NetzanschlussSoftware beschleunigt Berechnungen

Neue Software verkürzt die Dauer von Netzberechnungen auf weniger als 30 Sekunden.
(Bildquelle: envelio GmbH)
Das Softwareunternehmen envelio hat einen GPU-basierten Power-Flow-Solver zur Berechnung von Stromnetzen vorgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, verkürzt die Technologie die Dauer von jährlichen Zeitreihensimulationen von mehreren Tagen oder Wochen auf weniger als 30 Sekunden. Gegenüber herkömmlichen Verfahren sei die Berechnung damit bis zu 20.000-mal schneller. Nach Angaben von envelio können Netzbetreiber mit der neuen Technologie groß angelegte Netzsimulationen im laufenden Betrieb durchführen. Dadurch ließen sich Netzkapazitäten detaillierter bewerten und steuern.
2.500 Gigawatt warten auf Netzanschluss
Der Zeitpunkt sei laut Unternehmen besonders relevant. Weltweit warteten derzeit mehr als 2.500 Gigawatt an Erzeugungs-, Speicher- und Industrieprojekten auf einen Netzanschluss. Dazu zählten unter anderem Rechenzentren, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen sowie Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. „Ein transparentes und flexibles Netzmanagement hängt von komplexen Zeitreihensimulationen ab – ein Prozess, der mit herkömmlichen Desktop-Tools für Netzberechnungen und instabilen Skripten rund um den Solver-Kern traditionell Tage oder sogar Wochen in Anspruch genommen hat“, sagt Simon Koopmann, Geschäftsführer von envelio. „Unser neuer Solver reduziert jährliche Zeitreihensimulationen auf weniger als 30 Sekunden und ist damit bis zu 20.000-mal schneller.“
Reale Physik im Netz berechnen
Nach Angaben des Unternehmens können Netzbetreiber mit der Software simulieren, wie sich neue Verbraucherinnen und Verbraucher oder Erzeuger auf das Stromnetz auswirken würden. Genannt werden unter anderem Rechenzentren, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Windparks und Batteriespeicher. „Der Bedarf an schnelleren Simulationen ist so groß, dass in der Branche Lösungen entstanden sind, die auf KI-basierte Schätzungen setzen, um den Prozess zu beschleunigen“, erklärt Fabian Potratz, Technikchef von envelio. „Wir haben uns dazu entschieden, die reale Physik im Netz weiterhin exakt zu berechnen – allerdings mit einer neuen Technologie, die mindestens genauso schnell ist wie die gängigen KI-basierten Schätzverfahren, wenn nicht sogar schneller.“
Thüga: Regler für mehr Solarstrom im Netz
[01.07.2026] Ein Pilotprojekt in Thüringen erprobt eine neue Technologie zur besseren Nutzung bestehender Stromnetze. Nach Angaben der Thüga kann ein neuer Mittelspannungslängsregler die Aufnahme von Photovoltaik-Strom deutlich erhöhen und so den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen. mehr...
Stadtwerke Düsseldorf / EnBW: Kooperation für intelligente Stromnetze
[22.06.2026] Die Stadtwerke Düsseldorf und EnBW Utility Services bauen ihre Zusammenarbeit bei intelligenten Messsystemen aus. Künftig umfasst die Partnerschaft auch das sogenannte CLS-Management zur Steuerung dezentraler Energieanlagen. mehr...
BDEW: Schnellere Genehmigungen für den Netzausbau
[19.06.2026] Der BDEW hat Vorschläge zur Beschleunigung des Stromnetzausbaus vorgelegt. Nach Angaben des Verbands könnten Änderungen im Energiewirtschaftsgesetz und im Infrastruktur-Zukunftsgesetz dazu beitragen, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu verkürzen. Im Fokus stehen Vereinfachungen bei der Modernisierung bestehender Netze und bei Genehmigungsprozessen. mehr...
bne: Studie verweist auf Rekordrenditen bei VNB
[18.06.2026] Eine Analyse des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft zeigt Rekordrenditen bei Deutschlands größten Verteilnetzbetreibern. Gleichzeitig verschärfen sich die Probleme beim Netzausbau und bei neuen Netzanschlüssen für die Energiewende. mehr...
