlin lässt zwei neue 110-Kilovolt-Umspannwerke in Wittenau und Neukölln errichten. Dabei kommen dabei SF₆-freie gasisolierte Schaltanlagen zum Einsatz. Die Projekte sollen die Netzinfrastruktur der Hauptstadt modernisieren und die Stromversorgung absichern. mehr...
Wiesbaden: Umspannwerk für die City
[16.07.2026] Die Stadtwerke Wiesbaden Netz haben mit dem Bau eines neuen Umspannwerks begonnen. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben 39 Millionen Euro in das Projekt, das Anfang 2031 in Betrieb gehen soll. mehr...
TenneT: Ostbayernring vollständig in Betrieb
[15.07.2026] Die Höchstspannungsleitung Ostbayernring ist auf ihrer gesamten Länge von rund 185 Kilometern in Betrieb gegangen. Die Leitung erhöht die Transportkapazität für Strom und soll die Integration erneuerbarer Energien sowie die Versorgungssicherheit verbessern. mehr...












