IqonyAbwärme aus Aluminiumhütte

Startschuss für die Einspeisung industrieller Abwärme in das Iqony-Fernwärmenetz.
v.l.n.r. René-Marcel Opitz, Projektingenieur, Iqony Fernwärme GmbH; Matthias Ohl, Sprecher der Geschäftsführung der Iqony Fernwärme GmbH; Dr. Roman Düssel, Werksleiter Essen, TRIMET Aluminium SE; Dr. Andreas Lützerath, technischer Vorstand, TRIMET Aluminium SE; André van Haaren, Projektleiter, TRIMET Aluminium SE
(Bildquelle: Iqony)
Startschuss für die Einspeisung industrieller Abwärme in das Iqony-Fernwärmenetz.
v.l.n.r. René-Marcel Opitz, Projektingenieur, Iqony Fernwärme GmbH; Matthias Ohl, Sprecher der Geschäftsführung der Iqony Fernwärme GmbH; Dr. Roman Düssel, Werksleiter Essen, TRIMET Aluminium SE; Dr. Andreas Lützerath, technischer Vorstand, TRIMET Aluminium SE; André van Haaren, Projektleiter, TRIMET Aluminium SE
(Bildquelle: Iqony)
Die industrielle Abwärme einer Aluminiumhütte in Essen fließt nun in das Fernwärmenetz von Iqony. Dies teilten die Unternehmen Trimet und Iqony mit. Die Energie wird in das bestehende Netz eingespeist, das Bürgerinnen und Bürger in Bottrop, Essen und Gelsenkirchen mit Wärme versorgt. Laut Trimet werden jährlich rund 31.000 Megawattstunden Abwärme genutzt. Die Wärme fällt bei der Elektrolyse in den Produktionsöfen an und gilt als unvermeidbar. Rechnerisch lässt sich damit der Bedarf von mehr als 5.500 Haushalten decken.
Abwäre als wichtiger Baustein
Iqony sieht in dem Projekt einen Beitrag zur Umstellung der Wärmeversorgung. „Für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung ist Abwärme ein wichtiger Baustein“, sagt Matthias Ohl, Sprecher der Geschäftsführung von Iqony Fernwärme. Bereits heute beziehen Kundinnen und Kunden im Ruhrgebiet Fernwärme, die zu fast siebzig Prozent aus klimaneutralen Quellen stammt. Die Zusammenarbeit mit Trimet mache das System „noch zukunftsfitter“.
Auch Trimet betont die Bedeutung des Vorhabens. „Dass wir ab heute Tausende Wohnungen mit der Abwärme unserer Anlagen heizen, ist ein Meilenstein für unser Unternehmen und die Region“, sagt Andreas Lützerath, Mitglied des Trimet-Vorstands. Innovationen könnten die grüne Transformation voranbringen. Die flexible Ausrichtung der Aluminiumerzeugung soll dabei helfen, Klimaschutzziele zu erreichen und die Standorte zu sichern.
Wärmetauscher an Elektrolyseöfen
Das Projekt wurde durch technische Umbauten in der Produktion möglich. Trimet hat den Herstellungsprozess von Aluminium so angepasst, dass er auf schwankende Strommengen aus Wind- und Solaranlagen reagieren kann. An den Elektrolyseöfen wurden Wärmetauscher installiert. Diese nehmen die Hitze aus dem Prozess auf. Vier Ventilatorstationen leiten die Wärme in ein Rohrsystem, in dem Wasser zirkuliert. Das Wasser wird auf etwa 130 °C erhitzt und unter hohem Druck zu einer Energiezentrale geführt. Dort überträgt es seine Wärme an das Wasser des Fernwärmenetzes.
Bereits im Jahr 2023 hatten Trimet und Iqony eine auf 20 Jahre angelegte Kooperation vereinbart. Diese betrifft die Nutzung von Abwärme aus der Aluminiumproduktion am Standort Essen. Inzwischen seien die Arbeiten abgeschlossen, teilt Iqony mit. Nach einem Probebetrieb soll die Anlage in den Regelbetrieb gehen. Beide Unternehmen haben eigenen Angaben zufolge zusammen einen hohen einstelligen Millionenbetrag investiert.
Steag Iqony Group: Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht
[31.07.2026] Die Steag Iqony Group hat ihren Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht. Darin beschreibt das Unternehmen den Umbau seines Energieportfolios und nennt Fortschritte bei Fernwärme, Emissionsminderung und Nachhaltigkeitsberichterstattung. mehr...
Trianel Digital Lab: Digitaler Zwilling bildet Tübinger Fernwärmenetz ab
[30.07.2026] Ein sechsmonatiges Pilotprojekt des Trianel Digital Labs, den Stadtwerken Tübingen und retoflow hat einen Digitalen Zwilling für ein Fernwärmenetz in Tübingen unter realen Betriebsbedingungen erfolgreich validiert. Die Ergebnisse zeigen, wie Stadtwerke ihre Wärmenetze mithilfe von Echtzeitdaten künftig präziser steuern und den Ausbau erneuerbarer Wärmequellen unterstützen können. mehr...
Frankfurt am Main: Fernwärme-Ausbau im Bahnhofsviertel pausiert
[24.07.2026] Mainova passt den Zeitplan für den Fernwärme-Ausbau im Frankfurter Bahnhofsviertel an. Eine sechswöchige Baustellenpause soll Anwohner und Gewerbetreibende nach den Sommerferien entlasten und den Ausbau dennoch planmäßig voranbringen. mehr...
