Montag, 11. Mai 2026

swb-GruppeGeopolitische Lage wirkt sich aus

[11.05.2026] Der Energiedienstleister swb hat nach eigenen Angaben das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren operativen Ergebnis abgeschlossen. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen die Investitionen in Netze und Energieanlagen deutlich.

Das Konzernergebnis der swb-Gruppe ist gesunken.

(Bildquelle: swb-Gruppe)

Der Konzernumsatz des Bremer Energieversorgers swb lag im Geschäftsjahr 2025 bei rund 1,67 Milliarden Euro und damit leicht unter dem Vorjahreswert von rund 1,7 Milliarden Euro. Als Grund nennt swb geringere Erlöse aus der Stromvermarktung infolge niedrigerer Marktpreise und gesunkener Marktanteile. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf rund 1,6 Milliarden Euro nach 1,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Investitionen erhöhten sich laut swb um fast 78 Millionen Euro auf rund 265 Millionen Euro. Das Unternehmen investierte nach eigenen Angaben vor allem in Strom- und Wärmenetze sowie in Anlagen zur Energieerzeugung und zur thermischen Verwertung von Abfällen und Klärschlamm.

Rückgang beim Konzernergebnis

Das Konzernergebnis sank zum Jahresende auf 79,4 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte es noch bei 128,3 Millionen Euro gelegen. Der Rückgang sei vor allem auf Bewertungseffekte bei Derivaten zurückzuführen, teilte swb mit. Für das laufende Jahr erwartet swb ein operatives Ergebnis leicht unter dem Niveau von 2025. „Die Folgen der geopolitischen Ereignisse sind kaum abschätzbar“, sagte Finanzvorstand Gunnar Geise laut Mitteilung. 

Beim Ausbau der Infrastruktur plant swb in den kommenden Jahren Investitionen von mehr als einer halben Milliarde Euro in neue Umspannwerke. „Die Netze bilden die Grundlage für eine sichere, zukunftsfähige und klimafreundliche Energieversorgung“, sagte Technikvorstand Karsten Schneiker. Außerdem treibt das Unternehmen den Ausbau der Fernwärme voran. Quartiere in Bremen und Bremerhaven wurden laut swb bereits an das Fernwärmenetz angeschlossen. Weitere Gebiete sollen folgen.

Anlage zur Speicherung von Kohlendioxid

Am Kraftwerksstandort Hafen plant swb nach eigenen Angaben zudem eine Anlage zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage, CCS). Das CO₂ aus dem Mittelkalorik-Kraftwerk soll dauerhaft in der Nordsee gespeichert werden. Eine Entscheidung über Fördermittel erwartet das Unternehmen Ende 2026. Schneiker erklärte: „Wir haben die CO₂-Emissionen unserer eigenen Anlagen in den vergangenen sechs Jahren bereits um 75 Prozent reduziert – auf unter eine Million Tonnen.“



Stichwörter: Unternehmen, Bilanz, Bremen, swb


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