Samstag, 24. Oktober 2026

HagerLadelösungen für Mehrfamilienhäuser

[24.04.2026] Mit Blick auf das neue Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr für Lade-Infrastruktur in Mehrparteienhäusern verweist Hager auf eigene Systeme für solche Anwendungen. Nach Angaben des Unternehmens richten sich die Lösungen an private, halböffentliche und öffentliche Einsatzorte.
Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses mit mehreren an der Betonwand montierten Wallboxen. Ein blaues Elektroauto steht an einem Ladeplatz und ist mit einer Ladestation verbunden. Entlang der Wand verläuft eine sichtbare Stromschiene mit mehreren Anschlüssen für Ladepunkte.

Laden in der Tiefgarage: Wallbox witty pro ist für Mehrfamilienhäuser geeignet.

(Bildquelle: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG)

Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr unterstützt den Ausbau von Lade-Infrastruktur in Mehrparteienhäusern (wir berichteten). Nach Angaben von Hager passen die Systeme des Anbieters zu den Anforderungen solcher Wohngebäude. Das Produkt witty pro ist nach Unternehmensangaben für den Betrieb mehrerer Ladestationen in einer vernetzten Ladeinfrastruktur ausgelegt. Die Ladeleistung beträgt bis zu 22 Kilowatt. Ein Lastmanager soll laut Unternehmen die Ladeströme von bis zu 40 Wallboxen steuern. Dadurch solle eine Überlastung des Hausanschlusses vermieden werden. 

Die Steuerung erfolge über eine Web-App. Zur Ausstattung zählen nach Unternehmensangaben ein integrierter MID-Zähler, eine OCPP-Schnittstelle sowie ein RFID-Kartenlesegerät. MID steht für Measuring Instruments Directive, eine europäische Messgeräterichtlinie. OCPP ist die Abkürzung für Open Charge Point Protocol, einen Standard zur Kommunikation von Ladepunkten.

System für halböffentliche und öffentliche Bereiche

Als zweites System nennt Hager die Ladestation witty park 2. Diese sei für halböffentliche und öffentliche Bereiche vorgesehen, etwa Tiefgaragen von Mehrfamilienhäusern, Parkplätze, Hotels oder Fuhrparks. Der Doppellader bietet laut Hager zwei Ladepunkte mit jeweils bis zu 22 Kilowatt Leistung. Damit könnten zwei Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden. Das Modell sei auch in eichrechtskonformer Ausführung erhältlich. Nach Angaben des Unternehmens kann die Station an der Wand oder an einer Säule montiert werden. Das Gehäuse bestehe aus Metall. Zur serienmäßigen Ausstattung gehörten Fehlerstrom- und Leitungsschutzschalter je Ladepunkt. Zudem sei Platz für einen optionalen Überspannungsschutz vorgesehen.

RFID-Authentifizierung und Verbindung per WLAN

Die Ladestation unterstützt nach Unternehmensangaben RFID-Authentifizierung sowie eine Verbindung per WLAN. Bei eichrechtskonformen Varianten sei auch eine Version mit Kreditkartenterminal erhältlich. Die Kommunikation mit Abrechnungsdienstleistern erfolge über eine OCPP-1.6J-Schnittstelle. Das System sei zudem mit dem Lastmanager von Hager kompatibel. Dadurch könnten mehrere Ladepunkte gemeinsam gesteuert werden.





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