Donnerstag, 22. Oktober 2026

LadeinfrastrukturBund fördert Ladepunkte in Mehrparteienhäusern

[16.04.2026] Das Bundesministerium für Verkehr startet ein neues Förderprogramm für Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäusern. Dafür stehen bis zu 500 Millionen Euro bereit. Ziel ist laut Ministerium, den Zugang zu Lademöglichkeiten für Millionen Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern.
Drei weiße Wallboxen für Elektroautos sind an einer Innenwand montiert und über Kabelkanäle mit Sicherungskästen verbunden. An der mittleren Ladestation steckt ein Ladekabel. Die Wand ist grau und im unteren Bereich grün gestrichen.

Masterplan Ladeinfrastruktur: Bund fördert Wallboxen in Mehrfamilienhäusen.

(Bildquelle: 123RF.com)

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat am 15. April 2026 ein Förderprogramm zum Aufbau von Ladeinfrastruktur in und an Mehrparteienhäusern gestartet. Wie das Ministerium mitteilt, können Anträge ab sofort gestellt werden. Nach Angaben des Ministeriums leben rund 20 Millionen Menschen in Wohnungen in Mehrparteienhäusern. Dazu gehörten etwa neun Millionen Stellplätze. Viele davon seien bisher nicht mit Ladeinfrastruktur ausgestattet. Gefördert werden laut Ministerium sowohl Anschaffung als auch Installation privater Ladeeinrichtungen wie Wallboxen. Auch technische Komponenten, Netzanschlüsse und notwendige bauliche Maßnahmen könnten bezuschusst werden.

20 Prozent der Stellplätze elektrifizieren

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sagte: „Mit unserer neuen Förderung in Höhe von 500 Millionen Euro bringen wir die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität in den Alltag der Menschen, die in Mehrparteienhäuser leben, denn dort verfügen Stellplätze oftmals noch nicht über eine ausreichende Ladeinfrastruktur. Ab heute können alle ihre Anträge auf Förderung einreichen.“ Die Ladeleistung pro Ladepunkt darf laut Ministerium maximal 22 Kilowatt betragen. Voraussetzung für eine Förderung sei, dass mindestens 20 Prozent der Stellplätze eines Mehrparteienhauses vorverkabelt oder mindestens sechs Stellplätze elektrifiziert werden.

Antragsstellung über digitales Portal

Der Förderbetrag pro Stellplatz beträgt maximal 1.300 Euro ohne Wallbox, maximal 1.500 Euro mit Wallbox oder maximal 2.000 Euro bei einem Ladepunkt für bidirektionales Laden. Nach Angaben des Ministeriums setzt das Programm eine Maßnahme des im November 2025 beschlossenen „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ um. Die Antragstellung läuft über ein digitales Portal des Projektträgers PricewaterhouseCoopers Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.





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