Sonntag, 22. März 2026

HannoverAus Klärschlamm wird grüne Wärme

[28.05.2020] Die Stadt Hannover hat enercity den Auftrag zur Verwertung ihres Klärschlamms erteilt. Der Energiedienstleister wird daraus grüne Wärme für bis zu 15.000 Bürger erzeugen.
In dieser Anlage wird enercity den Klärschlamm aus Hannover verwerten.

In dieser Anlage wird enercity den Klärschlamm aus Hannover verwerten.

(Bildquelle: enercity)

Die rund 56.000 Tonnen Klärschlamm, die in Hannover jährlich anfallen, werden künftig von enercity thermisch verwertet. Damit bietet enercity laut eigenen Angaben nicht nur Entsorgungssicherheit für die Klärschlammmengen der niedersächsischen Landeshauptstadt, sondern schafft gleichzeitig klimaneutrale Wärme für die Bewohner. „Grüne Wärme aus Klärschlamm: Das ist nachhaltiges Ressourcen-Management, von dem am Ende alle profitieren“, sagt enercity-Chefin Susanna Zapreva. Als Gewinnerin der europaweiten Ausschreibung der Landeshauptstadt verwertet enercity laut eigenen Angaben den Klärschlamm der Stadt ab dem 1. Januar 2023 für die kommenden 25 Jahre. Die Ausschreibung habe neben dem Angebotspreis auch ökologische Aspekte wie die Energieeffizienz berücksichtigt. „Wir haben ein überzeugendes Konzept vorgelegt und freuen uns, dass wir damit erfolgreich waren“, sagt Zapreva.
In der sich derzeit im Genehmigungsverfahren befindenden Klärschlammverwertungsanlage in Hannover-Lahe wird enercity laut eigenen Angaben ab dem Jahr 2023 jährlich rund 130.000 Tonnen entwässerten Klärschlamm thermisch verwerten. Die Anlage biete noch freie Kapazitäten für Klärschlamm aus der Region Hannover. Die bei der thermischen Verwertung entstehende Abwärme speise das Unternehmen ins Fernwärmenetz ein und versorge dann bis zu 15.000 Bürger in Hannover mit grüner Fernwärme. Damit erfolge eine ressourcenschonende Verarbeitung des Klärschlamms, der künftig nicht mehr auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht werden darf. Die Anlage bringe außerdem die technischen Voraussetzungen für die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlammasche mit, was künftig gesetzlich vorgeschrieben ist.





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