Donnerstag, 7. Mai 2026

EnBWHohe Investitionen geplant

[07.05.2026] Der Energieversorger EnBW hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 7,6 Milliarden Euro in den Umbau des Energiesystems investiert. Der Anteil erneuerbarer Energien an der installierten Leistung stieg auf 66 Prozent. Für die kommenden Jahre plant das Unternehmen Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro.

EnBW-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag im Geschäftsjahr 2025 bei knapp über fünf Milliarden Euro.

(Bildquelle: EnBW)

Der Energieversorger EnBW sieht sich nach eigenen Angaben wirtschaftlich stabil aufgestellt. Auf der virtuellen Hauptversammlung in Stuttgart zog Vorstandschef Georg Stamatelopoulos eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2025. Das Unternehmen habe sich in einem von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägten Umfeld behauptet.

Investitionen stiegen um 22 Prozent

Nach Angaben von EnBW erreichte das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Adjusted EBITDA) 5,1 Milliarden Euro. Die Investitionen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Davon flossen laut Unternehmen 87 Prozent in Wachstumsprojekte. Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau der Strom- und Gasnetze. Dazu zählen die Gleichstromleitungen SuedLink und Ultranet für den Stromtransport zwischen Nord- und Süddeutschland. Weitere Investitionen betrafen den Ausbau erneuerbarer Energien, darunter der Offshore-Windpark He Dreiht, sowie den Bau wasserstofffähiger Gaskraftwerke.

Klimaneutral bis 2025

Wie EnBW mitteilt, kamen 2025 insgesamt 800 Megawatt Leistung aus Wind- und Solaranlagen hinzu. Der Anteil erneuerbarer Energien an der installierten Leistung liege inzwischen bei 66 Prozent. Bis 2030 solle dieser Anteil auf 75 bis 80 Prozent steigen. Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden.

Stamatelopoulos erklärte auf der Hauptversammlung, die Energiewende könne nur gelingen, wenn Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit gemeinsam berücksichtigt würden. Er forderte einen stärkeren Zusammenhang zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem Netzausbau. Zudem seien verlässliche Stromquellen für Zeiten mit wenig Wind und Sonne notwendig. Gaskraftwerke hält der Vorstandschef dabei für unverzichtbar. Diese sollen künftig mit grünem Wasserstoff betrieben werden.

Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr

Für den weiteren Umbau des Energiesystems plant EnBW nach eigenen Angaben Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro bis 2030. Voraussetzung dafür seien stabile energiepolitische Rahmenbedingungen. Der Vorstand schlug der Hauptversammlung zudem eine Dividende von 1,70 Euro je Aktie vor. Das wären sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausschüttungsquote liegt laut Unternehmen bei 39 Prozent. 

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet EnBW ein bereinigtes EBITDA zwischen 4,6 und 5,1 Milliarden Euro. Im Bereich Systemkritische Infrastruktur rechnet das Unternehmen mit höheren Netznutzungserlösen. Für das Geschäft mit erneuerbaren Energien prognostiziert EnBW ein Ergebnis zwischen 2 und 2,3 Milliarden Euro. Im Segment Intelligente Infrastruktur für Kundinnen und Kunden erwartet der Konzern durch den Ausbau der Elektromobilität ein leicht steigendes Ergebnis.



Stichwörter: Unternehmen, EnBW, Bilanz


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