Montag, 13. Juli 2026

SachsenFortsetzung der zentralen Wasserstoff-Anlaufstelle

[12.01.2026] Sachsen setzt die Arbeit seiner zentralen Wasserstoff-Anlaufstelle fort und beauftragt die bisherige Trägergemeinschaft erneut. Damit soll der Aufbau einer durchgängigen Wasserstoffwirtschaft bis 2030 weiter unterstützt werden.

Die Sächsische Kompetenzstelle Wasserstoff (KH2) wird über das Jahr 2025 hinaus fortgeführt.

(Bildquelle: adobestock)

Die Sächsische Kompetenzstelle Wasserstoff (KH2) wird über das Jahr 2025 hinaus fortgeführt und bleibt zentrale Anlaufstelle für Wasserstoffthemen im Freistaat. Wie das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz mitteilt, wurde nach einer europaweiten Ausschreibung erneut die Bietergemeinschaft aus Energy Saxony und HZwo mit dem Betrieb der Kompetenzstelle beauftragt.

Die KH2 ist seit 2022 Ansprechpartnerin für Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Unternehmen sowie Akteure aus Forschung und Wissenschaft. Ziel ist es, den Hochlauf einer leistungsfähigen Wasserstoffwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu unterstützen, wie sie die sächsische Staatsregierung in ihrer Wasserstoffstrategie bis 2030 anstrebt. Nach Angaben des Ministeriums bringt die Kompetenzstelle dabei fachliches Know-how ein, vernetzt Akteure und begleitet strategische Vorhaben auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene.

Energieträger der Zukunft

Sachsens Wirtschafts- und Energieminister Dirk Panter (SPD) bezeichnet Wasserstoff als einen zentralen Energieträger der Zukunft. Zu den größten Herausforderungen zählt er den Ausbau der Leitungsinfrastruktur, die Weiterentwicklung von Erzeugungs- und Speichertechnologien sowie den perspektivischen Betrieb von Gaskraftwerken mit Wasserstoff. In Sachsen seien bereits zahlreiche leistungsfähige Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung aktiv, deren Vernetzung eine Kernaufgabe der KH2 sei, so Panter. Zudem fungiere die Kompetenzstelle als Ansprechpartner für neue Unternehmen von außerhalb und vertrete die sächsische Wasserstoff-Community auf internationaler Ebene.

In den vergangenen drei Jahren hat sich die KH2 nach Angaben des Ministeriums als Informations- und Koordinationsplattform etabliert und die regionale, nationale und internationale Zusammenarbeit vorangebracht. Schwerpunkte lagen unter anderem auf der bedarfsgerechten Entwicklung des Wasserstoffkernnetzes sowie auf dem Ausbau internationaler Partnerschaften, etwa mit der Tschechischen Republik, Polen, Spanien, Frankreich und Finnland.

Zukünftige Ausrichtung

Künftig will die KH2 ihre Informationsangebote stärker auf den Aufbau nationaler und regionaler Wasserstoffinfrastruktur, den Einsatz von Wasserstoff in energieintensiven Industrien, die Industrialisierung entsprechender Technologien sowie die Nutzung im Verkehrs- und Energiesektor ausrichten. Darüber hinaus ist die Kompetenzstelle weiterhin auf Fachveranstaltungen, Messen und Konferenzen präsent, darunter internationale Formate wie die Hydrogen Days in Prag oder der World Hydrogen Summit in Rotterdam, um die sächsische Expertise sichtbar zu machen und Investoren anzusprechen.

Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft gilt auf EU-, Bundes- und Landesebene als zentrales energiepolitisches Vorhaben. Ziel ist es, fossile Energieträger schrittweise durch klimafreundlichen Wasserstoff und seine Derivate zu ersetzen. Sachsen sieht sich dabei im Vorteil, da im Freistaat bereits heute zahlreiche Unternehmen sowie Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen entlang nahezu aller wasserstoffbezogenen Technologien tätig sind, wie das Ministerium betont.





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