TransnetBW/EWE Netz: Energiewende-App bald in Niedersachsen verfügbar
[18.06.2026] Die Energiewende-App StromGedacht wird künftig auch im Netzgebiet von EWE Netz in Niedersachsen verfügbar sein. Die Kooperation mit TransnetBW erweitert das Konzept netzdienlichen Verbrauchs erstmals auf ein großes Verteilnetz und soll Verbraucher stärker in die Netzstabilisierung einbinden. mehr...
Mitnetz Strom: Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Planung
[16.06.2026] Mitnetz Strom setzt beim Bau einer neuen Hochspannungsleitung auf einen frühen und intensiven Dialog mit den Bürgern. Der Netzbetreiber will Konflikte vermeiden, die Feinplanung verbessern und Akzeptanz für den Ausbau der Energieinfrastruktur schaffen. mehr...
KIT: Transparenz für KI-gestützte Vorhersagen in Energiesystemen
[05.06.2026] KIT-Forschende haben mit SHAPformer eine Methode entwickelt, die KI-gestützte Vorhersagen für Energiesysteme nachvollziehbar macht. Die Lösung soll Transparenz bei kritischen Anwendungen wie Stromnetzsteuerung, Lastprognosen und Strompreisvorhersagen erhöhen und regulatorische Anforderungen erfüllen. mehr...
Hamburger Energienetze: Start von Fair-Grid-Projekt
[02.06.2026] Die Hamburger Energienetze führen mit Fair Grid ein neues Vergabeverfahren für große Stromanschlüsse ein. Das Projekt soll knappe Netzkapazitäten fair verteilen und reagiert auf den stark steigenden Leistungsbedarf durch Rechenzentren, Batteriespeicher und die Energiewende. mehr...
Smight/Thüga SmartService/Robotron: Vollständige Steuerkette umgesetzt
[06.05.2026] Smight, Thüga SmartService und Robotron haben eine vollständige Steuerkette nach §14a EnWG erstmals im Realbetrieb durchgängig umgesetzt. Damit steht Verteilnetzbetreibern eine standardkonforme End-to-End-Architektur zur Verfügung, die Netzengpässe automatisiert erkennt, marktseitig verarbeitet und steuernd auf Verbrauchseinrichtungen zugreift. mehr...
Pilotprojekt: Wärmepumpen entlasten Stromnetz
[27.04.2026] Wärmepumpen können als flexible Verbraucher aktiv zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Ein Pilotprojekt von Viessmann Climate Solutions mit Übertragungsnetzbetreibern zeigt erstmals unter Realbedingungen, wie sich Haushaltsgeräte ins Engpassmanagement integrieren lassen. mehr...
München: Supraleitung für Stromnetz soll kommen
[16.04.2026] Die Stadtwerke München und der Kabelhersteller NKT möchten ihre Zusammenarbeit ausbauen. Ziel ist ein besonders leistungsfähiges Stromkabel im Zentrum der Stadt. Es könnte das weltweit längste supraleitende Hochspannungssystem werden. mehr...
Voltaris-Expertengespräch: Fachkräfte bleiben Engpass beim Smart-Meter-Roll-out
[15.04.2026] Der Einbau intelligenter Messsysteme in Deutschland nimmt Fahrt auf, bleibt aber hinter den langfristigen Zielen zurück. Das wurde bei einem digitalen Expertengespräch des Messdienstleisters Voltaris deutlich. Als größte Hürden nannten die Fachleute fehlende Montagekapazitäten, Datenqualität und technische Anbindung. mehr...
Hager: Zählerplätze für EnWG-Vorgaben
[09.04.2026] Seit 2024 gelten für leistungsstarke Stromverbraucher neue gesetzliche Anforderungen. Diese sollen dabei helfen, die Stromnetze bei steigender Belastung stabil zu halten. Der Hersteller Hager präsentiert dazu angepasste Lösungen für Zählerplätze. mehr...
Netzentwicklungsplan: Zweiten Entwurf bei Bundesnetzagentur eingereicht
[18.03.2026] Die Übertragungsnetzbetreiber haben den zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045 veröffentlicht. Der Plan integriert nun auch das Szenario C und zeigt damit neue Perspektiven für den Ausbau des Höchstspannungsnetzes. mehr...