Preistransparenzplattform: Fernwärmepreise auf stabilem Niveau
[23.07.2026] Die Preise für Fernwärme haben sich erneut als stabil erwiesen. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Auswertung der Preistransparenzplattform waermepreise.info, dass der Anteil klimafreundlich erzeugter Fernwärme wächst und viele Wärmenetze bereits die gesetzlichen Vorgaben für 2030 erfüllen. mehr...
Konstanz: Gute Voraussetzung für Nahwärmenetz mit Seewärme
[23.07.2026] Im Konstanzer Ortsteil Litzelstetten sprechen Umfrage und Vorstudien für den Bau eines Nahwärmenetzes mit Seewärme. Die hohe Anschlussbereitschaft und eine positive Wirtschaftlichkeitsprognose ebnen den Weg für die nächsten Planungsschritte. mehr...
enercity: Power-to-Heat-Kapazitäten erweitert
[14.07.2026] enercity baut in Hannover die Nutzung von Stromüberschüssen für die Fernwärmeversorgung aus. Eine neue Power-to-Heat-Anlage mit 50 Megawatt Leistung sowie die Erweiterung einer bestehenden Anlage sollen künftig erneuerbaren Überschussstrom in Wärme umwandeln und die Versorgung flexibler machen. mehr...
Lastvorhersage: Die oberen ein Prozent
[08.07.2026] In der kommunalen Wärmeversorgung kann eine scheinbar geringe Prognoseverbesserung um nur ein Prozent ein erhebliches Einsparpotenzial freisetzen. Der Schlüssel hierfür sind datengetriebene Analysen, die neue Erkenntnisse über die Auswirkungen von Wettereinflüssen auf die Energieversorgung liefern. mehr...
Stadtwerke Duisburg: RZ-Abwärme für Fernwärme
[03.07.2026] Die Stadtwerke Duisburg binden erstmals die Abwärme eines Rechenzentrums in die Fernwärmeversorgung ein. Nach Angaben des Unternehmens soll die Anlage die Wärmeversorgung klimafreundlicher machen und jährlich rund 1.000 Tonnen CO₂ einsparen. mehr...
Stadtwerke Wittenberge: Flusswasser-Wärmepumpenanlage erzeugt Fernwärme
[01.07.2026] Die Stadtwerke Wittenberge erzeugen Fernwärme mit einer neuen Flusswasser-Wärmepumpenanlage an der Stepenitz. Das im Juli 2024 in Betrieb gegangene iKWK-Projekt soll den Erdgasanteil senken und rund 200 bis 300 Haushalte mit klimafreundlicher Wärme versorgen. mehr...
Borken: Kaltes Nahwärmenetz geplant
[27.05.2026] Borken will ein kaltes Nahwärmenetz aufbauen, das Wärme aus gereinigtem Abwasser nutzt. Für das kommunale Modellprojekt stellen Bund und Kommune zusammen mehr als zehn Millionen Euro bereit – mit dem Ziel, öffentliche Gebäude weitgehend ohne fossile Energien zu beheizen. mehr...
Hildburghausen: Förderung für Ausbau der Fernwärmeversorgung
[30.04.2026] Hildburghausen baut seine Fernwärmeversorgung mit 7,9 Millionen Euro Fördergeld grundlegend um und errichtet dafür eine neue Wärmeerzeugung samt erweitertem Netz. Nach dem Wegfall einer bislang genutzten BHKW-Abwärme muss die Stadt ihre klimafreundliche Wärmeversorgung neu absichern und will zugleich zusätzliche Quartiere anschließen. mehr...
Bad Salzungen: Fernwärmenetz erweitert
[27.04.2026] Bad Salzungen erweitert sein innerstädtisches Fernwärmenetz um eine neue, gedämmte Trasse mit Kraft-Wärme-Kopplung. Das mit EU-Mitteln geförderte Projekt soll CO2 sparen und die Wärmewende im Stadtkern voranbringen. mehr...
Neue Studie: Fernwärme bleibt fossil geprägt
[17.04.2026] Eine Analyse zeigt große Unterschiede bei der Fernwärme in deutschen Städten. Kraft-Wärme-Kopplung gilt zwar als effizient, doch meist werden fossile Energieträger eingesetzt. Der Anteil erneuerbarer Quellen ist noch gering. mehr...
Schwalbach: Grüne Fernwärme bis 2045
[15.04.2026] Die Stadt Schwalbach sichert ihre Wärmeversorgung neu. Ein Vertrag mit dem Energieversorger Süwag und dem Rechenzentrumsbetreiber maincubes soll den Betrieb modernisieren und ihn künftig klimaneutral machen. Auch die Abwärme aus einem Rechenzentrum soll genutzt werden. mehr...
Schwerin: Zwischenstand zur Wärmeplanung
[13.04.2026] Schwerin setzt in seiner Wärmeplanung auf einen massiven Ausbau der Fernwärme und eine klare Gebietseinteilung bis 2045. Die jetzt vorgestellten Szenarien zeigen, wo zentrale Netze dominieren – und wo Gebäudeeigentümer selbst Lösungen finden müssen. mehr...













