Engpass-Management200 Millionen Euro sparen

Leitungsverstärkungen und ein optimiertes Netz-Monitoring sollen enorme Kosten bei der Netzengpassbewirtschaftung einsparen.
(Bildquelle: 50Hertz Transmission GmbH)
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) und das Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) haben jetzt gemeinsam mit Verbänden und Netzbetreibern untersucht, wie beim Engpass-Management Kosten gespart werden können. Das Ergebnis: Kostenreduzierungen um mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr sind möglich. Dazu sieht ein Maßnahmenkatalog vor, fünf Netzabschnitte kurzfristig durch Baumaßnahmen zu verstärken. Außerdem sind Verbesserungen beim Netz-Monitoring, beim Planungsverfahren und bei Eingriffen in den Betrieb von Energieerzeugungsanlagen vorgesehen. Die Initiative für das Projekt ging vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aus. Wie dieses mitteilt, habe es zuletzt fast eine Milliarde Euro pro Jahr gekostet, Engpässe im deutschen Stromnetz zu vermeiden und Systemstabilität sicherzustellen.
Die Arbeitsgruppe empfiehlt, das Netz-Monitoring zu optimieren und fünf Abschnitte im Übertragungsnetz durch Zu- und Umbeseilungen zu verstärken. Allein die technische Modernisierung dieser fünf Streckenabschnitte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg könne nach Einschätzung der Übertragungsnetzbetreiber die Kosten für die Netzengpassbewirtschaftung um jährlich 180 Millionen Euro senken, meldet das BMWi. Außerdem sollen Netzbetreiber beim Redispatch künftig besser zusammenarbeiten. Erneuerbare-Energien-Anlagen sollen behutsam in die Redispatch-Maßnahmen einbezogen werden. Auch ein verbessertes Überwachungssystem soll die Kosten für den Redispatch weiter reduzieren. Die Maßnahmen sollen bis 2023 umgesetzt werden.
Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Rainer Baake, sagte: „Das Maßnahmenpaket, das die Beteiligten jetzt umsetzen wollen, ist neben dem dringend erforderlichen Netzausbau ein weiterer wichtiger Beitrag, um die Stromnetze fit für die Zukunft zu machen. Die konkreten und substantiellen Maßnahmen zeigen, dass es auch bei der Optimierung der Bestandsnetze noch Potenziale gibt. Sehr wichtig ist die künftige Ausrichtung auf eine Digitalisierung der Stromnetze, um eine bessere Netzauslastung zu erreichen.“ Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, ergänzte: „Durch den offenen Dialog mit allen Beteiligten haben wir Maßnahmen identifiziert, die die Kosten für die Vermeidung von Netzengpässen schnell und wirkungsvoll senken. Vor allem dank der intensiven Zusammenarbeit mit Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern konnten wir sehr praxistaugliche Schritte vereinbaren.“ Und BET-Geschäftsführer Michael Ritzau betonte: „Durch Energiewende und Atomausstieg stehen wir vor vielen Netzausbauvorhaben mit auch baulich bedingten Teilabschaltungen im bestehenden Stromnetz. Um drohende Kostenanstiege für Redispatch zu mindern, ist es dringend erforderlich, dass das bestehende Netz höher belastet werden kann.“
Smight: Kritische Netzsituationen erkennen
[15.09.2026] Der Anbieter Smight hat mit SMIGHT NeMS ein neues Netzmanagementsystem für die Niederspannung vorgestellt. Die Plattform soll Messdaten, Steuerung und Prognosen zusammenführen und Verteilnetzbetreiber bei der Umsetzung regulatorischer Vorgaben unterstützen. mehr...
Regensburg: Netzbetreiber modernisiert Schaltanlage
[11.09.2026] Regensburg Netz hat eine Mittelspannungsschaltanlage im Norden der Stadt umfassend modernisiert. Die neue Anlage kommt ohne das Isoliergas Schwefelhexafluorid aus und soll die Betriebssicherheit erhöhen. Zum Einsatz kommt Clean-Air-Technologie von Schneider Electric. mehr...
Konstanz: Erneuerung von Hochspannungsleitung
[08.09.2026] Die Stadtwerke Konstanz haben eine grenzüberschreitende 110-Kilovolt-Leitung aus der Schweiz erneuert. Das Projekt ist Teil eines umfassenden Netzausbaus, mit dem sich der Versorger auf einen bis zu dreimal höheren Leistungsbedarf vorbereitet. In den kommenden Jahren sollen dafür mehr als 150 Millionen Euro investiert werden. mehr...
