Mittwoch, 2. September 2026

WEMAGWechsel auf S/4HANA-Plattform

[03.03.2026] Die WEMAG-Gruppe hat ihre IT-Systeme grundlegend umgestellt. Nach einer Projektzeit von 18 Monaten nutzt das Unternehmen nun die S/4HANA-Plattform von Thüga SmartService. Dabei wurden 92 Buchungskreise und knapp 500 Nutzerinnen und Nutzer migriert.

Die WEMAG-Gruppe arbeitet seit Januar 2026 mit der S/4HANA-Plattform von Thüga SmartService (TSG). Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das Projekt planmäßig nach 18 Monaten abgeschlossen. Mit dem Start wächst die Plattform auf 23 beteiligte Unternehmen. Laut Thüga SmartService ist die WEMAG-Gruppe als Großkunde auf die neue SAP-S/4HANA-ERP-Plattform gewechselt. Der Produktivstart erfolgte im Januar. Die Migration umfasste 92 Buchungskreise und knapp 500 Nutzer:innen. Laut Mitteilung wurde das Projekt innerhalb von 18 Monaten umgesetzt.

Planmäßiger Start

Janet Drewke, Geschäftsführerin der WEMAG Netz, führt den planmäßigen Start auf eine intensive Vorbereitung zurück: „Bereits weit im Vorfeld wurden in einer Fit2Template-Analyse die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen unserer bestehenden SAP-R/3-Lösung und der S/4HANA-Plattform der TSG bewertet.“ Auf dieser Basis seien Lösungen für prozessuale und funktionale Abweichungen entwickelt worden.

Michael Ikonomou, Geschäftsführer der TSG, betont die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Für den Erfolg dieser Vorprojektphase war insbesondere die ausgeprägte Bereitschaft aller Projektbeteiligten wichtig, inhaltlich aufeinander zuzugehen und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Plattform-Standards und individuellen Funktionserweiterungen zu finden.“ Die Plattform erfülle unterschiedliche Anforderungen in Bezug auf Unternehmensgröße und vorhandene Strukturen und zeichne sich durch ihre Flexibilität aus.

Umfangreiche Tests im Vorfeld

Ein Schwerpunkt lag laut Mitteilung auf umfangreichen Tests. Andreas Focke, Projektleiter bei der WEMAG, erklärt: „Alle neu entwickelten Funktionen, wie die Abbildung konzerninterner Leistungsbeziehungen, die Ermittlung von Ware in Arbeit und die Migration von mehr als 9,5 Millionen Datensätzen, wurden in insgesamt drei Testzyklen intensiv geprüft, bevor zum Jahresende die Freigabe für den Produktivbetrieb erteilt werden konnte.“

Die drei Testphasen dienten den Key Usern – also den besonders geschulten Anwenderinnen und Anwendern – zugleich als Vorbereitung auf den Echtbetrieb. Nach dem Start wurden die Beschäftigten weiterhin betreut. Die sogenannte Hypercare-Phase, eine intensive Unterstützungszeit nach dem Produktivstart, läuft noch bis Ende März. Ab dem 1. April soll der Regelbetrieb beginnen.

Modulare Plattform deckt kaufmännische Anforderungen ab

Laut TSG ist die Plattform modular aufgebaut. Ein Kernbereich deckt kaufmännische Anforderungen ab. Ergänzend dazu gibt es Zusatzmodule, sogenannte Add-ons. Diese können je nach Bedarf eingebunden werden. Bei der WEMAG kommen neben der Kernplattform das Modul CIM zur Bearbeitung von Eingangsrechnungen und das Modul enventa Accountbook zur Verarbeitung von Kontoauszügen zum Einsatz.





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