Freitag, 26. Juni 2026

MannheimKläranlage erhält digitales Prozessleitsystem

[26.06.2026] Die Mannheimer Kläranlage arbeitet künftig mit einem durchgängigen digitalen Prozessleitsystem. Die Modernisierung soll die Betriebssicherheit erhöhen, Ressourcen sparen und die Anlage auf strengere Vorgaben in der Wasserwirtschaft vorbereiten.

Team der Stadtentwässerung Mannheim.

(Bildquelle: Stadt Mannheim)

Die Mannheimer Kläranlage steuert und überwacht ihre gesamte Abwasserreinigung ab sofort mit einem neuen digitalen Prozessleitsystem von Siemens. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Mannheim (EBS) hat das mehrere Jahre laufende Modernisierungsprojekt erfolgreich abgeschlossen.

Wie die Stadt Mannheim berichtet, erfolgte die Umstellung im laufenden Betrieb und ohne größere Einschränkungen. Ziel war es, die Betriebssicherheit zu erhöhen, Abläufe transparenter zu gestalten sowie Energie- und Ressourceneinsatz langfristig zu optimieren.

Das neue Leitsystem erfasst und steuert sämtliche Verfahrensstufen der Anlage. Dazu zählen die mechanische Reinigung, die biologische und chemische Behandlung sowie die vierte Reinigungsstufe mit Pulveraktivkohle. Betriebsdaten stehen dadurch in Echtzeit zur Verfügung und lassen sich direkt auswerten.

„So stehen der Stadtentwässerung die Betriebsdaten in Echtzeit zur Verfügung und können direkt ausgewertet werden. Dadurch lassen sich Abweichungen schneller erkennen und Prozesse bei Bedarf zeitnah anpassen“, sagt Alexander Mauritz, Eigenbetriebsleiter der Stadtentwässerung Mannheim.

Nach Angaben der Stadt soll die Modernisierung die Kläranlage zugleich auf künftige Anforderungen vorbereiten. Dazu gehören strengere Umweltauflagen, die fortschreitende Digitalisierung der Wasserwirtschaft und Vorgaben aus dem KRITIS-Dachgesetz. „Mit dem neuen Prozessleitsystem ist die Mannheimer Kläranlage gut aufgestellt, um auch künftig steigenden Anforderungen gerecht zu werden“, sagt Professorin Diana Pretzell (Bündnis 90/Die Grünen), Erste Bürgermeisterin der Stadt Mannheim.

Auch Nachhaltigkeitsziele spielten bei dem Projekt eine wichtige Rolle. Künftig sollen sich Energieverbräuche präziser erfassen und gezielt senken lassen. Zudem soll die optimierte Prozessführung dazu beitragen, Emissionen zu reduzieren. Das Investitionsvolumen für die Modernisierung lag bei rund 17,8 Millionen Euro.





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