Netzplanung: Strom, Gas und Wasserstoff rücken enger zusammen
[08.09.2026] Die Bundesnetzagentur hat die Entwürfe für die neuen Szenariorahmen Strom sowie Gas und Wasserstoff zur Konsultation gestellt. Sie zeigen mögliche Entwicklungen von Energieerzeugung und -verbrauch bis 2040 und 2045 und bilden damit die Grundlage für die weitere Netzplanung. mehr...
Mitnetz Strom: Pilotprojekt zur Auswertung historischer Netzdaten
[04.09.2026] Künstliche Intelligenz soll bei mehreren Verteilnetzbetreibern historische Netzdaten zu Niederspannungskabeln besser nutzbar machen. Das Pilotprojekt Cable Age prüft, wie sich daraus belastbare Informationen für Datenmanagement, Netzplanung und Asset Management gewinnen lassen. mehr...
Umfrage: Probleme beim Roll-out von Smart Metern
[31.08.2026] Eine Befragung des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt weiter Schwierigkeiten beim Ausbau intelligenter Messsysteme. 91 Prozent der befragten Messstellenbetreiber berichten von Problemen. mehr...
Smart Grid: Kostengünstigster Weg zum Netzzustand
[31.08.2026] Eine Studie von Smight und der Horizonte-Group zeigt: Der Einsatz von Stationsmesstechnik ist in den meisten Fällen der wirtschaftlichste Weg zur Netzzustandsermittlung. Die Kostenunterschiede zu anderen Ansätzen sind dabei teilweise erheblich. mehr...
Bremerhaven: Forschungsprojekt zur Belastbarkeit von Stromkabeln
[25.08.2026] Ein Forschungsprojekt in Bremerhaven entwickelt ein Monitoring-System, das die thermische Belastung erdverlegter Hochspannungskabel bei zunehmender Bodenaustrocknung überwachen soll. Besonders für die Anbindung von Offshore-Windparks könnte die Technik helfen, klimabedingte Risiken für kritische Netzinfrastruktur frühzeitig zu erkennen. mehr...
Regulatorik: Hochspannung im System
[20.08.2026] Energieversorger müssen sich in den kommenden Jahren auf zahlreiche regulatorische Neuerungen einstellen. MaBiS-Hub, Lieferantenwechsel Gas in 24 Stunden, AgNeS, HEDWIG und MiSpeL bringen insbesondere für die IT-Infrastrukturen Herausforderungen mit sich. mehr...
Schleswig-Holstein: Suedlink-Tunnel fertiggestellt
[20.08.2026] Unter der Elbe ist der Tunnel für die Stromtrasse Suedlink fertig vorgetrieben. Das Bauwerk ElbX bringt den Netzausbau zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen einen entscheidenden Schritt voran und soll ab 2028 Windstrom in den Süden transportieren. mehr...
CLS-Management: Thüga SmartService startet Roll-out
[18.08.2026] Thüga SmartService hat bei fünf Messstellenbetreibern das CLS-Management in den produktiven Betrieb überführt. Bis Ende August sollen fünf weitere Kunden folgen. Für das Gesamtjahr sind 40 Produktivsetzungen geplant. mehr...
Bundesnetzagentur: Rückläufige Zahlen bei Netzengpassmanagement
[13.08.2026] Das Netzengpassmanagement ist im ersten Quartal 2026 deutlich zurückgegangen. Die Bundesnetzagentur verzeichnete weniger Maßnahmen und Kosten, zugleich verschieben sich die Engpässe zunehmend in die Verteilernetze. mehr...
Mitnetz Strom: Drohnen überwachen das Stromnetz
[10.08.2026] Mitnetz Strom setzt Drohnen flächendeckend für die Inspektion und Überwachung seines Stromnetzes ein. Die Technik soll den Netzbetrieb sicherer und effizienter machen und liefert zugleich Daten für KI-gestützte Zustandsanalysen. mehr...
evu+: Online-Karte bietet Überblick über Stromverteilnetze
[06.08.2026] Eine neue Online-Karte zeigt die Stromnetzbetreiber in Deutschland und ihre angeschlossenen Erzeugungsanlagen sowie Batteriespeicher. Die Übersicht soll die Rolle der Verteilnetzbetreiber für Energiewende und Versorgungssicherheit anhand öffentlicher Daten sichtbar machen. mehr...
Mitnetz Strom: Investitionen in das Stromnetz in Brandenburg
[03.08.2026] Mitnetz Strom investiert 2026 rund 119 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes in Brandenburg. Die Vorhaben sollen zusätzliche Netzkapazitäten für erneuerbare Energien schaffen und die Versorgungssicherheit in mehreren Regionen stärken. mehr...












