Baden-WürttembergLand stellt 50 Millionen Euro für Elektrolyseure bereit

Zur Förderung der regionalen Wasserstofferzeugung, stellt das Land Baden-Württemberg jetzt 50 Millionen Euro für Elektrolyseure bereit
(Bildquelle: adobestock)
Baden-Württemberg setzt die Förderung der regionalen Wasserstofferzeugung fort und stellt erneut 50 Millionen Euro für Elektrolyseure bereit. Wie das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg mitteilt, können Anträge für Projekte zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff ab sofort eingereicht werden; die Frist endet am 18. Mai 2026.
Mit dem zweiten Förderaufruf unterstützt das Land die lokale Produktion von Wasserstoff durch Wasserelektrolyse. Die Fördersumme beträgt pro Vorhaben bis zu zehn Millionen Euro, für kleine und mittlere Unternehmen maximal 8,25 Millionen Euro. Die Förderquote liegt bei bis zu 45 Prozent der zuwendungsfähigen Investitionskosten. Kleine Unternehmen können einen Bonus von 20 Prozentpunkten erhalten, mittlere Unternehmen von zehn Prozentpunkten.
Das Programm zielt auf den Aufbau sogenannter Wasserstoff-Hubs. In diesen lokalen Ökosystemen liegen Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Nutzung räumlich eng beieinander. Wo kein Anschluss an ein Wasserstoffnetz oder einen Hub möglich ist, können Unternehmen einen eigenen Elektrolyseur betreiben und sich selbst versorgen.
Energieministerin Thekla Walker (Bündnis 90/Die Grünen) betont die strategische Bedeutung des Energieträgers: „Der Hochlauf von Wasserstoff ist für die Stärkung unserer Wirtschaft und eine erfolgreiche Energiewende von zentraler Bedeutung.“ Wasserstoff erhöhe zudem die Resilienz der Energieversorgung und sichere Wertschöpfung im Land.
Besondere Dringlichkeit erhält das Landesprogramm laut Ministerium durch Verzögerungen auf Bundesebene. Noch immer fehle eine finale Kraftwerksstrategie des Bundes. Gleichzeitig sei angekündigt, dass neue Kraftwerke bis mindestens 2040, überwiegend bis 2045, mit Erdgas betrieben und erst später auf Wasserstoff umgestellt werden sollen. Das bremse den Markthochlauf.
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